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Wie funktioniert eine Haartransplantation?

Viele Menschen, speziell Männer, haben mit Haarausfall zu kämpfen. Auch wenn es gesundheitlich kein Problem darstellt, fühlen sich Betroffene oft unsicher und leiden unter einem geringen Selbstbewusstsein. Im Kampf gegen den Haarausfall versprechen zahlreiche Mittelchen und Produkte Abhilfe – aber nur die wenigsten halten, was sie versprechen. Mittels Haartransplantation kann das Problem Haarausfall nachhaltig gelöst werden.

Was eine Haartransplantation ist, wie der Eingriff abläuft und ob damit Risiken verbunden sind, zeigt dieser Artikel.

Was ist eine Haartransplantation?

Mit dem Begriff Haartransplantation wird eine Verpflanzung von Haaren bezeichnet. Bei diesem Eingriff werden aktive Follikel von gesunden Haaren aus dicht bewachsenen Körperregionen entnommen und an kahle Stellen verpflanzt.

Besonders bei Männern im mittleren Alter ist der Haarausfall an Ober- und Vorderkopf ein häufiger Grund für eine Haarverpflanzung. Die meisten Haartransplantationen finden im Alter zwischen 30 und 50 Jahren statt. Doch auch viele Frauen wünschen sich einen dichteren Haaransatz oder möchten ihre Geheimratsecken kaschieren.

Warum ist eine Haartransplantation sinnvoll?

Betroffene, die kahle Stellen am Kopf oder auch im Bartbereich aufweisen, haben oftmals mit einem hohen Leidensdruck zu kämpfen. Denn dichte und gesunde Haare sind in unserer Gesellschaft ein Zeichen von Schönheit und Vitalität.

Auf dem Markt gibt es mittlerweile eine Fülle an Produkten, die ein dichtes Haarwachstum garantieren sollen – egal, ob als Shampoo oder Kapseln zum Einnehmen. Alle diese Produkte haben jedoch eines gemeinsam: Die Wirkung ist nicht garantiert. Stattdessen tritt bei vielen Betroffenen monatelang keine Verbesserung ein und das Geld ist zum Fenster herausgeschmissen. Sogar Nebenwirkungen können einige der Produkte mit sich bringen.

Eine Haartransplantation ist eine nachhaltige Lösung für Haarausfall, die ohne Nebenwirkungen auskommt. Obwohl der Eingriff nicht günstig ist, stellt er eine langfristige Investition dar – denn die verpflanzten Haare bleiben meist bis zum Lebensende erhalten.

Welche Techniken gibt es?

Haarausfall wird in der Regel durch eine Transplantation von Eigenhaar kaschiert. Wie bereits erwähnt, werden dabei an dicht bewachsenen Körperstellen Haare mitsamt Wurzel entnommen und an der lichten Stelle eingepflanzt.

Zwei verschiedene Techniken kommen für eine Haartransplantation infrage – die FUE-Technik und die STRIP-Methode.

FUE-Technik (Follicular Unit Extraction)

 

Bei der FUE-Technik werden einzelne Haarwurzelgruppen entnommen und verpflanzt. Der Eingriff erfolgt mit einer kleinen Hohlnadel, welche winzige Hautstellen mit den intakten Haarwurzeln heraussticht. So entstehen nur kleine Wunden, welche nicht vernäht werden müssen und auch keine nennenswerten Narben bilden. Die Schmerzen während der Haartransplantation können von einem Brennen bis zu einem leichten Ziehen auf der Kopfhaut reichen.

STRIP-Methode

 

Die STRIP-Methode wird heutzutage kaum mehr zur Haartransplantation angewendet. Sie erfolgt über die chirurgische Entnahme eines kleinen Hautstreifens des Hinterkopfs, welcher ausreichend Haarwurzeln zur Verpflanzung enthält. Nach Ausstanzung des Hautstreifens wird die Haut wieder vernäht, sodass nur eine kleine Narbe zurückbleibt, die in der Regel von Haaren überdeckt wird.

Was muss nach einer Haartransplantation beachtet werden?

Nach einer erfolgreichen Haartransplantation wird der Kopf für ein bis zwei Tage mit einem Verband geschützt, sodass die kleinen Wunden in Ruhe abheilen können. Ab dem zweiten Tag kann ein juckendes Gefühl am Kopf entstehen, das durch die Heilungsprozesse verursacht wird. Auch etwas Gewebewasser wird austreten und regelmäßig das Kopfkissen durchnässen.

In dieser Zeit darf der entsprechende Bereich keinesfalls gekratzt oder mechanisch belastet werden. Auch das Haarewaschen muss besonders vorsichtig erfolgen – mindestens die ersten vier Wochen nach dem Eingriff sollte die Kopfhaut komplett geschont werden.

9 Monate nach der Transplantation werden die ersten Ergebnisse sichtbar und nach zwölf Monaten ist der Effekt in der Regel endgültig zu sehen.

Welche Risiken birgt eine Haartransplantation?

Grundsätzlich ist die Haartransplantation ein harmloser Eingriff zur Behandlung von Haarausfall, ohne nennenswerte gesundheitliche Risiken. In Ausnahmefällen können sich die kleinen Wunden entzünden und winzige Narben auf der Kopfhaut hinterlassen. Eine Erfolgsgarantie bietet der Eingriff jedoch nicht – damit möglichst wenig Haarfollikel abgestoßen werden, ist es besonders wichtig, die Transplantation von Experten durchführen zu lassen.

 


 

Bildquellen

  • export-pexels-hasibullah zhowandai-small: Hasibullah Zhowandai Pixabay
Lesezeit ca.: 4 Minuten - Tippfehler melden - Thomas von Görditz 7. Dezember 2022

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