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Technivorm Moccamaster 2013

Vor etwa drei Jahren habe ich für das Dreibeinblog eine Kaffeemaschine vom Typ Technivorm Moccamaster getestet. Damals schrieb ich:

Kaffeemaschinen halten bei uns immer nur eine begrenzte Zeit. Darüber machte ich mir in diesem Artikel hier schon vor geraumer Zeit Gedanken. Das harte, kalkhaltige Wasser hier in unserer Gegend macht für gewöhnlich ein häufiges Entkalken notwendig und das wiederum tut den Maschinen nicht gut, sie gehen erfahrungsgemäß nach wenigen Monaten kaputt.

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Foto: Technivorm

Damals erhielt ich dann eine angeblich supergute und nahezu unverwüstliche Kaffeemaschine aus Holland. Was daraus geworden ist, darüber schreibe ich heute hier mehr.

Bis dahin haben wir manchmal innerhalb weniger Monate drei Maschinen verschlissen. Der Dauerbetrieb im Künstlerhaushalt, das kalk- und rosthaltige Wasser, die Entkalkungsmittel auf Säurebasis, alles das hatte die Maschinen schnell kaputt gehen lassen.
Dabei spreche ich von herkömmlichen Haushalts-Kaffeemaschinen, nicht von Vollautomaten und auch nicht von „Kaffeemaschinen“ die mit Pads oder Kapseln funktionieren. Unter einer Haushaltskaffeemaschine verstehe ich eine ganz normale Kaffeemaschine, in die man Wasser einfüllt, sie Filterpapier und Kaffeemehl bestückt und die dann bis zu 10 (oder mehr) Tassen Kaffee in eine Kanne hinein kocht.

Ich zitiere mich noch einmal selbst:

Die normalen Kaffeemaschinen funktionieren im Wesentlichen alle nach dem gleichen Prinzip. Sie bestehen aus einem Wasserbehälter, einem Heizrohr, dem Überlauf, einem Filter und der Kanne. Der hochgelegene Wasserbehälter nimmt das Wasser auf, das durch die Schwerkraft nach unten in das Heizrohr läuft. Ein (oft nur aus einer Plastikkugel bestehendes) Ventil verhindert das Zurücklaufen des Wassers in den Behälter. Wird nun das Heizrohr erhitzt, dehnt sich das Wasser darin aus und kann nur in Richtung des Auslaufs entweichen, neues Wasser strömt aus dem Wasserbehälter nach und so entsteht der Fluß des heißen Wassers aus dem Behälter durch das Heizrohr in den Überlauf. Von dort tropft es über das Kaffeemehl in die Kanne. Ein Thermostat am Heizrohr schaltet die Heizfunktion immer wieder ab, damit sich das Rohr nicht überhitzen kann. Praktischerweise ist das Heizrohr bei den meisten Maschinen unterhalb der Warmhalteplatte für die Kanne angebracht, sodaß es zugleich auch noch die Funktion des Heizelementes übernehmen kann.

Dieses simple Funktionsprinzip liegt nahezu allen herkömmlichen Kaffeemaschinen zugrunde, egal in welch chicem und trendigem Design sie daher kommen und mit welchen Gimmick bis hin zu Radio und Wecker sie ausgestattet sind.
Eine andere Maschine, als eine Brühmaschine kommt für mich derzeit nicht in Frage. Ich möchte weder einen von den vielen Vollautomaten, die für jede einzelne Tasse mit großem Getöse Kaffeebohnen zertrümmern und dann eine schaumige Plörre in das Täßchen zischen. Noch möchte ich irgendeine Maschine bei der man Kapseln, Pads oder Kaffeeportiönchen teuer nachkaufen muß.

Die Maschine Moccamaster von Technivorm, das kann man hier im Dreibeinblog nachlesen, begleitet uns nun also schon seit drei Jahren.
Und in der Zwischenzeit haben wir sie auch schon ein paarmal entkalken müssen, ansonsten funktioniert sie tadellos.
Immer noch braucht sie höchstens 6-8 Minuten, bis eine ganze Kanne Kaffee gekocht ist. Statt 20minütigem Brodeln, Blubbern und Zischen, kann man fast dabei stehen bleiben, so schnell geht das.

Diese Maschine des niederländischen Herstellers Technivorm aus Amerongen geht deshalb nicht kaputt, weil ihr ein vollkommen anderes Funktionsprinzip bei der Heißwasserbereitung zugrunde liegt. Nicht enge Glühröhrchen, sondern Rohre und ein Durchlauferhitzer werden hier eingesetzt.

Die etwas teureren Geräte (ca. 180 Euro) lohnen sich also. In diesen drei Jahren hätten wir sonst 5-10 Maschinen verschlissen. Das Geld ist also sehr gut investiert, die Geräte sind formschön und zweckmäßig.

Nach wie vor: Daumen hoch!

Lesezeit ca.: 4 Minuten - Tippfehler melden - Peter Wilhelm 20. September 2015

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