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Luminea FWS-1205 im Test: Viel Wetter für wenig Geld

Wetterstation 800x500

Ich mag Wetterstationen. Natürlich kann ich auf dem Smartphone nachsehen, wie warm es draußen ist, und wahrscheinlich weiß irgendein Server in Amerika auch wesentlich genauer als ich, ob es übermorgen um 14.37 Uhr regnen wird. Trotzdem finde ich es praktisch, auf ein Gerät zu schauen, das mir auf einen Blick sagt: So warm ist es hier drin, so kalt ist es draußen und so sieht es in den kommenden Tagen aus.

Genau dafür bietet Pearl derzeit die Luminea Home Control WLAN-Funk-Wetterstation FWS-1205, Artikelnummer ZX-7990, an. Das Gerät kostet zum Zeitpunkt meines Tests 29,99 Euro und wird bereits mit einem Funk-Außensensor geliefert. Gekauft habe ich es im Rahmen einer Werbeaktion zusammen mit einem weiteren Sensor für um die 20 Euro.

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Für diesen Preis bekommt man erstaunlich viel Wetterstation.

Hübsch ist sie

Das fällt als Erstes auf.

Die FWS-1205 besitzt ein 200 Millimeter breites VA-Farbdisplay, auf dem die unterschiedlichen Informationen farblich voneinander abgesetzt dargestellt werden. Das sieht erheblich freundlicher aus als die alten monochromen LCD-Wetterstationen, bei denen man sich durch ein Gewimmel schwarzer Segmente kämpfen musste.

Angezeigt werden unter anderem Innen- und Außentemperatur, Luftfeuchtigkeit innen und außen, Wettertrend beziehungsweise Wettervorhersage, UV-Index, Datum, Wochentag und natürlich die Uhrzeit.

Gerade die farbige Wetterdarstellung gefällt mir gut. Man muss sich nicht erst durch irgendwelche Menüs hangeln, sondern sieht die wichtigsten Informationen direkt.

Das Display kann dauerhaft beleuchtet werden, wenn die Station über USB mit Strom versorgt wird. Ein USB-C-auf-USB-A-Kabel liegt bei. Ein USB-Netzteil allerdings nicht.

Alternativ lässt sich die Station mit zwei AAA-Batterien betreiben. Für den WLAN-Betrieb ist jedoch die USB-Stromversorgung erforderlich. Der Außensensor benötigt ebenfalls zwei AAA-Batterien, die nicht zum Lieferumfang gehören.

Die Wetterstation selbst misst etwa 200 × 82 × 20 Millimeter und wiegt rund 202 Gramm. Sie lässt sich aufstellen oder an der Wand befestigen. Dazu findet man einen kleinen Stöpsel, der als Aufsteller hinten eingedreht werden kann, im Batteriefach der Station.

Der mitgelieferte Außensensor ist mit ungefähr 50 × 90 × 23 Millimetern angenehm klein und er ist spritzwassergeschützt.

Was wird eigentlich gemessen?

Im Grundgerät sitzen Thermometer und Hygrometer für den Innenraum. Der mitgelieferte Funksensor übernimmt dasselbe draußen.

Der Temperaturmessbereich beträgt innen −9,9 bis +50 °C und außen −40 bis +60 °C. Die relative Luftfeuchtigkeit wird zwischen 20 und 95 Prozent erfasst. Celsius und Fahrenheit lassen sich umschalten.

Außerdem speichert die Station Minimal- und Maximalwerte von Temperatur und Luftfeuchtigkeit.

Das ist für den normalen Hausgebrauch vollkommen ausreichend. Es handelt sich schließlich nicht um eine meteorologische Forschungsstation mit Regenmesser, Windmesser und einer kleinen Wetterhütte im Garten, sondern um eine kompakte Wohnraum-Wetterstation.

WLAN macht den Unterschied

Interessanter wird die FWS-1205 durch ihre WLAN-Anbindung.

Sie verbindet sich mit einem 2,4-GHz-WLAN nach IEEE 802.11 b/g/n und lässt sich in die kostenlose ELESION-App für iOS und Android einbinden.

