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    Griechische Schulden

    10 Hinweise, um zu verstehen, warum Griechenland so weit gekommen ist …

    In einem sehr strengen Artikel gegen Griechenland hat der Daily Mail (New York) einige dieser Verschwendungen oder steuerlichen Missbräuche aufgezählt, gegen die die Papandreou-Regierung zu kämpfen versucht:

    1.       Die Metro von Athen ist klimatisiert und bietet Plasma-Bildschirme, um die Fahrgäste zu unterhalten. Und sie ist gratis für die 5 Millionen Einwohner der Hauptstadt. Das heißt, eigentlich ist sie es nicht, aber weil es keine Schranken gibt, um Passagiere ohne Ticket am Durchgang zu hindern, gibt es nur wenige Fahrgäste, die sich darum kümmern, ein Ticket zu lösen. Übrigens ist die Athener Metro, die 1,7 Milliarden Euro gekostet hat, vom europäischen Steuerzahler bezahlt worden.

    2.       Das durchschnittliche Jahreseinkommen der Angestellten der griechischen nationalen Eisenbahngesellschaft einschließlich der Arbeiter und des Reinigungspersonals der Züge beträgt 70.000 Euro. Dieser Personalaufwand macht ein Drittel der Angestellten im privaten griechischen Sektor aus.

    3.       Der Jahresumsatz dieser Gesellschaftbeläuft sich auf ca. 90 Millionen Euro, denen 575 Millionen zahlbare Gehälter gegenüber stehen! Das hat selbst einen griechischen Politiker zu der Bemerkung veranlasst, dass es billiger gewesen wäre, die Passagiere mit privaten Taxis zu befördern.

    4.       Innerhalb eines Jahrzehnts hat sich das Gehaltsvolumen der öffentlichen Hand verdoppelt.

    5.       Für mehr als 600 Berufe, die als „hart und gefährlich“ bezeichnet werden,  liegt das Rentenalter bei 50 Jahren mit einem Rentenanspruch von 95 % des letzten Jahreseinkommens. Zu diesen harten und gefährlichen Berufen gehören u.a. Konditoren, Radiosprecher, Frisöre und Masseure in türkischen Bädern.

    6.       Die Steuererklärungen werden von den Steuerzahlern selbst ausgefüllt und selten überprüft. So geben in einem Land mit 12 Millionen Einwohnern lediglich 5000 Personen an, mehr als 100.000 Euro im Jahr zu verdienen. Dabei besitzen 60.000 griechische Haushalte mehr als 1 Million Euro an Investitionen, ohne von den im Ausland investierten Summen zu sprechen. Zahlreiche griechische Steuerzahler geben an, nur 12.000 Euro im Jahr zu verdienen, obwohl sie Schiffe, Zweitwohnungen auf griechischen Inseln und Grundbesitz im Ausland haben.

    7.       Wenn sich ein Finanzbeamter darüber aufregt, überreicht man ihm ein „fakelaki“, einen Umschlag mit Bargeld. Es gibt sogar eine Art informellen Tarifs, der bis zu 10.000 Euro bei den reichsten Haushalten geht. Es heißt, dass die durchschnittliche griechische Familie 2.000 Euro im Jahr zahle.

    8.       Die großen griechischen Reeder, die reichsten des reichen Vororts Kifissia,  sind wegen der angeblichen Gewinne, die sie dem Land einbringen, von Steuern befreit. Die Werften sind jedoch leer und nur 500 Arbeiter bleiben, um die Schiffe der sterbenden Schifffahrtsgesellschaften zu warten.

    9.       Lediglich 300 Einwohner der reichen Athener Vorstadt Kifissia  geben an, einen Swimmingpool zu besitzen. Die tatsächliche Zahl wird auf 20.000 geschätzt.

    10.   Insgesamt gehen dem Land jährlich 45 Milliarden Euro durch Steuerhinterziehung verloren.

    „Nachdem sie sich eine Schlacht mit der Polizei geliefert haben, kampieren  nach wie vor tausende Manifestanten auf dem Platz, um auf die Entscheidung ihrer Politiker zu warten, die in der kommenden Woche über die strengen Sparmaßnahmen abstimmen sollen, die ihnen von Europa auferlegt wurden. Diese Manifestanten sollten ihren Zorn jedoch gegen ihr Land richten, gegen diejenigen Griechen, die sich jahrelang darauf konzentriert haben, ihrem Staat die Summen zu hinterziehen, die sie ihm schuldeten“, lauten die bitteren Schlussfolgerungen des Daily Mail.

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