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Fahr mich doch um!

Fahr mich doch um!

Da reden unsere Politiker und Städte- bzw. Verkehrsplaner davon, daß der Schilderwald entrümpelt werden soll, doch tatsächlich geschieht nicht viel in dieser Hinsicht.
Wenn ich beispielsweise in Mannheim-Feudenheim an der Auffahrt zur B38a an einer der Ampeln halten muß, habe ich Gelegenheit, an die 100 Verkehrsschilder zu bewundern.
100 Schilder von denen wenigstens ein Viertel bis ein Drittel für mich gemünzt ist, jenachdem von welcher Seite ich mich dieser großen Kreuzung nähere.

Fahr mich doch um!Fahr mich doch um!

Daß das nicht unbedingt zur Verkehrssicherheit beiträgt, das liegt klar auf der Hand. Dabei sind zahlreiche Schilder einfach überflüssig, regeln sie doch Selbstverständlichkeiten oder weisen sie redundant zum wiederholten Maße auf den gleichen Umstand hin. Noch schlimmer, viele Schilder verwirren nur oder sind schlicht und ergreifend falsch.

Manchmal schaffen Autofahrer aber auch Realitäten, die die Verkehrsplaner nicht wahrhaben wollen.

Schauen wir uns doch einmal folgendes Bild an:

Fahr mich doch um!

Eigentlich wollte ich das umgedrehte Schild im Vordergrund fotografieren, aber das gehört zu einer anderen Geschichte. Wenden wir uns also diesem Schild zu, auf das ich die beiden kennzeichnenden Pfeile gerichtet habe. (Standort: K9756 / Seckenheimer Straße)

Es ist dieses Schild hier.

Fahr mich doch um!

Es soll regeln, daß die Verkehrsteilnehmer, die sich hier von rechts nähern, aus ihrer Sicht rechts an der Verkehrsinsel auf dem das Schild steht vorbeifahren.
Von oben sieht die ganze Sache dann so aus:

Fahr mich doch um!

gelber Pfeil: Das bewußte Schild
grüne Pfeile: So soll man fahren
rote Pfeile: so wird tatsächlich abgebogen

So wie die Verkehrsinsel, nahezu überflüssigerweise, in den Verkehrsraum ragt, wird sie trotz des Schildes immer wieder übersehen und somit wird das Schild immer wieder umgefahren. Praktischerweise steckt es ohnehin nur noch in einer Gummimuffe, diese Maßnahme wurde notwendig, weil kaum eine Woche zu vergehen scheint, ohne daß das Schild umgefahren wird.

Gestern habe ich es noch fotografiert und heute liegt es schon wieder abgeknickt am Boden.

Statt sich nun Gedanken zu machen, wie man diese häßliche Ecke entschärfen kann, steckt man stur immer wieder neue Schilder und Kurzmasten in die Gummibodenhülse.
Scheint ja nix zu kosten!

Auf dem folgenden Bild sieht man deutlich, daß die kleine Insel, die das betreffende Schild trägt, nur der Endpunkt einer gedachten Verlängerung der großen Insel im oberen Bildteil ist.
Verkehrsinsel sind nur der obere und untere, grün umrandete, Teil:

Fahr mich doch um!

Der gesamte Raum dazwischen ist frei, die kleine untere Insel steht nutzlos und eher als Abbiegehindernis im Raum. Eine geeignete kräftige Straßenaufmalung mit Leitlinien würde hier wesentlich mehr bringen.

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peter wilhelm autorenlesung
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