Das hat gleich mehrere Vorteile. Wetter- und Messdaten lassen sich auf dem Smartphone ansehen, und die Datenlogger-Funktion zeichnet Verläufe von Temperatur und Luftfeuchtigkeit auf. Man kann also beispielsweise nachvollziehen, wie stark sich ein Raum tagsüber erwärmt oder wie sich die Luftfeuchtigkeit über längere Zeit verändert hat.

Auch Temperaturalarme lassen sich einrichten.

Wer bereits Geräte aus dem ELESION-/Tuya-Universum verwendet, bekommt noch eine weitere Spielmöglichkeit. Die Wetterstation kann in Automatisierungen einbezogen werden. Unterschreitet beispielsweise eine gemessene Temperatur einen festgelegten Wert, können kompatible Smart-Home-Geräte darauf reagieren.

Die Station ist mit ELESION, Smart Life und Tuya kombinierbar.

Das gefällt mir besonders, weil die Wetterstation dadurch nicht als isoliertes Gerät auf dem Schrank herumsteht, sondern Teil eines vorhandenen Smart Homes werden kann.

Drei Sensoren sind möglich – sehr schön

Einer der für mich größten Pluspunkte ist die Erweiterbarkeit.

Ein Außensensor gehört zum Lieferumfang, die Basisstation kann aber insgesamt bis zu drei Funk-Außensensoren verwalten.

Damit ergeben sich einige sinnvolle Möglichkeiten:

Sensor 1 in der Station selbst überwacht den Raum, in dem die Station steht.

Sensor 2 hängt draußen und misst das tatsächliche Außenklima.

Sensor 3 könnte im Keller, Gewächshaus, Wintergarten, Schlafzimmer oder in der Garage liegen.

Gerade die Kombination aus Temperatur und Luftfeuchtigkeit macht solche zusätzlichen Sensoren interessant. Im Keller interessiert mich schließlich weniger, ob dort schönes Wetter herrscht, sondern vielmehr, ob die Luftfeuchtigkeit langsam in einen Bereich wandert, in dem sich Schimmel ausgesprochen wohlfühlt.

Einen Sensor liefert Pearl mit. Den eventuell gewünschten dritten muss man bei Bedarf zukaufen.

Das ist bei einem Grundpreis von knapp 30 Euro durchaus nachvollziehbar. Ein zweiter Sensor im Lieferumfang hätte das Paket allerdings noch attraktiver gemacht.

Beim dritten Sensor gibt es einen Haken

Hier kommt allerdings eine etwas merkwürdige Einschränkung.

Die Station kann zwar drei Außensensoren verwalten, auf dem Display der Wetterstation werden aber nur zwei davon dargestellt. Den dritten Sensor kann man nur über die App abrufen.

Das funktioniert, wirkt aber nicht ganz zu Ende gedacht.

Wenn ich schon eine Wetterstation kaufe, deren besonderer Vorteil gerade darin besteht, dass sie mehrere Messstellen unterstützt, würde ich die Werte auch gerne auf der Wetterstation sehen.

Natürlich ist der Platz auf dem Display begrenzt.

Was uns unmittelbar zu meinem größten Kritikpunkt führt.

Die Uhr hat eine Wetterstation bekommen

Fast die Hälfte des Displays wird von einer wirklich ausgesprochen großzügigen Uhrzeitanzeige beansprucht.

Nun habe ich grundsätzlich nichts dagegen, zu wissen, wie spät es ist. Im Gegenteil, diese Information hat sich in meinem Alltag gelegentlich als nützlich erwiesen.

Aber ich habe eine Wetterstation gekauft.

Und deshalb hätte ich mir gewünscht, dass die Wetterinformationen die Hauptrolle spielen und die Uhrzeit eine Nebenrolle.

Hier ist es beinahe umgekehrt.

Die Uhrzeit prangt groß und dominant auf dem Display, während Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Wettertrend und die übrigen Daten auf der verbleibenden Fläche vergleichsweise gedrängt untergebracht werden müssen.

Das ist schade, denn das Farbdisplay ist eigentlich sehr schön. Hätte man die Uhr nur halb so groß dargestellt, wäre reichlich Platz vorhanden gewesen, um die eigentlichen Wetterinformationen größer und entspannter anzuordnen.

