Start Verkehr Fahr mich doch um – endlich merkt’s mal einer
  • Fahr mich doch um – endlich merkt’s mal einer

    In seiner Ausgabe vom heutigen Dienstag, 19.03.2013, berichtet auch die dörfliche Ortsrubrik des „Mannheimer Morgen“ über das „Fahr mich doch um“-Schild an der Abzweigung L 637 / K 4138 zwischen Mannheim-Seckenheim und Neckarhausen.
    Der Journalist versucht zunächst, das Tiefbauamt der Stadt Mannheim zitierend, die unbedingte Notwendigkeit des Schildes zu untermauern, muß dann aber doch zugeben:

    „Die Arbeiten wurden kürzlich durchgeführt. Man muss abwarten, wie lang es diesmal dauert, ehe das Schild erneut von der Vertikalen in die Horizontale gebracht wird. Wie auf dem Foto unschwer zu erkennen ist, sind auf der neuen weißen Farbe schon deutliche Spuren von Reifenabrieb zu sehen – auf beiden Seiten der Verkehrsinsel.

    Die von der Stadt Mannheim genannte Zahl berücksichtigt möglicherweise nicht alle Fälle. Vom „MM“ befragte Verkehrsteilnehmer, die täglich an dem Schild vorbeifahren, räumen dem Schild eine Halbwertszeit von maximal sechs Wochen ein. Mit anderen Worten: Spätestens nach sechs Wochen wird es einmal umgefahren. Die Mannheimer Stadtverwaltung will nun ein halbes Jahr beobachten, ob die ergriffenen Maßnahmen ausreichen. Gegebenenfalls werde man weitergehende Schritte einleiten, hieß es gegenüber dem „MM“. „

    © Mannheimer Morgen, Foto: Achim Wirths
    © Mannheimer Morgen, Foto: Achim Wirths

    Natürlich verwendet der Schreiber des „MM“ den von mir geprägten Begriff „Fahr-mich-doch-um-Schild“, wenn er schreibt:

    Fahr mich doch um - endlich merkt's mal einerFahr mich doch um - endlich merkt's mal einer

    „Es wird auch schon mal ironisch „Fahr-mich-doch-um-Schild“ genannt, das runde blaue Verkehrszeichen 222-20 StVO „rechts vorbei“ mit weißem Pfeil, das in Seckenheim auf einer Verkehrsinsel steht. Hier müssen Autofahrer vorbei, wenn sie aus Seckenheim kommend die Straßenbahnschienen Richtung Neckarplatten oder Neckarhausen queren möchten. Linksabbieger, die von der L 637 in die K 4138 einfahren, erkennen die etwas schmalere Einfahrt nicht selten zu spät, überfahren dabei den Inselkopf und beschädigen das Verkehrszeichen. Gleiches gilt für die Fahrzeugführer größerer Lkw, die die Einfahrt zu eng wählen, mit dem hinteren Rad die Verkehrsinsel überrollen und dabei das Verkehrszeichen gleich mit überfahren.“


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    Etwa hundert Euro koste es jedesmal, wenn wieder jemand das Fahr-mich-doch um umgefahren habe, sagt Bernd Grabinger von der Stadt Mannheim, beziffert die Umfahrhäufigkeit jedoch auf nur fünf bis sechs Mal pro Jahr, eine Zahl, die meine Blogleser schmunzeln läßt.
    Daß das Schild 222-20 auf einer solchen Insel stehen muß, wie Grabinger betont haben soll, steht ja auch völlig außer Zweifel, nur ob die Insel genau da sein muß, wo sie steht, daß beantworten die Verkehrsteilnehmer schon von ganz allein durch das häufige Umfahren des Schildes und die jetzt schon wieder sichtbaren Reifenspuren.

    Immerhin hat u.a. ja meine permanente Berichterstattung über das „Fahr-mich-doch-um“ schon einiges bewirkt, die bessere weiße Kennzeichnung und die verbesserten Straßenaufmalungen sind ja schon vor vielen Tagen erfolgt, da zieht der „MM“ in seiner Berichterstattung nur hinterher.

    Insgesamt dürfen wir gespannt sein, wann es wieder kracht an unserem mittlerweile sogar überregional bekannten „Fahr mich doch um“.
    Immer wieder erreichen mich Zuschriften von Leuten, die von weither nach Mannheim oder Heidelberg kommen und dann gerne auch mal einen Abstecher zum „Fahr mich doch um“ machen. „Wir waren sowieso in der Nähe, da wollten wir uns einen Blick auf dieses kleine, doofe Schild nicht entgehen lassen“, schrieb Helga aus München.


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    2 Kommentare

    1. Lochkartenstanzer

      19. März 2013 at 16:37

      Oi, da muß ich mich doch sputen, das mir doch mal anzuschauen, bevor die da eine vernünftige Lösung hinmachen. 🙂

      Antwort

    2. Lochkartenstanzer

      19. März 2013 at 16:40

      Ach ja,

      sechsmal im jahr sind im Schnitt alle 8,5 Wochen. Also kein großer unteschied zu den „nach spätestens 6 Wochen“.

      Antwort

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