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Obama-Care

Obama-Care

Heul, schluchz, plärr. Das ist ja sowas von gemein. Donald John Trump, der 45. und blondeste aller bisherigen Präsidenten der USA, will aus purem Neid auf das noch immer extrem hohe, weltweite Ansehen seines charismatischen Vorgängers und Friedensnobelpreisträgers, mit exzessiver Gewalt dessen lächerliches Gesundheits-Dingsbums ausmerzen: Diese verschissene Krankenversicherung für den niederen Pöbel unter den amerikanischen Patrioten. Die hatten sich doch über die Jahrzehnte längst dran gewöhnt, bei McDonalds, Burger King & Co weiches labbriges Junkfood in sich hineinzustopfen. Wozu braucht sie dazu ausgerechnet jetzt bitteschön ein intaktes Gebiss, und das dann noch auf Kosten der Steuerzahler? Und überhaupt: Dieser feine Herr Obama hat das schwedischen Lametta doch nur bekommen, weil er eine feige Heulsuse ist, weil er die 6.000 Leute, die auf seiner Todesliste stehen, mit Drohnen wegballern lässt, statt sie in einem richtigen, ordentlichen, ehrenvollen Krieg um die Ecke zu bringen, wie es sich für einen aufrechten Amerikaner gehört.

Der Kragen könnte ihm platzen, dass er für jede seiner sehr, sehr guten Ideen immer die Zustimmung von irgendwelchen verkopften Idioten aus dem Senat oder dem Repräsentantenhaus braucht. Oder dass irgendein linksradikaler Transgender-Richter Trumps erlesene Dekrete sofort wieder kassiert, weil ein dahergelaufener, mieser Emporkömmling von exilkubanischem Winkeladvokaten darin einen Verstoß gegen einen Zusatzartikel der Verfassung sieht. Das kann einen derart erfolgreichen Geschäftsmann natürlich in Rage bringen. Muss man verstehen. Da sitzt dieser fleißige Mann tagtäglich pausenlos in seinem Oval Office und zermartert sich das Hirn, wie er America wieder Great Again machen kann, und das ohne jegliche Zerstreuung, beispielweise durch eine adrette Praktikantin, und ständig fährt ihm so ein Idiot von Gutmensch in die Parade. Da ist doch alles Scheiße, sag ich Euch.

In seinem tiefen Groll darüber, dass niemand seine Sorgen um seine Mitbürgerinnen und Mitbürger verstehen will, dass sich alle über ihn, über seine Frisur und über seine Silikon-verstärkten, Botox-gestrafften Weiber lustig machen, ist ihm völlig entgangen, dass es sich bei Obama-Care nicht um irgendwelche fehlenden oder faulen Zähne dreht, die man jetzt durch Hollywood-mäßige Jacketkronen mit Staatsknete reparieren sollte, sondern um etwas, dass viel, viel mehr Geld kostet:

Es geht um den exorbitanten Verteidigungshaushalt seines Vorgängers! Unter dem ersten schwarzen, weltweit bejubelten Friedensnobelpreis-Präsidenten der USA wurde dieser Posten mal eben auf astronomische 611 Milliarden US-Dollar aufgebläht. Davon entfielen auf die fünf mächtigsten US-amerikanischen Rüstungskonzerne, in deren edlen Vorstandsetagen und Aufsichtsräten durchweg ehemalige Mitglieder der vorangegangenen Administrationen bräsig auf ihren breiten Ärschen sitzen, alleine knapp 100 Milliarden $: Lockheed Martin alleine konnte Aufträge im Wert von 36,2 Milliarden an Land ziehen. Bei Boeing waren es immerhin 24,3 Milliarden. Raytheon freute sich über 12,8 Milliarden, General Dynamics über 12,7 Milliarden und Northrop Grumman konnte immerhin noch 10,7 Milliarden einstreichen.

Also wenn das keine Wohltaten sind, was dann bitteschön? Aber anstatt hier mal die richtig große Fräse anzuwerfen und diesem elenden Pack die sauer verdienten Dollar-Milliarden seiner Landsleute zumindest zukünftig zu streichen, will Donald John Trump auf die verschissene Obama-Care nochmal 54 Milliarden draufsatteln. Kapier ich nicht.

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Peter Grohmüller

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Hallo, ich bin Peter Grohmüller und leide nicht an dieser Welt, aber mir fällt ihr Leiden auf.

"This world is sick and we are the doctors."

Wenn es eine Wunde gibt, dann muß man sie entweder heilen oder Salz hineinstreuen. Wir, das sind die Kritischen, die Hinterfragenden und die Lallbackenentlarver. – So einer bin ich.

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