-Anzeige-
#ss#
-Anzeige-


Technivorm Moccamaster – Das vierte Jahr

Technivorm Moccamaster – Das vierte Jahr

Vor viereinhalb Jahren bekam ich eine Kaffeemaschine vom Typ Moccamaster des niederländischen Herstellers Technivorm zum Testen.
Ich hatte mich hier im Blog über die Tatsache aufgeregt, daß wir aufgrund des harten Wassers unsere Kaffeemaschinen recht häufig entkalken müssen und diese dadurch recht schnell kaputt gingen.
Dann traf der Moccamaster hier ein und ich berichtete darüber.

Aus aktuellem Anlass hole ich diesen Artikel hier (Erscheinungsdatum 01. Juli 2014) noch einmal nach oben. Grund siehe Info-Box unten!

technivorm moccamaster

Die Maschine kommt im Retro-Design daher und wurde für ihr Design auch prämiert. Doch nicht das funktionale Aussehen des Technivorm Moccamasters ist es, was diese Maschine für uns so einzigartig macht, sondern die Tatsache, daß sie seit nunmehr vier Jahren dem harten Wasser, dem täglichen Dauergebrauch und dem Entkalken trotzt.
Es sind keine engen Röhrchen aus säureempfindlichem Material verbaut, sondern ein kraftvoller Durchlauferhitzer, der es ermöglicht schnell leckeren Kaffee zuzubereiten.

Mußten wir früher beinahe jede Woche, mindestens aber 14-tägig unsere Kaffeemaschinen entkalken und diese nach spätestens einem halben Jahr ersetzen, hält der Moccamaster seit immerhin 4 Jahren locker durch.
Vielleicht zweimal im Jahr entkalken wir ihn und heute noch kocht er Kaffee so kraftvoll und schnell wie am ersten Tag.

Technivorm Moccamaster - Das vierte JahrTechnivorm Moccamaster - Das vierte Jahr

Das Gehäuse, die Kanne und alle Anbauteile sind bis auf eine Ausnahme noch in hervorragendem Zustand und könnten, würde ich vor allem den Glaswasserbehälter mal richtig putzen, durchaus noch als neu durchgehen.
Die einzige Ausnahme ist der Wasserdurchlauf, also das horizontale Rohr, durch das das heiße Wasser über den Filter geleitet wird.
Dieses hat an der Unterseite immer einen gewissen Kalkbesatz und dort hat sich durch das Entkalken (selbst mit milden Mitteln) die Verchromung abgelöst. Aber erstens kann man da nicht hinschauen und zweitens kann man das Teil für rd. 16 Euro bei Moccamaster nachbestellen.

Wenn ich Verbesserungsvorschläge vorzubringen hätte, wäre es ein Wassertank, den man mit einem Handgriff abnehmen könnte. So ließe er sich besser reinigen.
Die Kaffeekanne neigt ein wenig zum Kleckern. Das liegt an dem Rohr, das vom Deckel der Kanne bis fast zum Boden reicht und für einen besonders guten Kaffee sorgen soll.
Klappt man den Deckel zum Ausgießen nun hoch, muß man ihn auf jeden Fall so weit hochklappen, daß das Rohr komplett aus dem Kaffee emporgehoben ist, sonst trägt es dazu bei, daß man beim Eingießen kleckert.

Das sind aber Marginalien. Insgesamt besticht der Technivorm Moccamaster durch ein tolles Design, superguten Kaffee und eine unwahrscheinliche Langlebigkeit.

INFOBOX GARANTIE
Hallo Herr Wilhelm,
meine dänische Gemahlin gab mir den Tip über

http://www.moccamaster.com/dk/Welcome/Default.aspx?scenarioID=1023

die Garantiezeit auf 10 Jahre zu verdoppeln. Das klappt auch von Deutschland aus reibungslos.
Für Ihre Maschine ist es ja (wahrscheinlich) zu spät – aber für den einen oder anderen Neueinsteiger in die MoccaMaster Familie vielleicht nicht uninteressant 🙂
Allzeit perfekten Kaffeegenuß wünscht

Benno

Dir gefällt das? Schenke mir 1 Sekunde und unterstütze mich auf Patreon

Peter Wilhelm

Peter Wilhelm

Fachjournalist Peter Wilhelm schreibt hier über die Nebensächlichkeiten der Welt.
Er liebt Technik und testet Produkte, Service und Angebote.
Der Bestsellerautor ist Chefredakteur einer Branchenzeitschrift, Sachverständiger und Fernsehexperte.
Der Satiriker veröffentlicht seine Satiren hier und eine Kolumne hier.
Der Psychologe und Dozent wurde in der Halloweennacht geboren und lebt mit seiner Familie bei Heidelberg.
Mehr über ihn erfahren Sie u.a. hier und hier.


Alle Angaben nach bestem Wissen, keine Rechts- Steuer- oder Medizinberatung! Fragen Sie einen Fachmann!



peter wilhelm autorenlesung
-Anzeige-
  1. Lochkartenstanzer
    Lochkartenstanzer 1 Juli, 2014, 12:54

    > und zweitens kann man das Teil für rd. 16 Euro bei Moccamaster nachbestellen.