Vielleicht bin ich altmodisch, aber wenn ich eine große Uhr haben möchte, kaufe ich eine Uhr.

Bei einer Wetterstation hätte ich gerne großes Wetter.

Blickwinkel könnte besser sein

Ein weiterer kleiner Schwachpunkt betrifft die Ablesbarkeit.

Schaut man halbwegs frontal auf das VA-Display, ist die Darstellung schön kontrastreich, farbig und gut zu erkennen.

Aus einem stärkeren schrägen Blickwinkel lässt die Ablesbarkeit allerdings nach.

Das sollte man bei der Aufstellung berücksichtigen. Die Station sollte möglichst so stehen oder hängen, dass man im Alltag einigermaßen frontal darauf schaut.

Das ist kein Drama, aber bei einem Gerät, das man gerade deshalb aufstellt, um im Vorbeigehen schnell Informationen abzulesen, wäre ein größerer nutzbarer Betrachtungswinkel wünschenswert.

Do you speak English?

Etwas unverständlich finde ich außerdem, dass sich die Sprache der Anzeige nicht auf Deutsch umstellen lässt. Mir persönlich ist das egal, aber es wäre technisch leicht möglich, das anders zu machen, denn auf dem Display erscheinen englische Bezeichnungen.

Das ist für mich kein ernsthaftes Bedienungsproblem. Wer mit einem Smartphone umgehen kann, wird an ein paar englischen Wochentagen usw. kaum verzweifeln.

Trotzdem verkauft Pearl das Gerät auf dem deutschen Markt, und eine deutsche Benutzeroberfläche wäre einfach schöner gewesen.

Vor allem wundert es mich, weil das Gerät ansonsten durchaus auf den deutschen Markt angepasst ist und selbstverständlich eine deutsche Bedienungsanleitung existiert.

Apropos Bedienungsanleitung …

Da gibt es noch eine kleine Kuriosität.

Pearl besitzt normalerweise ausgesprochen brauchbare Service- und Supportseiten. Zu nahezu jedem Produkt findet man dort Anleitungen und weitere Informationen.

Ausgerechnet beim ZX-7990 ließ sich zum Zeitpunkt meines Tests die Bedienungsanleitung über die Pearl-Seite jedoch nicht aufrufen.

Das ist ärgerlich, aber kein wirkliches Problem, denn es gibt eine einfache Lösung:

Direkt beim Hersteller Luminea lässt sich die Anleitung herunterladen.

Wer also bei Pearl mit dem Handbuch-Link nicht weiterkommt, sollte einfach auf der Luminea-Service-Seite nach ZX-7990 beziehungsweise FWS-1205 suchen.

Mehr als nur Wetter: Sie kann auch Wecker

Die riesige Uhrzeitanzeige kommt zumindest nicht völlig ohne Rechtfertigung.

Die FWS-1205 besitzt eine recht umfangreiche Weckfunktion. Es lassen sich bis zu drei Weckzeiten einrichten, einschließlich Schlummerfunktion. Dabei kann zwischen Werktagen, Wochenende und täglichem Wecken unterschieden werden.

Die Uhrzeit kann dank Internetverbindung automatisch eingestellt werden, eine manuelle Einstellung ist ebenfalls möglich. Außerdem stehen 12- und 24-Stunden-Darstellung zur Verfügung.

Wer die Station auf dem Nachttisch oder im Schlafzimmer verwendet, bekommt damit tatsächlich eine Kombination aus Wetterstation und Wecker.

Ich persönlich hätte trotzdem lieber größere Wetterdaten und eine kleinere Uhr.

Drei-Tage-Trend und UV-Index

Neben den unmittelbar gemessenen Innen- und Außenwerten zeigt die Station einen Wettertrend für drei Tage sowie den UV-Index an.

Gerade Letzterer ist eine nette Ergänzung, die man bei einfachen Wetterstationen nicht unbedingt findet. Wer viel draußen arbeitet, Kinder hat oder längere Unternehmungen plant, bekommt damit unmittelbar einen Hinweis auf die zu erwartende UV-Belastung.

