Spitze Feder

So blöd kann keiner sein, ein Rundumschlag

So Blöd Kann Keiner Sein

Angesichts der jüngsten geopolitischen Entwicklungen und der aufgeheizten Debatte um einen „drohenden Flächenbrand im Nahen Osten“ sowie ähnlich gelagerter Reaktionen seitens der Politik und Medien in Deutschland, sehe ich mich gezwungen, ein Update zu diesem Thema zu liefern. Die Situation hat sich weiter zugespitzt und verlangt eine neuerliche, tiefgehende Auseinandersetzung mit diesen kritischen Themen.

Warnhinweis:

Der nachfolgende Beitrag ist sehr, sehr lang. Man benötigt laut Blogsoftware rund 18 Minuten, um ihn wirklich aufmerksam zu lesen. Wem das zu lange dauert, soll es bleiben lassen. Leider war es mir nicht möglich, ihn zu kürzen. Ich hätte viel zu viel streichen müssen, und dazu hatte ich nach der ganzen Arbeit einfach keinen Bock. Die Blogsoftware erlaubt die Erstellung einer Zusammenfassung, die Sie über das Inhaltsverzeichnis anspringen können.

Prolog

Im Dezember letzten Jahres habe ich einen Essay über den seit Jahren andauernden, erbärmlichen Populismus zu der mutmaßliche Überfremdung Deutschlands durch die „ungebremste Zuwanderung“ geschrieben und ihn mit der Überschrift betitelt „So blöd kann keiner sein…oder?“. Nachzulesen unter diesem Link.

Werbung

Angesichts des „drohenden Flächenbrandes im Nahen Osten“ und den gleichermaßen erbärmlichen Reaktionen seitens der Politik und der Medien hierzulande, halte ich ein Update für dringend geboten.

1. Akt

Gordischer Knoten

Seit Jahrzehnten beherrscht ein gordischer Knoten das Geschehen in Nahost, dessen Schöpfer, die einstigen Herrenmenschen des Britischen Empires, längst das Zeitliche gesegnet haben. Mit Ausnahme der Deutschen, mahnen alle Beteiligten, dass man den heutigen Bürgerinnen und Bürgern die Fehler der Vergangenheit nicht mehr vorwerfen könne, dass man vielmehr einen konstruktiven Blick in die Zukunft…bla, bla, Rhabarber. Ergo: Schwamm drüber, knicken, lochen, abheften.

Ich habe übrigens absichtlich die Falle gestellt, von „den Deutschen“ zu reden, um den Leserinnen und Lesern die Kernbotschaft des Headliners diskret unterzujubeln. Die Deutschen des 21. Jahrhunderts? Wer genau soll damit gemeint sein? Faktisch sind die Deutschen ein bunt zusammengewürfelter, durch und durch heterogener Haufen, deren gemeinsame Gechichte (Helmut Kohl)…ja was eigentlich?

Eines vorweg: Ich bin kein Relativierer. Ich werde mich weder in die Zwickmühle zwischen Daniel Goldhagen und Alexander Gauland begeben, noch werde ich auch nur ansatzweise die Singularität des Holocaust in Abrede stellen. Ich bin mir bewusst, dass „die Deutschen“ des Dritten Reichs, mit einem noch nie dagewesenen, industriell organisierten und generalstabsmäßig durchgeführten Massenmord, ein diabolisches Verbrechen begangen haben, und dass wir, als deren Nachfahren, deshalb heute die verdammte Pflicht haben, dies niemals zu vergessen. Punkt!