    Da kriegt man ja von manch anderen Hersteller ja eine fast eine ganze Kaffemaschine dafür. 🙂

    Ja ich weiß: Die muß man dann nach 1 Monat wegwerfen, zumindest wäre das bei meinem Kaffeedurchsatz so.

    Antwort auf diesen Kommentar
    • Peter Wilhelm
      Peter Wilhelm Autor 1 Juli, 2014, 13:16

      Erstens hast Du Recht und zweitens werden die Moccamaster in überschaubarer Menge handgefertigt. Das sind Produkte aus den Niederlanden und keine Roboterware aus Fernost.
      Die Maschine selbst kostet im Moment afaik 189 €.
      Das ist auch schon ein Batzen.
      Aber es gibt Berichte von Leuten, die ihren Moccamaster schon 25 Jahre haben.

      Das ist schon beachtlich.

      Und nehmen wir an, bei einer Krups- oder XYZ-Kaffeemaschine geht so etwas kaputt. Lohnt sich dann ein Nachkauf wegen des fortgeschrittenen Lebensalters und wäre das Teil wirklich günstiger?

      Außerdem: Es ist ja definitiv nicht kaputt und wahrscheinlich auch nicht kaputt zu kriegen.
      Lediglich um die Ausströmlöcher herum, man kann sie auch Tropflöcher nennen, ist die Verchromung ab. Das tut der Funktion der Maschine keinen Abbruch.

      Antwort auf diesen Kommentar
      • Lochkartenstanzer
        Lochkartenstanzer 1 Juli, 2014, 14:14

        Hallo Peter,

        Der Kommentar war natürlich nicht ganz ernstgemeint. Ich habe schon einige „Billigkaffeemschinen“ entsorgt und bin doch wieder beim Aufbrühen per Hand gelandet. Hat auch den Vorteil, daß man im Kaffeekonsum gebremst wird. Vielleicht gönne ich mir mal eine Moccamaster, denn das Konzept hat mich schon überzeugt. Aber ich befürchte, daß das meinem Kaffeekonsum zu stark unterstützt.

        Antwort auf diesen Kommentar
  2. Holger
    Holger 1 Juli, 2014, 21:06

    Mich würde viel eher sorgen, wo das Chrom geblieben ist? Im Kaffee? Na dann Prost …

    Antwort auf diesen Kommentar
    • Dave B
      Dave B 2 Juli, 2014, 09:44

      Beim schnellen Nachschauen im Netz scheint Chrom relativ unbedenktlich* zu sein und sogar förderlich wenn man Typ 2 Diabetes hat.
      Für den gepflegten Käffchentrinker mit Kuchen und Zucker ist das sozusagen die beste Lösung.

      *zumindest das Chrom was sowieso in Lebensmitteln drin ist. Welche bösen Versionen davon jetzt in der Verchromung drin sind ist eine andere Frage.

      Antwort auf diesen Kommentar
      • Peter Wilhelm
        Peter Wilhelm Autor 2 Juli, 2014, 10:09

        Ich glaube nicht, daß sich das Chrom im Kaffee wiederfindet.
        Es hat sich ja beim Entkalken und anschließenden Putzen mit einem Spülschwamm gelöst.
        Darunter sieht es mir nach Messing aus.
        Man muss sich das so vorstellen, daß die Löcher in diesem Brührohr so groß sind, daß die sich niemals mit Kalk zusetzen werden.
        Dennoch läuft die Entkalkungsflüssigkeit durch dieses Rohr und diese Löcher.
        Rund um die Löcher kann sich ein Kalkkranz bilden, der durch die Entkalkungsflüssigkeit angelöst wird.
        Das Rohr ist einfach nur aufgesteckt und leicht entnehmbar.
        Ich mache es nach dem Entkalken ab und spüle es unter dem Wasserhahn kräftig durch und reinige es mit einem Spülschwamm. Die Oberseite mit der weichen Seite des Schwamms und die Kalkrückstände mit der etwas rauheren Seite des Schwamms. Dabei löst sich dann von Mal zu Mal etwas Chrom. Schon nach dem ersten Entkalken war so viel Chrom gelöst, daß die Brühlöcher gar nicht mehr mit dem Chrom in Verbindung standen.
        Deshalb halte ich es für ausgeschlossen, daß Chrom in messbarer Menge in den Kaffee gelangt ist.

        Antwort auf diesen Kommentar
  3. Leif Ole Bottke
    Leif Ole Bottke 15 November, 2014, 19:41

    Unter http://www.moccamaster.com/dk/catalog/warranty-dk/ kann man die Garantie für seine MM (für mich die Königin der Drip-Brewer) auf lässige 10 Jahre verdoppeln – das klappt auch von Deutschland aus.

    Ein Hersteller der 10 Jahre gibt – der dürfte sich der Qualität seines Produktes seeeehr sicher sein.

    Antwort auf diesen Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Deine Mailadresse wird nicht weitergegeben.
Erforderliche Felder sind markiert*

Lesen Sie weiter:
Kirche im Dorf lassen

Diebstahl beim Arbeitgeber Die eine nahm sich einen Pfandzettel, der andere aß abgelaufene Quarkbutter, beide...

Schließen