Natürlich muss man dabei unterscheiden: Temperatur und Luftfeuchtigkeit stammen von den eigenen Sensoren. Eine Wettervorhersage und der UV-Index können dagegen naturgemäß nicht mit dem kleinen Kästchen vor dem Fenster gemessen werden; hier kommen die über die WLAN-Verbindung bereitgestellten Wetterinformationen ins Spiel.

Was mir gefällt

Nach einiger Beschäftigung mit der FWS-1205 überwiegen für mich eindeutig die positiven Seiten.

Besonders gefallen mir das schöne farbige Display, die Kombination aus eigenen Innen- und Außenmesswerten und internetbasierten Wetterinformationen sowie die Einbindung in ELESION.

Sehr sinnvoll finde ich außerdem die Möglichkeit, zusätzliche Sensoren zu verwenden. Gerade für Keller, Gewächshaus, Garage oder weitere Wohnräume wird aus einer einfachen Wetterstation damit schnell eine kleine Klimaüberwachung fürs Haus.

Dazu kommen Datenlogger, Min-/Max-Werte, Temperaturalarme und die Möglichkeit, Messwerte in Smart-Home-Automatisierungen einzubeziehen.

Und über allem steht natürlich der Preis.

Pearl verlangt zum Zeitpunkt dieses Tests 29,99 Euro einschließlich eines Außensensors.

Dafür kann man wirklich nicht meckern.

Was mir weniger gefällt

Ganz ohne Kritik kommt die FWS-1205 trotzdem nicht davon.

Die Ablesbarkeit aus schrägen Blickwinkeln könnte besser sein.

Die Beschriftung des Displays ist nur englisch.

Wer alle drei möglichen Außensensoren nutzen möchte, muss einen weiteren Sensor für knapp 5 Euro zukaufen – wobei das angesichts des niedrigen Grundpreises noch gut zu verschmerzen ist.

Ärgerlicher finde ich, dass der dritte Sensor zwar in der App, aber nicht mehr auf dem Stationsdisplay erscheint.

Und schließlich bleibt mein persönlicher Hauptkritikpunkt die Gestaltung des Displays: Für meinen Geschmack wird viel zu viel wertvolle Fläche für die Uhrzeit geopfert. Dadurch müssen sich ausgerechnet die Wetterinformationen, wegen derer ich eine Wetterstation gekauft habe, auf dem Rest des Displays zusammendrängen.

Dass die Bedienungsanleitung zum Zeitpunkt meines Tests auf der ansonsten sehr guten Pearl-Service-Seite nicht abrufbar war, gehört ebenfalls auf die Minusseite. Immerhin gibt es mit dem Download über Luminea eine unkomplizierte Abhilfe.

Fazit: Sehr gut – mit kleinen Schwächen

Unterm Strich gefällt mir die Luminea Home Control FWS-1205 / ZX-7990 ausgesprochen gut.

Sie sieht hübsch aus, liefert die für den Alltag interessanten Werte, zeigt einen Drei-Tage-Wettertrend und UV-Index, protokolliert Messwerte über die App und lässt sich sogar in ein ELESION-/Tuya-Smart-Home integrieren.

Vor allem die Erweiterbarkeit auf drei Außensensoren macht sie interessanter als viele ganz einfache Wetterstationen.

Meine Kritikpunkte betreffen deshalb weniger das grundsätzliche Konzept als Details der Umsetzung. Ein besserer Betrachtungswinkel, deutsche Displaytexte, die Anzeige aller drei Sensoren direkt an der Station und vor allem eine etwas weniger größenwahnsinnige Uhr hätten aus einem guten Gerät ein nahezu rundes gemacht.

Bei einem Preis von rund 30 Euro einschließlich Außensensor muss man allerdings auch die Kirche im Dorf lassen.

Die FWS-1205 bietet eine Menge Funktionen fürs Geld und sieht dabei noch erfreulich gut aus.

Gesamturteil: Sehr gut mit kleinen Schwächen.

Wer eine unkomplizierte, hübsche WLAN-Wetterstation mit App-Anbindung sucht und mit den genannten Eigenheiten leben kann, bekommt hier für überschaubares Geld erstaunlich viel Gerät.

Bildquellen:

  • wetterstation_800x500: Peter Wilhelm

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