Ich möchte die Thesen Goldhagens nicht in Abrede stellen, die er in seinem 1966 erschienen und vieldiskutierten Buch „Hitlers willige Vollstrecker“ vertritt und den Holocaust als „Endprodukt eines tief verwurzelten Antisemitismus in der deutschen Gesellschaft“ bezeichnet. Aber selbst wenn der Grandseigneur des rechten Mob und notorische Geschichtsklitterer, Alexander Gauland, Hitler und die Nazis nur als „einen Vogelschiss in über 1.000 Jahren erfolgreicher deutscher Geschichte“ bezeichnet, beweist dies lediglich, dass es hierzulande immer noch nationalsozialistische Kotzbrocken gibt. Dies in der Bunderepublik Deutschland des 21. Jahrhundert jedoch kollektiv auf alle „Deutsche“ zu übertragen, ist meines Erachtens völliger Bullshit.

Ich könnte mich jetzt bequem zurücklehnen und meine Großeltern väterlicherseits ins Feld führen, die in dem Buch „Im Schatten des Henkers“ von Fitz Salm, nachweislich als Widerstandskämpfer im Dritten Reich erwähnt sind. Damit würde ich jedoch indirekt der Behauptung einer generationsübergreifenden Kollektivschuld das Wort reden, weil ich so den Eindruck erweckte, mich deshalb nicht für die Verbrechen der Nazis entschuldigen zu müssen, während alle anderen, die einen solchen „Bonus“ nicht vorweisen können, in Sack und Asche…oder so. Einen Scheißdreck muss ich! Wir Nachkommen haben keine Schuld an den Verbrechen des Dritten Reichs. Punkt! Nur die verdammte Pflicht, nie zu vergessen. Aber das sagte ich ja bereits.

2. Akt

Israel

Seit dem Überfall der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023, ist die Welt in Nahost eine andere. So zumindest die einhellige Lesart in der Medienlandschaft und in der Politik. Wer es wagt, nach den Ursachen des Angriffs zu fragen, oder gar die Impertinenz besitzt, die Verhältnismäßigkeit der Reaktion seitens der Regierung des Hardliners Benjamin Netanjahu in Zweifel zu ziehen, ist a priori ein Antisemit. Punkt!

Echt jetzt? So blöd kann keiner sein, dies gleichzusetzen. Oder etwa doch? Ist man nach dieser Lesart dann nicht automatisch auch ein „Anti-Islamist“, wenn man den völkerrechtswidrigen Einmarsch der türkischen Armee in Syrien, zur Ausrottung der Kurden, verurteilt? Oder ist man ein „Anti-Buddhist“, wenn man die Greueltaten der Regierung in Myanmar gegenüber den Rohingyas verurteilt? Oder ein „Anti-Hinduist“, wenn man die Grausamkeiten der Regierung von Indiens Premierminister Modi in der Region Kaschmir brandmarkt? Oder, oder, oder…

Heureka! Genau das meinte ich mit „den Leserinnen und Lesern die Kernbotschaft des Headliners diskret unterzujubeln“. Was Bitteschön sollte Religion im 21. Jahrhundert noch mit Politik zu tun haben? Sollten wir seit Rousseau, Voltaire und Kant, also seit dem Zeitalter der Aufklärung, nicht längst in einer säkularen Welt leben? Keine Frage: Wir haben die Pflicht, Religionen zu respektieren. Das haben die Mütter und Väter des Grundgesetzes explizit so in Artikel 4 niedergeschrieben. Es ist eine tragende Säule unserer freiheitlichen, demokratischen Gesellschaft, dass jeder nach seiner Fasson leben können soll. Religionen als Regierungsform hingegen, betrachte ich, nach zahllosen blutigen (vermeintlichen) Religionskriegen mit zig Millionen Toten, jedoch als vollkommen ungeeignet.

3. Akt

Auge Um Auge

Um nun wieder auf den gordischen Knoten in Nahost zurückzukommen: Wenn ich meine obengenannten Überlegungen zu einer säkularen Welt zugrunde lege, komme ich nicht umhin, das Handeln der Regierung von Benjamin Netanjahu, von der Religion des Judentums zu trennen und es als Akt schierer Barbarei zu bezeichnen. Ich stelle das Recht eines jeden Staates auf Selbstverteidigung mit keiner Silbe in Frage. Punkt! Aber ich nehme mir das Recht, die völlig überzogene Reaktion der israelischen Regierung im Gazastreifen und den widerlichen Terrorismus der Hamas, gleichermaßen zu verurteilen. Punkt!

