Notiz für mich selbst

Verträge jährlich ausmisten – Das hilft, Geld zu sparen

Rechnebn 800x500

Es lohnt sich, alle paar Jahre – oder noch besser jährlich – mal seine Kontoauszüge dahingehend zu untersuchen, wofür man alles spendet oder Beiträge bezahlt. Da ist immer was dabei, das man kündigen kann.

Vor einigen Jahren habe ich mir mal eine App installiert, die vollmundig behauptete, man müsse nur seine Versicherungs- und sonstigen Verträge einmal eingeben, und die Software achte dann darauf, dass man Kündigungstermine nicht verpasst und bei Bedarf über günstigere Alternativen informiert werde.

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Hört sich gut an! Aber es hörte sich nur gut an!
Solche Apps werden auch heute noch in der Fernsehwerbung heftig beworben.

Fakt ist aber, dass es den Betreibern dieser Plattformen oft gar nicht darum geht, Dir Geld zu sparen, sondern sie wollen Dir einzig und allein neue Versicherungen und Verträge verkaufen, um dann fett an den Vermittlungsprovisionen zu verdienen.

Gott sei Dank hatte ich diese App so eingestellt, dass sie mich erst fragen musste, ob ich wechseln oder kündigen möchte. Im Auslieferungszustand tut sie das nämlich nicht.
Wenn ich nicht aufgepasst hätte, hätte dieser Dienst mir innerhalb von einer Woche sämtliche, seit Ewigkeiten bestens bestehenden Versicherungen gekündigt, alle meine Autos auf Vollkasko „upgegradet“ und sowohl meinen Stromanbieter als auch meine Krankenkasse gewechselt!
Bei der Installation der App wurde so getan, als ob man zur Verifikation mit dem Finger einmal auf dem Handydisplay unterschreiben müsse.
Tatsächlich wurde diese Unterschrift dann in die ganzen Kündigungsschreiben und Neuverträge eingesetzt!

Ich hätte bei einer eher unwichtigen Versicherung 50 % gespart, aber unterm Strich bei dem Gesamtpaket pro Jahr fast 3.000 Euro mehr bezahlt.

Ich erlebe viele junge Leute, die sich von so einer Werbung locken lassen. Die Folge: Sie haben Dutzende unnötiger Versicherungen, zahlen Abogebühren für Sachen, die sie nicht benötigen, und haben Verträge, von denen sie gar nichts wissen. Eine junge Frau hat eine Tierkrankenversicherung, obwohl sie keine Tiere hat. Eine andere hat gleich zwei Hausratversicherungen und ihr Schwager hat eine Drohnenversicherung, obwohl er keine Drohne hat.

Und noch schlimmer: Ich bin der Auffassung, dass man bei Verhandlungen mit Versicherungen bessere Karten hat, wenn man langjähriger Kunde ist, als wenn man erst vor 14 Tagen dahingewechselt ist.

Nee, von solchen Sachen lasse ich lieber die Finger. Ich schaue lieber selbst einmal im Jahr nach, ob es da etwas zu optimieren gibt. Dafür gibt es gute Vergleichsportale.
Meist läuft es aber darauf hinaus, dass ich bleibe, wo ich bin.

Beim Ausmisten von Spenden und Beiträgen werde ich aber jedes Jahr fündig.
So lassen sich ein paar Euro sparen.

Es gibt aber so ein paar Sachen, die wir niemals kündigen, obwohl wir eigentlich nichts mehr damit zu tun haben.
Das sind die 6 Euro Jahresbeitrag für den Förderverein einer Grundschule hier am Ort. Das ist der Beitrag für den Karnevalsverein, in dem die Allerliebste und die Kinder schon ewig Mitglied sind. Und das ist der Beitrag für den Sozialverband VdK. Neben anderen Sachen, bei denen es um den guten Zweck geht, sind das so Sachen, bei denen ich meine, es lohnt sich die zu unterstützen, obwohl man selbst vielleicht gar nichts von den Leistungen/Angeboten hat.

Natürlich spielt bei solchen Überlegungen auch immer eine Rolle, ob man sich das leisten kann. Aber es sind in unserem Fall keine utopischen Beträge.

Wie ist das bei Dir?

Bildquellen:

  • rechnebn_800x500: Peter Wilhelm ki

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(©si)