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    ENDLICH!

    Die Ferien in Baden-Württemberg sind ‚rum! Die Kinder sind heute das erste mal wieder in der Schule und die Allerliebste ist im Büro. Mein Hund und ich genießen die Ruhe und den Frieden in unseren vier Wänden.

    Am liebsten würde ich durch alle Zimmer laufen und Duftmarken setzen.

    Sicher, Ferien sind schön – vor allem für die Lehrer – und ich freue mich immer wieder darauf, mit den Kindern etwas zu unternehmen …

    Doch irgendwie arten bei uns die Ferien immer in Streß aus.
    Ursprünglich war geplant, daß die Kinder in der ersten Ferienwoche mit den Großeltern verreisen. Also hatten die Allerliebste und ich beschlossen, auch eine Woche wegzufahren und weil sich auch noch jemand fand, der unseren Hund für eine Woche nahm, schien alles perfekt.

    Dann kam der Großvater , mein sogenannter Schwiegervater, eine Woche vorher und teilte uns kurz und knapp mit, er müssen den Urlaub mit den Kindern um 3 Wochen verschieben. Was nun? Mitnehmen konnten wir die Kinder auch nicht so einfach, also mußten wir zunächst für beide Kinder einen Platz woanders finden. Natürlich waren alle Kinderferienprogramme schon belegt.
    Glücklicherweise fand sich dann eine andere Lösung. Eine Verwandte nahm den Jungen und die andere Oma unser Mädchen. Da freuten sich die Kinder und alles schien perfekt.

    In unserem Urlaub haben die Allerliebste und ich uns gut erholt, wirklich. Es war sehr schön, doch eine Woche war ziemlich kurz. Nach dieser Woche hatten wir dann auch die Kinder und den Hund wieder bei uns.
    Wenn es draußen Backsteine regnet und es bitterkalt ist, dann wollen unsere Kinder ständig raus; nichts ist ihnen lieber als draußen herumzustreunen und am nahegelegenen Fluß zu spielen; auch mitten im tiefsten Winter. Das machen sie, bis ihnen Eiszapfen aus der Nase hängen.
    In den Sommerferien, bei schönstem Wetter, macht das natürlich noch viel mehr Spaß, allerdings nicht unseren Kindern. Die wollen dann lieber den ganzen Tag in ihrem Zimmer hocken und sich zu Tode langweilen.


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    Ich kann gar nicht mehr zählen, wie oft ich in diesen Ferien gehört habe: Papa, uns ist soooo langweilig!
    Jetzt könnte man meinen, das läge daran, daß wir uns nicht genug mit den Kindern beschäftigen, aber das stimmt nicht. Nehmen wir irgendeinen Ferientag als Beispiel:
    Wir haben morgens schön gemeinsam gefrühstückt, sind dann alle zusammen mit dem Hund in den Wald gefahren und haben nachmittags ein kleines Minigolfturnier veranstaltet.
    Gegen abend haben wir noch mit den Kindern Monopoly gespielt.

    Nein, wir machen nicht täglich den ganzen Tag Kinder-Ferienprogramm, aber an diesem Tag war es halt so. Abends um halb zehn kommt dann die Kleine und möchte, daß wir noch einmal mit ihr Monopoly spielen. Das lehnen wir ab. Monopoly dauert ja auch immer so lange und vor allem hatten wir nach so vielen Stunden auch keine Lust mehr, mit den Kindern zu spielen. Kommentar der Kleinen: „Nie macht ihr irgendwas mit uns! Wir haben immer voll die Langeweile! Ihr macht immer tolle Sachen und wir haben Langeweile.“

    Endlich war es soweit, der Termin rückte näher, an dem der Opa, der sogenannte Schwiegervater, und die Oma mit den Kindern eine Woche verreisen wollten. Warum hatte der sich eigentlich nicht mehr gemeldet? Also ließen wir die Kinder mal unverbindlich anrufen und nachfragen. Fazit: Die Alterssenilität hatte mal wieder voll zugeschlagen und der Opa hatte den Urlaub mit den Kindern offenbar total vergessen. Ja eigentlich wollte er schon morgen fahren, aber jetzt habe er vor, am Sonntag für eine Woche an die südl. Weinstraße auf einen Bauernhof zu fahren.

    Wir brachten die Kinder also zu den Großeltern. Eine Woche später melden sich die Kinder wieder telefonisch zurück. Wir holen sie wieder ab und erfahren, daß die nur zwei Tage an der Weinstraße waren, weil man dort keine Zimmer mehr hatte und dann noch fünf Tage in Opas Wochenendhaus waren.
    Das passt uns natürlich nicht. Was wäre gewesen, wenn wir die Kinder am Urlaubsort hätten besuchen wollen? Die wären nach zwei Tagen schon gar nicht mehr dort gewesen und wir wären umsonst durch die Gegend gefahren.
    Überhaupt neigt der Opa in letzter Zeit dazu, einfach irgendwelche Treffen und Termine mit den Kindern auszumachen und vergißt es dann, uns Bescheid zu sagen. So suchten wir neulich den halben Tag unsere Kinder und erfuhren dann am Abend: „Der Opa hat uns vom Spielplatz abgeholt, damit wir mit ihm Turnen gehen.“

    Langer Rede kurzer Sinn, abgesehen von diesen Unternehmungen hatten unsere Kinder sechs Wochen lang Langeweile und Hunger. Langeweile und Hunger, Langeweile und Hunger…

    Mann, was bin ich froh, daß die Ferien rum sind!!!


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