Selbst wenn ich die strikte Trennung von Religion und Staat in meinen Überlegungen für einen Augenblick außer Acht lasse: Den Gazastreifen in Schutt und Asche zu legen und 35.000 Männer, Frauen und Kinder abzuschlachten, mit der fadenscheinigen Begründung, die Hamas zerstören zu wollen, hat selbst mit dem Rechtssatz „Auge um Auge, Zahn um Zahn“, aus dem hebräischen Bundesbuch in Sefer ha-Berit in der Tora für das Volk Israel, nichts mehr zu tun. Dieses Vorgehen ist unmenschlicher, blinder Zerstörungswahn! Bin ich jetzt ein Antisemit, weil ich so etwas denke und schreibe?

Mohandas Karamchand Gandhi, besser bekannt als Mahatma Gandhi, sagte einmal treffend: „Auge um Auge lässt die Welt erblinden“.

4. Akt

Gründung Israel

Am 14. Mai 1948 rief David Ben Gurion die Unabhängigkeit Israels aus. Der neue Staat entstand aus einem Teil des britischen Mandatsgebiets Palästina. Damit einher, ging die Nakba, die Flucht und Vertreibung von 700.000 arabischen Palästinensern, die bis dato in Palästina lebten. Es ist die perfide Logik religiöser Ultras, den Disput und den Kampf um das „gelobte Land der Juden“, als legitime Begründung für das heutige Blutbad im Gazastreifen vorzuschieben. Zumal die Kanaaniter, also die Vorfahren der heutigen Palästinenser, nachweislich bereits seit rund 5.500 Jahren in dem Gebiet lebten. Das gleiche Gebiet, das der heutige Staat Israel als gottverheißenes Land für sich beansprucht…

Wenn nun in einer Endlosschleife von einer Zwei-Staaten-Lösung für den israelisch-palästinensischen Konflikt schwadroniert wird und die amtierende Aussenministerin, Annalena Baerbock, in das gleiche schafsdämlichen Horn bläst, denke ich mir: Leute, was ist hier schiefgelaufen? An welcher Stelle ist sie falsch abgebogen? Verwechselt sie das Recht auf Selbstverteidigung, mit dem, was gerade in der Region vonstatten geht? Stellt sie mit der Worthülse von der Sicherheit Israels, die, weshalb auch immer, „Teil der deutschen Staatsraison“ sein soll, Netanjahu nicht einen Persilschein dafür aus, was er gerade, für alle Welt sichtbar, durchzieht, nämlich das „Problem“ mit den Palästinensern ein für alle Mal letal zu lösen? So blöd kann keiner sein, oder?

In einem Interview der Berliner Zeitung mit dem, des Antisemitismus wohl gänzlich unverdächtigen, Haaretz-Journalisten, Gideon Levi, kann man lesen, was es mit der Zwei-Staaten-Lösung im Allgemeinen und mit dem erhobenen Zeigefingerchen unserer lieblichen Annalena Baerbock im Besonderen auf sich hat:

5. Akt „Die…“

Krieg

Es waren nicht „die Türken“, oder „die Muslime“, die in Syrien einmarschiert sind und dort seit Jahren die Kurden abschlachten. Es sind türkische Soldaten, die von ihrem Präsidenten, einem durchgeknallten Autokraten namens Recep Tayyip Erdoğan, den Befehl dazu erhalten haben. Übrigens der gleiche Recep Tayyip Erdoğan, der die Hamas nicht als Terroristen, sondern als Freiheitskämpfer bezeichnet.

Es waren nicht „die Palästinenser“, oder „die Muslime“, die am 7. Oktober 2023 Israel überfallen und 1.200 Männer, Frauen und Kinder abgeschlachtet haben. Es waren palästinensische Terroristen der Hamas. Von dem menschenverachtenden Mullah-Regime des iranischen Gottesstaat gesponsert. Ein Regime aus greisen, religiös verstrahlten Psychopathen, das die eigene Bevölkerung mit drakonischen Strafen für kleinste Vergehen quält und sogar lyncht, und das den Staat Israel vernichten will.

