-Anzeige-
#ss#
-Anzeige-


Atze Schröder macht sich weiter unbeliebt

Atze Schröder macht sich weiter unbeliebt

Atze Schröder gehört meiner Meinung nach zu der Sorte Comedians, die eine feste Rolle haben und diese spielen können, aber eben nur diese eine Rolle. Auch Rüdiger Hoffmann, Martin „Aschebecher“ Schneider, Ausbilder Schmidt und einige andere gehören dazu. Mit Vollblutkomödianten, wie einem Georg Thomalla oder anderen hat das nicht viel zu tun.

Bei solchen Künstlern besteht immer die Gefahr, daß sich das Publikum an dieser einen Rolle früher oder später satt gesehen hat. Michael Mittermayer, der sehr lange ein Programm als der Fernsehzapper spielte, hat rechtzeitig den Absprung geschafft und durch neue Programme das Publikum wieder für sich interessiert.
Man muß schon ein Komiker vom Formate eines Rowan Atkinson sein, um mit einer festen Rolle (hier Mr. Bean) auf Dauer bestehen zu können.

Nun weiß aber jeder, daß Mr. Bean nur ein Rollenname ist und der Mann in Wirklichkeit Rowan Atkinson heißt und daß er, wenn er nicht Mr. Bean spielt auch ein bißchen anders aussieht. Genauso ist das bei Atze Schröder, dem selbsternannten „König von Essen-Kray“, eben jenem Essen-Kray aus dem ich zufällig stamme.



Da weiß auch jeder, daß Atze Schröder nur ein Rollenname, allenfalls ein Künstlername ist und der Mann in Wirklichkeit LORD VOLDEMORT heißt. (Den richtigen Namen sag‘ ich nicht.)
Dieser richtige Name, das wissen wir mittlerweile ja zur Genüge, war ja auch in Wikipedia und auf etlichen Webseiten monate- wenn nicht sogar jahrelang zu lesen.
Offenbar sind bestimmte Presseorgane dem armen LORD VOLDEMORT zu sehr auf die Pelle gerückt und haben es sogar gewagt, ein Foto von Herrn VOLDEMORT abzudrucken, das ihn ohne Perücke und Brille zeigt.
Das hat der LORD nicht gewollt und per Gerichtsbeschluß dieser Zeitung untersagen lassen, zu schreiben, daß er LORD VOLDEMORT heißt und das Bild zu zeigen, auf dem man sieht, wie er in Wirklichkeit aussieht. Nun gut.

Atze Schröder macht sich weiter unbeliebtAtze Schröder macht sich weiter unbeliebt

Ich möchte gar nicht beurteilen, ob Atze Schröders Stern schon am Sinken war und möchte auch gar nicht behaupten, daß der ganze Trubel um die Nennung seines richtigen Namens, inszeniert war, um Aufmerksamkeit zu erregen. Vielmehr glaube ich, daß hinter seinem rechtlich durchgesetzten Begehren, seine Privatsphäre zu wahren, tatsächlich nichts weiter als eben das verborgen war.

Um eventuellen Einsprüchen und Zweifeln an der Ernsthaftigkeit dieses Begehrens gleich von vornherein entgegen zu wirken, meinen offenbar sein Management und seine Anwälte, sie müßten nun jedem „auf die Finger hauen“, der es weiterhin wagt, den wahren Namen von Atze Schröder zu nennen.

Soweit es mir bekannt ist, haben sie das auch zumeist eindringlich, aber nicht unfreundlich getan und in den meisten Fällen wohl auch auf eine Kostennote verzichtet. Ich finde, mehr konnten sie auch nicht tun, denn ich bezweifle, daß sich aus dem Urteil gegen eine einzelne Zeitung ein allgemeiner Rechtsanspruch herleiten lässt. Sie könnten allenfalls damit drohen, es auch wieder auf so einen Rechtsstreit ankommen zu lassen und unter Bezugnahme auf das erste Urteil darauf hinweisen, daß sie möglicherweise ganz gute Karten haben.

Ich gönne Herrn VOLDEMORT-Schröder ja seine Privatsphäre, finde aber, daß er sich nunmehr wirklich unbeliebt macht.
Im RA-Blog von Rechtsanwalt Thomas Klotz gibt es etliche Artikel zu diesem Thema. Kein Wunder, der Mann interessiert sich schon von Berufs wegen für solche Sachen. In Kommentaren haben sich etliche Leser geäußert. Einer wies auf den bestehenden Telefonbucheintrag von LORD VOLDEMORT hin, ein anderer fand sogar ein Satellitenbild von VOLDEMORTS Haus. Ich habe mir erlaubt aus seinem wahren Namen und dem Künstlernamen einige satirische Verballhornungen zu machen. Wieder andere nannten freiweg mehrfach den richtigen Namen.

Daraufhin hat Thomas Klotz eine Abmahnung von VOLDEMORTS Anwälten erhalten und daß obwohl er den richtigen Namen immer schön brav und schnell gelöscht hatte.

VOLDEMORT will nicht, daß man seinen richtigen Namen nennt, Das respektiere ich und das respektieren viele andere Webmaster und Blogger. Aber daß man über diese ganze Sache jetzt nichtsmals mehr einen Spaß machen darf, das finde ich absolut daneben.
Atze Schröders Darsteller verdient sein Brot damit, daß er Späße macht, auch über andere Leute. Da sollte er es aushalten können, daß man auch über ihn Späße macht.

Ich finde, langsam wird es Zeit, daß LORD VOLDEMORT sein Management und seine Anwälte zurückpfeift.

Yahoo-News zum Gerichtsurteil
RA-Blog zur Wortmarke Atze Schröder

Dir gefällt das? Schenke mir 1 Sekunde und unterstütze mich auf Patreon

Peter Wilhelm

Peter Wilhelm

Fachjournalist Peter Wilhelm schreibt hier über die Nebensächlichkeiten der Welt.
Er liebt Technik und testet Produkte, Service und Angebote.
Der Bestsellerautor ist Chefredakteur einer Branchenzeitschrift, Sachverständiger und Fernsehexperte.
Der Satiriker veröffentlicht seine Satiren hier und eine Kolumne hier.
Der Psychologe und Dozent wurde in der Halloweennacht geboren und lebt mit seiner Familie bei Heidelberg.
Mehr über ihn erfahren Sie u.a. hier und hier.


Alle Angaben nach bestem Wissen, keine Rechts- Steuer- oder Medizinberatung! Fragen Sie einen Fachmann!


peter wilhelm autorenlesung
-Anzeige-

Hinterlasse einen Kommentar

Hinterlasse den ersten Kommentar!

Benachrichtige mich zu:
avatar
wpDiscuz
Lesen Sie weiter:
Ich bin gewaschen und rasiert

... hat Herr Beck jetzt auch einen Job für mich? Wenn mich auf dem Weihnachtsmarkt...

Schließen