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Ich bin froh, dass Ben Hur geplatzt ist

Ich bin froh, dass Ben Hur geplatzt ist

Inzwischen bin ich ja sozusagen heilfroh, daß das Große Wagenrennen hier in Mannheim ausgefallen ist. Wir hatten uns die Karten dafür gekauft und ein befreundetes Ehepaar auch noch bewegt, sich Tickets zu holen. Dann kam die große Enttäuschung, als der Veranstalter das Rennen kurzerhand absagte. In der hiesigen Lokalzeitung, dem „Mannheimer Morgen“ waren noch recht vollmundige PR-Artikel erschienen und überall hingen noch die großen Plakatwände voll mit der Ankündigung des Rennens.
Aber dann kam die Absage und ich hatte meinen Bekannten gegenüber schon ein bißchen ein schlechtes Gewissen.
Denn jetzt kommt die Rücksendung der Tickets, das Rückbuchen des Eintrittspreises und der Verlust der Vorverkaufsgebühr auf uns zu.

Ich bin froh, dass Ben Hur geplatzt istIch bin froh, dass Ben Hur geplatzt ist

Aber nunmehr muß ich sagen, daß ich froh bin darüber, denn Leserin Yvonne schreibt zu meinem ursprünglichen Artikel einen Kommentar, den ich auf seine Richtigkeit nicht überprüfen kann, da ja die Veranstaltung hier nicht stattgefunden hat, den ich aber durchaus für wahrscheinlich halte:

…hier mal mein Review vom Event in Halle:

Das Positive vorneweg: Pferde, Wagen, Wagenlenker erstklassig und sehr freundlich, das Rennen war spannend und man hat Freude gehabt es zu verfolgen, auch als nicht Pferde-Kenner!Zur Veranstaltung: Ein Riesenschock war die Aufmachung. Vom versprochenen römischen Markttreiben (in Lokalzeitungen groß angekündigt) war nichts vorzufinden. Dafür hässliche Volksfest-Buden wie auf jedem drittklassigen Rummelplatz. Dabei gibt es so viele Mittelaltermarkt-Händler und Stände die man hätte buchen können. Legionäre hat man vergebens gesucht ebenso die 30 Streitwagen, von denen nur 16 da waren. Am grauenvollsten war die musikalische Dauerbeschallung mit Oldies aus den 80ern und nicht mal die Originalmusik aus Ben Hur hat die Rennen eingeleitet sondern die immer gleich abgwürgte Aida Melodie….es gibt so viele Soundtracks und klassische Stücke. Atmosphäre kam also null auf und auch um sein Geld fühlte man sich betrogen als man sah, dass die exorbitant teuren Sitzplätze vom Regen durchnässt warem und zudem von Buden verstellt. Man hatte also keine Sicht auf die Rennbahn. Wirklich traurig für alle Enthusiasten und Beteiligten.

Da ist es mir lieber, meine Bekannten müssen sich ihr Geld zurückfordern, als daß sie es für so etwas ausgegeben hätten.

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Peter Wilhelm

Peter Wilhelm

Fachjournalist Peter Wilhelm schreibt hier über die Nebensächlichkeiten der Welt.
Er liebt Technik und testet Produkte, Service und Angebote.
Der Bestsellerautor ist Chefredakteur einer Branchenzeitschrift, Sachverständiger und Fernsehexperte.
Der Satiriker veröffentlicht seine Satiren hier und eine Kolumne hier.
Der Psychologe und Dozent wurde in der Halloweennacht geboren und lebt mit seiner Familie bei Heidelberg.
Mehr über ihn erfahren Sie u.a. hier und hier.


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