Es sind nicht die „Israelis“, oder gar „die Juden“, die im Gegenzug nun den brutalen Vernichtungskrieg gegen die Palästinenser führen. Es sind israelische Soldaten, auf Befehl ihres Präsidenten, Benjamin Netanjahu.

6. Akt: Solidarität

Solidarität Ukraine

Sei dem verheerenden Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine…ich korrigiere: Seit dem verheerenden Angriffskrieg des Autokraten Wladimir Putin gegen die Ukraine, haben über eine Million Ukrainerinnen und Ukrainer Zuflucht und Obdach bei uns gefunden. Von ein paar xenophoben, rechtsradikalen Arschlöchern mal abgesehen, betrachtet es die überwältigende Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger, als ein Gebot der Solidarität, den Schutzsuchenden zu helfen.

Aufzuführen, weshalb das Gebot der Solidarität mit den Leidtragenden aus über 200 weiteren Kriegsgebieten auf dem Globus, hierzulande etwas anders ausgelegt wird, sprengte sicherlich den Rahmen dieses ohnehin bereits überlangen Betrags. Es hat aber, zynisch ausgedrückt, etwas mit einer Art Ökonomisierung der Anteilnahme zu tun.

Als 2023 ein verheerendes Erdbeben die Grenzregion zwischen der Türkei und Syrien erschütterte und Zehntausende Männer, Frauen und Kinder das Leben kostete, funktionierte das Gebot der Solidarität tadellos. Es wurden zig Millionen an Spenden eingesammelt, und in der betroffenen Region wurde sofort getan, was getan werden konnte. Schließlich war es eine Naturkatastrophe und die Menschen können ja nichts dafür.

Seit beinahe 10 Jahren führen der Iran und Saudi-Arabien einen Stellvertreterkrieg im Jemen. Hunderttausende unschuldige Männer, Frauen und Kinder wurden bereits ermordet. Die Ökonomisierung der Anteilnahme, gebietet uns, den Krieg nicht zu vergessen und immer wieder in den Nachrichten aufmerksam zu verfolgen, ob dem UN-Sicherheitsrat ein Antrag vorliege, in dem die Völkergemeinschaft den Krieg auf das Schärfste…

Da es sich bei einem Krieg nicht um eine Naturkatastrophe handelt, sondern ursächlich Menschen dafür verantwortlich sind, das Geschehen zu beenden, entbindet uns die Ökonomisierung der Anteilnahme dankenswerterweise von der Pflicht, mit eigenen Truppen im Jemen einzuschreiten. Chapeau!

7. Akt: Doppelzüngigkeit

Doppelzüngigkeit

Weshalb wir dann 1999 mit eigenen Truppen in Jugoslawien und 2001 in Afghanistan einmarschiert sind, obwohl in beiden Fällen ebenfalls Menschen verantwortlich dafür waren, das Geschehen zu beenden…Das hat vermutlich auch etwas mit Doppelzüngigkeit zu tun.

Ein probates Mittel, um den Unwillen eines Staates gegenüber eines anderen zum Ausdruck zu bringen, sind Sanktionen. Kennt man zur Genüge. Man sanktioniert zum Beispiel Produkte, die durch staatliche Subventionen wettbewerbsverzerrend auf den Märkten angeboten werden und deshalb somit drohen, die heimischen Hersteller mit Dumpingpreisen in die Knie zu zwingen.

Man sanktioniert aber auch Produkte, wenn man damit ein politisches Statement zum Ausdruck bringen möchte. Nach dem Motto: Jetzt reicht es! Sei dem Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine, beziehen wir kein billiges russisches Erdgas und kein billiges russisches Erdöl mehr, um der Kriegsmaschinerie Putins ökonomisch empfindlich zu schaden. Dafür zahlen wir einen verdammt hohen Preis. Aber die Solidarität mit den Menschen in der Ukraine, sollte schließlich höher gestellt sein, als kleingeistige Interessen, nicht wahr?

