Mein Toyota Yaris Hybrid Baujahr 2025 hat logischerweise ein automatisches Getriebe. Dort finde ich u.a. die Fahrstellung D. Es gibt aber auch eine Stellung des Wahlhebels B. Was ist da der Unterschied?
Beim Toyota Yaris Hybrid Baujahr 2025 ist D die normale Fahrstellung und B im Wesentlichen eine Stellung für verstärkte Motorbremswirkung. Der Unterschied ist wichtig, weil B nicht etwa für einen besonders sparsamen „Battery“-Modus steht.

Der Yaris Hybrid besitzt ein stufenlos arbeitendes Hybrid-Getriebe (Toyota bezeichnet die Getriebeart als CVT; technisch arbeitet der Hybridantrieb mit einem Leistungsverzweigungsgetriebe). Beim Verzögern kann das System Bewegungsenergie über den Elektromotor zurückgewinnen und in die Hybridbatterie einspeisen.
- D = Drive ist deshalb praktisch immer die richtige Wahl. Man fährt ganz normal in D, auch bergauf und bergab. Nimmt man den Fuß vom Gas oder bremst leicht, verzögert der Yaris zunächst soweit sinnvoll regenerativ: Der Elektromotor arbeitet als Generator und lädt die Hybridbatterie. Das Auto entscheidet selbst, wie Verbrennungsmotor, Elektromotor und Rekuperation zusammenspielen.
- B = Brake ist dagegen vor allem für längere oder steile Gefällestrecken gedacht. In B erzeugt das Hybridsystem eine deutlich stärkere Dauerbremswirkung. Dabei wird bei Bedarf auch der Verbrennungsmotor zur Motorbremsung herangezogen – ähnlich wie bei einem herkömmlichen Auto, bei dem man vor einer langen Bergabfahrt einen niedrigeren Gang einlegt.
Das führt zu einem zunächst etwas überraschenden Punkt: B ist normalerweise nicht die sparsamere Stellung. Wenn man beispielsweise mit 80 km/h eine normale Landstraße entlangfährt und vor einer Ortschaft langsamer werden möchte, ist es in aller Regel besser, in D zu bleiben und sanft zu bremsen. Dann kann der Hybrid möglichst viel Bewegungsenergie elektrisch zurückgewinnen. Toyota beschreibt ausdrücklich, dass beim Bremsen und Rollen Bewegungsenergie in elektrische Energie umgewandelt und der Batterie zugeführt wird.
B braucht man beispielsweise bei einer längeren Abfahrt im Schwarzwald oder in den Alpen. Stell Dir eine Passstraße vor, auf der es kilometerlang mit 8 oder 10 Prozent Gefälle bergab geht. Würdest Du dort ständig mit dem Bremspedal arbeiten, müssten die Bremsen dauerhaft Energie in Wärme verwandeln. In B hält das Fahrzeug stärker dagegen und entlastet die Radbremsen.
Dabei kann etwas passieren, das einen Hybrid-Neuling irritiert: Der Benzinmotor kann plötzlich hörbar hochdrehen, obwohl man überhaupt kein Gas gibt. Das ist in B bei einer entsprechenden Bergabfahrt völlig normal. Der Motor wird dann zur Bremswirkung benutzt; er verbraucht dabei nicht zwangsläufig entsprechend Kraftstoff. Ein Teil der überschüssigen Bewegungsenergie wird schlicht durch die Schleppwirkung des Motors vernichtet.
Eine einfache Faustregel für Ihren Yaris lautet daher:
- D: praktisch immer – Stadt, Landstraße, Autobahn, normale Gefälle.
- B: längere, stärkere Bergabfahrten, wenn man eine dauerhafte zusätzliche Bremswirkung wünscht und die normalen Bremsen entlasten will.
- B nicht verwenden, um im normalen Alltag vermeintlich besonders viel Strom zurückzugewinnen. Dafür ist D mit sanftem Bremsen besser geeignet.
Und noch etwas Interessantes am Toyota-Hybrid: Das Bremspedal bedeutet nicht automatisch, dass die mechanischen Bremsen arbeiten. Bei leichter Betätigung versucht das System zunächst, möglichst viel über den Generator abzubremsen und dabei Strom zu erzeugen. Erst wenn stärkere Verzögerung erforderlich ist, werden die normalen Reibungsbremsen entsprechend zugemischt. Genau deshalb kann man einen Toyota-Hybrid sehr effizient fahren, indem man frühzeitig und sanft verzögert. Toyota nennt die Energierückgewinnung beim Bremsen und Rollen ausdrücklich als Bestandteil seines Hybridsystems.
Kurz gesagt: D ist zum Fahren da, B hauptsächlich zum längeren Bergabfahren. Für den normalen Alltag kann man den Wahlhebel praktisch dauerhaft auf D lassen.
Bildquellen:
- hubruto_800x500: toyota


















Ich würde behaupten, das liegt ausschließlich am Fahrer ob das sparsamer ist mit oder ohne B. Wenn man eben oldschool einfach den Fuß vom Gas nimmt und eine starke bremswirkung eingestellt hat, macht es wenig Sinn, aber genau wie das leichte Bremsen, muss man hier den Fuß auch nur leicht vom Gas nehmen um eben die gleiche bremswirkung zu haben. Mit dem unterschied das man kontrolliert die maximale e Bremse nutzen kann ohne die mechanische Bremse einzusetzen, mit etwas Gefühl kann man hier auch ausrollen, also die Verbrauchssnzeige bei +/-0 halten.
Mit ein stark eingestellten Bremswirkung kann man außerdem schon fast One Pedal Driving simulieren.
Finde es sowieso faszinierend wie grundlegende unterschiedlich Gas Pedale und Bremsen funktionieren, je nachdem ob man Schalter, Automatik, Hybrid oder e-Auto fährt, und trotzdem adaptiert das unser Hirn sofort.
Beispiel Gaspedal Schalter vs DSG
Schalter ist Geschwindigkeit ein Ergebnis aus Gang und Gaspedalposition, wenig Gas im kleinen Gang ist langsamer als die gleiche Gas Position im hohen Gang.
Beim Automatik ist die gaspedalposition hingegen 1:1 mit einer Geschwindigkeit verknüpft…
Ich habs ja ausprobiert.
Bei meinem Fahrprofil, fast ausschließlich Orts- und Stadtverkehr und ein bißchen Autobahn, ergibt die B-Stellung überhaupt keinen Sinn.
Dazu muss ich sagen, dass ich im Display immer die Rekuperations- und Motoransicht aktiviert habe, also stets sehen kann, welcher Motor was macht.
In D rekuperiert das Auto eigentlich ständig. Gerade im Stadtverkehr würde man ja sowieso häufig verzögern oder bremsen. Das fängt der Motor als Generator fast zu 100% zur Energierückgewinnung ab.
In B hingegen springt der Verbrenner tatsächlich völlig irre und unnötig an, weil das System immer meint, es müsse die Motorbremse nutzen. Das ist zwar immer nur kurz der Fall, weil der Verbrenner dann ausgeht und nur noch als Schlepplast mitläuft, aber die Energie wird halt nicht so gut in die Akkus geleitet.
Besser wäre es, man könnte die Rekuperationswirkung separat einstellen, wie das bei anderen Autos, z.B. Tesla, geht. Bei meinem günstigen Toyota geht das nicht.
Ich muss aber auch sagen, dass ich es schaffe stets knapp unter 4 Liter/100 km zu bleiben.
Ich war seit Anschaffung des Wagens so selten an der Tankstelle, dass ich immer noch kurz nachdenken muss, auf welcher Seite die Tankklappe ist.