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Bloggen, aber wie?

Bloggen, aber wie?

Ein eigenes Blog zu haben ist ja inzwischen so wichtig, wie ein eigenes Handy zu haben. Haste keins, biste niemand.

Aber wie kommt man nun an sein eigenes Blog?

1. Fertigangebote
Man kann sich bei einem der zahlreichen Anbieter für fertige Blogs anmelden. Diese findet man in Hülle und Fülle, wenn man danach in den Suchmaschinen schaut. Nach einer kurzen Anmeldung kann man zumeist sofort loslegen und sein Blog mit Inhalten füllen.

Hier gibt es kostenlose und werbefreie Varinaten aber auch solche mit Werbung des Anbieters und natürlich auch kostenpflichtige Angebote.


Vorteil: Schnell und bequem eingerichtet, wenig Pflegeaufwand, schon kostenlos zu haben.
Nachteil: Wenig Möglichkeiten der Anpassung, oft unerwünschte eingeblendete Werbung und oft auch kostenpflichtig.
Fazit: Geeignet für Menschen, die mit wenig Aufwand bloggen wollen

Bloggen, aber wie?Bloggen, aber wie?

2. Blog auf eigener Präsenz
Mittels einer eigenen Blogsoftware, wie z.B. WordPress usw., die man auf seinen bereits vorhandenen Webspace hochlädt, kann man ebenfalls prima bloggen. Um WordPress zu installieren sind gewisse Grundkenntnisse erforderlich, da eine MySQL-Datenbank angelegt werden muss und man ein FTP-Programm bedienen können muss. Hat man diese (kleine) Hürde überwunden, steht dem Bloggen nichts mehr im Wege.

Vorteil: Völlig freie Anpassung des Blogs an eigene Bedürfnisse. Keine Rücksichtnahme auf Spielregeln eines Bloganbieters, keine unerwünscht eingeblendete Werbung durch Bloghoster.
Nahezu völlige Kontrolle über die Abläufe im Blog.
Nachteil: Evtl. Kosten für die eigene Präsenz, Domainkosten, etwas höherer Pflegeaufwand.
Fazit: Für alle, die es perfekt haben wollen und den etwas höheren Aufwand nicht scheuen.

3. Blog im Rahmen des Hostings
So wie Mailer, CGI-Scripte und Shops bieten viele Webspaceanbieter wie z.B. Strato ihren Kunden auch vorinstallierte Blogs an. Damit ist eine Kombination aus den oben beschriebenen Blogtypen geschaffen worden.

Vorteil: Teilweise Anpassung möglich, im des Webspace bereits inbegriffen, weniger bis mittlerer Pflegeaufwand.
Nachteil: Unter Umständen eingeblendete Werbung, keine freie Wahl der Blogsoftware, teils eingeschränkte Funktionalität.
Fazit: Kann man nutzen, weil es eh „schon dabei“ ist.

Neben den geschilderten Varianten gibt es noch einige Nebenvarianten, die aber i.d.R. auf den obigen basieren.

Etwas Vorsicht ist geboten, wenn man plötzlich unaufgefordert ein Blog gewonnen haben soll. Viele Internetbenutzer erhalten in diesen Tagen und Wochen Mails in denen die freudige Botschaft überbracht wird, man habe ein Luxus-Blog gewonnen.

Hierbei handelt es sich um ein Subdomainblog, bei dem man sich aus einer bestimmten Anzahl mehr oder weniger hübsch gestalteter Vorlagen eine aussuchen darf. Auf diese Weise kommt man recht schnell an ein sauber gestaltetes Blog. Vielfach sind die Einstellungs- und Gestaltungsmöglichkeiten sehr eingeschränkt. In den meisten Fällen muss man überdies eine fremde eingeblendete Werbung hinnehmen.
Der Haken an der Geschichte ist aber häufig, dass das vermeintlich kostenlose Blog nur für einen bestimmten Zeitraum kostenlos ist. Zumeist bekommt man es für 6 Monate oder ein Jahr. Danach werden horrende monatliche Gebühren von rund 6 Euro fällig.
Hat man sich aber erst einmal unter dieser Subdomain etabliert und weist das Blog erst mal Hunderte von Einträgen auf, tut man sich nach Ablauf der kostenlosen Phase schwer, diese dann kostenpflichtige Präsenz wieder zu verlassen. Alle Pingbacks, Trackbacks und Links würden bei einem Umzug nicht mehr stimmen und diesbezüglich würde man bei Null anfangen.

Auch bei vermeintlich kostenlosen, werbefreien Angeboten ist oft Vorsicht geboten! Man sollte sich die Geschäftsbedingungen genau durchlesen um sicher zu sein, dass der Anbieter nicht doch irgendwann der Blog mit Popups und anderer Werbung zupflastert.

Wie bei allem heißt es auch hier: Augen auf!

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Peter Wilhelm

Peter Wilhelm

Fachjournalist Peter Wilhelm schreibt hier über die Nebensächlichkeiten der Welt.
Er liebt Technik und testet Produkte, Service und Angebote.
Der Bestsellerautor ist Chefredakteur einer Branchenzeitschrift, Sachverständiger und Fernsehexperte.
Der Satiriker veröffentlicht seine Satiren hier und eine Kolumne hier.
Der Psychologe und Dozent wurde in der Halloweennacht geboren und lebt mit seiner Familie bei Heidelberg.
Mehr über ihn erfahren Sie u.a. hier und hier.


Alle Angaben nach bestem Wissen, keine Rechts- Steuer- oder Medizinberatung! Fragen Sie einen Fachmann!


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