Deshalb beziehen wir jetzt russisches Gas sowie Benzin und Diesel aus russischem Erdöl aus Indien. Öhm, etwa das gleiche Indien, dessen Grausamkeiten in der Region Kaschmir wir brandmarken? Das muss auch irgendetwas mit Doppelzüngigkeit zu tun haben. Betrachtet man nämlich die Grausamkeiten der chinesischen Regierung an den Uiguren in der Region Xinjiang, sollte man eigentlich davon ausgehen, dass China ebenfalls mit Sanktionen belegt wird. Geht aber nicht, wegen der seltenen Erden und wegen VW. Und wenn man die Grausamkeiten des Stellvertreterkrieges im Jemen betrachtet, sollte man doch Saudi-Arabien…geht auch nicht, wegen Erdöl. Und wenn man die Grausamkeiten radikaler jüdischer Siedler gegenüber der palästinensischen Bevölkerung im Westjordanland und auf den Golanhöhen und die Grausamkeiten der israelischen Regierung im Gazastreifen…

Stop, jetzt reicht’s! Das war jetzt eindeutig Antisemitismus!

Chaos Politik

So, wie die geplante Solidaritätsveranstaltung mit Palästina in Berlin. Die wurde, unter anderem, zwar auch von jüdischen Bürgerinnen und Bürgern organisiert, aber in letzter Minute, auf Anordnung von ganz oben, von der Polizei dann doch aufgelöst. Weshalb? Nun, vermutlich sind die jüdischen Mitorganisatorinnen und Mitorganisatoren allesamt Antisemiten…wie der ehemalige Finanzminister von Griechenland, Yanis Varoufakis, der als Gastredner eingeladen war.

Varoufakis, ein Antisemit? Wer weiß…schließlich bekam er von ganz oben, explizit wegen der Veranstaltung, ein Einreise- und Betätigungsverbot für die Bundesrepublik. Wie war das doch gleich nochmal mit dem Schengenraum und der Reise- und Residenzfreiheit für alle EU-Bürgerinnen und EU-Bürger? Vergiss´ es!

Wehret den Anfängen! Als nächstes kämen dann Solidaritätsveranstaltungen mit den Kurden, den Uiguren, den Eritreern, den Jemeniten, den Jesiden…Wo sollte das noch hinführen, und vor allen Dingen, was würde Annalena Baerbock dazu sagen? Irgendwann ist dann auch mal gut. Wir können uns nicht um jeden kümmern. Oder?

Letzter Akt: Schnauze voll

Schnauze Voll

Liebe Gestalterinnen und Gestalter in Berlin und anderswo, die Verantwortung für das Land übernehmen, es nach vorne bringen und zukunftsfest machen wollen. Wisst Ihr was? Ihr braucht mich nicht irgendwo abholen und nach irgendwo mitnehmen. Lasst mich einfach in Ruhe mit Eurem wohlfeilen Geschwätz über die Staatsraison, über die uneingeschränkten Solidarität, mit wem, oder mit was auch immer, über die westliche Wertegemeinschaft, über den Schutz von Minderheiten, über die Menschenrechte, über Frauenrechte, über feministische Aussenpolitik, und, und, und.

Ich habe die Schnauze gestrichen voll. Reicht es nicht, dass Ihr all diese „Essentials“, die uns von Unrechtsstaaten unterscheiden sollen, je nach Sachlage und finanziellen Interessen, mal so und dann wieder so auslegt, oder gleich auf den globalen Märkten verramscht? Müsst Ihr dazu auch noch lügen?

Ich möchte und werde mir Euer Geschwätz nicht mehr antun. So blöd kann keiner sein.

