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  • Ach Andrea

    von Peter Grohmüller

    Als am Samstag den 20. Juni 1970 bei trocken-heißem Wetter in niedersächsischen Hochmooren vielerorts Brände ausbrachen, erblickte in dem verträumten Städtchen Mendig im Landkreis Mayen-Koblenz in Rheinland-Pfalz die liebliche kleine Andrea Maria Nahles das Licht der Welt. Damals konnte natürlich noch niemand ahnen, wie das knuddelige Mädel selbige, also die Welt, dereinst einmal in Atem halten würde. Insbesondere nicht ihre Freunde von der Sozialdemokratischen Partei Deutschland, die heute, unter Andreas Attitüde als eisenharter Gesinnungsgouvernante aus der Eifel, leiden wie geprügelte Hunde.

    Ach Andrea

    Papa Alfred, ein ehrenwerter Maurermeister, und ihre Mama Gertrud waren vermutlich schon etwas indigniert, dass Andrea, ihr liebes Mädel, trotz ihres römisch-katholischen Elternhauses in die unchristliche Sozen-Ecke abdriftete und 1995 mit den Stimmen der traditionalistischen Linken sogar zur Bundesvorsitzenden der Jusos gewählt wurde. Der Napoleon von der Saar, der große Oskar Lafontaine, bezeichnete sie damals gar als „Gottesgeschenk an die SPD“.

    Hör mal Mama Gertrud: Keine Bange, alles ist gut, denn Andrea wird ihre Seele ganz gewiss nicht an den roten Teufel verlieren. Sie wird mit ihrer imposanten Oberweite den mit Pickeln übersäten pubertären Kopf manches Juso-Buben ohnehin eher in Rage gebracht haben, als mit ihrer ultralinken Programmatik. Zudem ist Andrea doch erwachsen und einsichtige geworden, und die SPD nach 8 Jahren unter der Obhut der christlich-demokratischen Welt-Bundeskanzlerin Dr Angela Merkel staatstragend, also weder links, noch radikal.

    Wobei…wenn ich mir es genau überlege…was die Wahlversprechen der Genossinnen und Genossen aus Wolkenkuckucksheim betrifft, und was sie der SPD-Basis, ihren Wählerinnen und Wählern nach dem ganzen Klassenkampfgetöse letztendlich dann als Konsens-Blabla in Koalitionsverträgen so auftischt…ich meine, radikal ist das schon…radikal verlogen, oder radikal blöd, je nach persönlicher Frustrationsschwelle. Jedenfalls ist es nicht links, damit die Kirche in Mendig bleibt und Mama Gertrud ihren Frieden findet.


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    Was klein Andrea aus ihrer Zeit als Ministrantin in ihren sozialdemokratischen Alltag hinüberretten konnte, ist es, sich auf Kosten anderer einen schlanken Fuß zu machen. Das haben die klerikalen Schranzen über viele Jahrhunderte zur höchsten Tugend erhoben. Und so stellt sich die Eifelprinzessin auf der sozialdemokratischen Erbse als nimmermüde Retterin sozialer Gerechtigkeit vor ihre lieben Landsleute und erklärt ihr homöopathisches Zubrot für die Rentnerinnen und Rentnern zum Bollwerk gegen Altersarmut, derweil die Frau Bundesministerin für Arbeit und Soziales monatlich 15.311 € an Diäten einstreicht – zuzüglich der monatlichen Kostenpauschale in Höhe von 3.681 €. Letzteres entspricht in etwa dem Doppelten dessen, was die Angestellten in den Pflegeberufen am Ende eines Monats völlig ausgepowert nach Hause tragen, um deren Belange sich die Jeanne d’ Arc des kleinen Mannes en passant auch noch kümmert.

    Und deshalb kämpft Andrea Nahles jetzt auch wie von Sinnen um eine Neuauflage der großen Koalition, die sie am Wahlabend nach der ersten Prognose so vehement nicht wollte, und statt dessen lieber jemandem in die Fresse hauen. Sie hat ja auch Recht. In diesem unserem Lande gibt es Baustellen über Baustellen, die die SPD allesamt in ihrem Wahlkampfprogramm erwähnt hatte:

    · Fehlende Kitas
    · Marode Schulen
    · Kaputte Infrastruktur
    · Ein intransparentes Gesundheitssystem
    · Eine völlig aus dem Ruder gelaufene Rentenversicherung
    · Millionen befristeter Arbeitsverträge
    · Drohende Altersarmut für Millionen
    · Löhne auf Sozialhilfeniveau
    · Explodierende Mieten
    · Bla, bla, bla

    Was klein Andrea allerdings vergessen hat, sich zu überlegen, weshalb jemand, der sich all dieser Baustellen bewusst ist und noch alle Latten am Zaun hat, auf die hirnverbrannte Idee kommen sollte, ausgerechnet die Sozialdemokraten würden das alles anpacken und den Laden Bundesrepublik mal richtig aufräumen. Ausgerechnet die SPD, die mit ihrem Agenda-2010-Bulldozer den Sozialstaat zugunsten der Profite plattgewalzt hat? Ausgerechnet die SPD, die den gierigen Bankstern Billionen € in den schäbigen Hals geworfen hat? Ausgerechnet die SPD, der in einer GroKo zweimal all das meilenweit am Arsch vorbei ging, was sie jetzt so vehement für den kleinen Mann einfordert?

    Hör mal Andrea: Sei wenigsten so ehrlich und gebe zu, dass es Dir und den Deinen aus der Spezialdemokratischen Partei in erster Linie darum geht, die schönen Posten im Bundestag zu behalten und Dir um Deine schlanken 19.000 € monatliches Minister-Salär, aber verschone mich mit Deinem Klassenkampf-Gesülze, das war schon 1995 dummes Zeug.

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    2 Kommentare

    1. bard jun.

      8. Februar 2018 at 13:56

      Lieber Peter,

      schon mal darüber nachgedacht, daß das ‚Volk‘ die Politiker bekommt, die es verdient!

      Antwort

      • Peter Grohmüller

        8. Februar 2018 at 18:10

        Davon habe ich auch schon gehört. Aber was muss man in drei Teufels Namen angestellt haben, um einen Alexander Dobrindt dafür zu verdienen? Vielleicht sollt ich einen Blog-Beitrag verfassen, in dem ich all den Puffmais-Köpfen ein entsprechendes Delikt zuordne.

        Antwort

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