Dachständer

Nein, es geht nicht um Erotik. Dachständer sind diese antennenartigen Aufbauten auf Hausdächern, an denen Stromleitungen befestigt sind. Der Strom kommt also in die betreffenden Häuser nicht durch eine in der Straße vergrabene Leitung, sondern über Freileitungen. Diese reichen von Haus zu Haus und bilden ein Netzwerk aus Draht über den Dächern einer Ortschaft.

So war das auch bei uns im Ortskern von Edingen-Neckarhausen. Gestört haben mich diese Dachständer und Freileitungen eigentlich nicht. Vor allem bei den Vögeln waren sie als Sitzplatz immer sehr beliebt. Als wir unser Haus vor einiger Zeit umbauen ließen, bekamen wir auch ein neues Dach, und wie der Zufall es wollte ergab sich zeitlich passend die Gelegenheit, dass die Stromwerke unseren Dachständer vorher abbauten. Das ging deshalb, weil unser Haus, wie die ganze Ecke hier, schon lange über Erdleitungen versorgt wird. Die Dachständer waren also Relikte aus vergangener Zeit.

Seitdem waren die Stromleute unterwegs und bauten einen Dachständer nach dem anderen ab.
Ich finde, das hat sich erstaunlich positiv auf die Dachaussicht ausgewirkt. Im Nachhinein ist mir erst bewußt geworden, dass die Ständer und Leitungen doch die Gegend ganz schön verschandeln.


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In der Wikipedia liest man zum Thema Dachständer: „Neben einer größeren Störanfälligkeit und höherem Wartungsaufwand (z. B. der regelmäßige Rückschnitt von Bäumen) ist auch das Aussehen ein Nachteil der Dachleitungen. Ein großes Problem ist der Blitzschutz.“

Ich persönlich hatte immer gedacht, dass diese Ständer wie ein Blitzableiter geerdet sind. Scheint also nicht so zu sein.

Übrigens: Respekt zolle ich den Männern vom Stromwerk, die diese Ständer auf- und abbauen und warten. In schwindelerregender Höhe und oft bei kaltem und nassem Wetter verrichten sie ihre Arbeit.

Bilder:
Dachständer: Von Kreuzschnabel, Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org
Monteure / Dachansichten: Wilhelm ©


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