Zusammenfassung:

Zusammenfassung Texte

Falls Sie keine Lust haben, den langen Originaltext zu lesen, hier eine knackige Zusammenfassung mit einer Prise Sarkasmus:

In meinem letzten Werk „So blöd kann keiner sein…oder?“ habe ich mich genüsslich dem erbärmlichen Populismus und der angeblichen Überfremdung Deutschlands gewidmet. Nun, da der Nahe Osten kurz vor der Explosion steht und unsere Politiker und Medien mit ebenso erbärmlichen Kommentaren glänzen, dachte ich mir: Zeit für ein Update!

Kurz gesagt, das Britische Empire hat uns einen wunderschönen gordischen Knoten in Nahost hinterlassen, den keiner so richtig lösen will. Stattdessen wird viel geredet und wenig gehandelt – außer natürlich, man zählt das Verbreiten von altbekanntem Populismus als Handlung. Die Deutschen? Ein bunter Mix, der sich nicht so einfach unter einen Hut bringen lässt, außer man möchte populäre Mythen bedienen.

Die Realität ist: Die Naziverbrechen waren einzigartig und monströs, und daran wird auch ein Alexander Gauland nichts ändern, der die NS-Zeit gerne als „Vogelschiss“ verharmlost. Werde ich also als Relativierer gesehen, nur weil ich nicht ins typische Schwarz-Weiß-Denken passe? Offenbar ja, denn sobald man in Deutschland den Kopf zu kritischen Themen erhebt, steht schnell der Vorwurf des Antisemitismus im Raum.

Oh, und falls Sie sich fragen, ob ich in den Chor der Israelkritiker einstimme: Ja, tue ich. Nicht, weil ich Antisemit bin, sondern weil ich finde, dass politische Entscheidungen und militärische Aktionen kritisch hinterfragt werden dürfen – unabhängig vom Land. Und bevor Sie fragen: Nein, das macht mich nicht zum Fan von Hamas oder Erdogan.

So, das war’s – ein Rundumschlag zur aktuellen Lage, ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen. Wer es detaillierter mag, kann gerne den kompletten Essay lesen – oder auch nicht. Manchmal ist mehr eben doch mehr.

Bildquellen:
  • Zusammenfassung-Texte: Peter Wilhelm ki
  • Krieg: Peter Wilhelm ki
  • Gruendung-Israel: Peter Wilhelm ki
  • Auge-um-Auge: Peter Wilhelm ki
  • israel: Peter Wilhelm ki
  • gordischer-knoten: Peter Wilhelm ki
  • solidaritaet-ukraine: Peter Wilhelm ki
  • doppelzuengigkeit: Peter Wilhelm ki
  • schnauze-voll: Peter Wilhelm ki
  • so-bloed-kann-keiner-sein: Peter Wilhelm ki
  • chaos-politik: Peter Wilhelm ki


Ich habe noch einmal die wichtigsten Schlagwörter (Hashtags) dieses Artikels für Sie zusammengestellt, damit Sie sich besser orientieren können:

Schlagwörter: , , ,

Spitze Feder – Spitze Zunge

Diese Kolumne schreibt vorwiegend Peter Grohmüller seine Gedanken zur Welt und dem Geschehen unserer Zeit auf.
Seine fein geschliffenen „Ergüsse“ – wie er selbst sie nennt – erfreuen sich großer Beliebtheit.

Hin und wieder erscheinen in dieser Kolumne auch Beiträge anderer Autoren, die dann jeweils entsprechend genannt werden.

Die Texte sind Satire, Kommentare und Kolumnen. Es handelt sich um persönliche, freie Meinungsäußerung.

Für die Texte ist der jeweilige Autor verantwortlich.

Lesezeit ca.: 19 Minuten | Tippfehler melden | © Revision: 22. April 2024 | Peter Grohmüller 22. April 2024

Lesen Sie doch auch:


Abonnieren
Benachrichtige mich zu:
guest
0 Kommentare
Inline Feedbacks
View all comments



Rechtliches