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Alle Jahre wieder – das Schwarzbuch

Alle Jahre wieder – das Schwarzbuch

Fiktiver Dialog in irgendeiner Fußgängerzone in diesem unserem Lande: „Guten Tag, lieber Mitbürgerinnen und Mitbürger, könnte mir bitte mal jeder von Euch 375 € geben, ich würde sie nämlich gerne da vorne in den Gully werfen“. Mit etwas Glück würde eine solche Aktion für den Fragenden nicht damit enden, dass zwei humorlose, ganz in weißen Mediziner-Dress gekleidete Herren dem Spuk ein jähes Ende bereiten, ihn in eine modisch geschnittene Zwangsjacke kleiden und einer psychiatrische Behandlung überstellen; obwohl diese Story mit den 375,00 € alljährlich geschieht!

Alle Jahre wieder veröffentlich der Bund der Steuerzahler ein giftiges Büchlein (vulgo Schwarzbuch), in dem nachzulesen steht, wieviel Knete der Staat im abgelaufenen Geschäftsjahr für nix und wieder nix in eben jenen Gully versenkt hat, ohne dass auch nur ein Fünkchen an Nutzen für die Allgemeinheit dabei erbracht wäre. Auf Heller und Cent lässt sich die Höhe des merkwürdigen Schwundes natürlich nicht bestimmen; bei zig Tausenden von Amts-, Würden- und Bedenkenträgern, die landauf landab bemüht sind, Opernhäuser, Flughäfen und Bahnhöfe zu bauen, geht schon mal der Überblick verloren und die eine oder andere Milliarde über die Wupper, bzw. den Neckar, die Elbe oder die Spree.

Alle Jahre wieder - das SchwarzbuchAlle Jahre wieder - das Schwarzbuch

Kurzum: da kommt schon einiges zusammen, und für 2015 kann man locker von 30 Milliarden € ausgehen, was bei 80 Millionen Einwohnern statistisch gesehen eben jene 375,00 € pro Kopf bedeutet. Die gute Nachricht lautet: es muss deutliche weniger als 2014 gewesen sein. Denn sonst hätte Manuela Schwesig vom Familienministerium nicht dermaßen ihre Schatulle aufreißen und ab 2017 das Kindergeld um satte 2,00 € pro Monat erhöhen können; und vermutlich wird 2016 noch weniger verschludert, denn ab 2018 legt die Gute, so sie denn noch Ministerin für Gedöns ist, nochmal eine Schippe in gleicher Höhe drauf. 4,00 €, und das pro Kind und pro Monat. Chapeau! Da werden in den Harzt-4-Chalets die VEUVE-MONSIGNY-Champagner-Korken aber so was von knallen…ähm, habe die Pullen von Aldi überhaupt Korken? Egal. Es wird ja noch besser!

Ihr Kollege von der Bundessparkasse, Wolfi Schäuble will nämlich all jene, denen 2015 die 375,00 € aus dem Portemonnaie gekrallt wurden, nächstes Jahr sogar um 15 Milliarden € erleichtern, Pardon, es muss natürlich heißen entlasten. Das wären dann 187,50 € pro Kopf…? He. Leute, wer wird denn so undankbar sein und fragen, weshalb Wolfi nicht gleich darauf achtet, dass die 375,00 € bei den Bürgerinnen und Bürgern bleiben und nicht für allen möglichen sinnlosen Protz und Rotz rausgehauen werden? Der ewig nörgelnde Steuerzahler sollte der Obrigkeit dankbar sein, dass die jetzt schon plant, nächstes Jahr eben nur 187,50 € pro Kopf zu verprassen. Das ist doch schon mal was, oder?

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Peter Grohmüller

Peter Grohmüller

Hallo, ich bin Peter Grohmüller und leide nicht an dieser Welt, aber mir fällt ihr Leiden auf.

„This world is sick and we are the doctors.“

Wenn es eine Wunde gibt, dann muß man sie entweder heilen oder Salz hineinstreuen. Wir, das sind die Kritischen, die Hinterfragenden und die Lallbackenentlarver. – So einer bin ich.

Alle namentlich gekennzeichneten Beiträge geben allein die Meinung des Autors wieder.


peter wilhelm autorenlesung
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  1. Georg
    Georg 23 Oktober, 2016, 10:08

    So etwas kann einen Bremer nicht aufregen,denn hier im Dorf mit Strassenbahn sind die wahren Meister in Geld verbrennen beheimatet.Eine neue Fahrradstrasse obwohl daneben ein gut ausgebauter Radweg existiert und dann wollen die Radler diese tolle Strasse nicht nutzen dieses undankbare Pack,ein teures Grundstück an einen Investor fast schon verschenkt so günstig bekam er es,ein Einkaufszentrum kaufen welches nicht gut läuft und einem Investor anbetteln es zu nehmen dafür würde man auch einige Millionen Euronen unter dem Wert bleiben nur der Investor wollte dann doch nicht und nun hat der Senat ein fast leeres Einkaufszentrum,ach ja und dann das Desaster mit der Bremer Landesbank,viel Geld reingesteckt,Bank fast Pleite,Landesbank Niedersachsen schluckt sie nun zur gänze und der Senat bekommt sein bzw.unser Geld nicht wieder und so weiter und so fort………………

    Antwort auf diesen Kommentar

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