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Zitrone – Als Getränk oft nur Schummelei

Zitronen sind schmackhafte Citrusfrüchte, die wir selten so am Stück essen. Vielmehr geben wir Zitronen oder deren Saft meist als Zutat zu anderen Lebensmitteln.

Besonders in der kalten Jahreszeit erfreuen sich Getränke mit Zitrone großer Beliebtheit. Spätestens seit Nobelpreisträger Prof. Linus Pauling Vitamin C in großen Mengen als Gesundbrunnen propagierte, hat sich der (Irr)Glaube in den Köpfen der Menschen festgesetzt, das u. a. in Citrusfrüchten enthaltene Vitamin C bewahre sie vor Erkältungen.

Dabei nehmen wir zumeist eher zu viel, als zu wenig Vitamin C zu uns. Es ist als Konservierungsmittel (als Ascorbinsäure) in vielen Lebensmitteln bis hin zum Hamburger-Brötchen enthalten. Grundsätzlich ist dem Vitamin C seine Wirkung als Antioxidans und Fänger freier Radikale nicht abzusprechen. Jedoch sieht die moderne Ernährungskunde für uns in aller Regel keinen Bedarf, Vitamin C noch in Form von Nahrungsergänzungsmitteln zu uns zu nehmen.

Denn das tun die meisten, die auf die Wirkung beispielsweise von heißer Zitrone schwören. Manche werden richtige Zitronen auspressen, aber statistisch erwiesen greift die überwiegende Zahl der Verbraucher zu fertigen Zitronenprodukten in Pulverform.

Dabei sind in diesen Produkten echte Zitronen kaum zu finden. Der Zitronengeschmack in nahezu allen Getränken kommt von Aromen. Gemäß Zutatenliste enthalten die meisten Heißgetränke weniger als fünf Prozent Zitronenpulver. Am besten schneiden noch teurere Varianten aus dem Reformhaus ab. Einfach mal auf die Zutatenliste schauen.

Aber auch die zugesetzten Nährstoffe stammen üblicherweise nicht von Zitronen. Hier ist fast immer Vitamin C zugesetzt, oft kombiniert mit Zink. Und da muss man aufpassen, Zink sollte man Kindern nicht unkontrolliert in größeren Mengen geben. Da würde ich mit dem Kinderarzt Rücksprache halten.
Mit Zink angereicherte Produkte können nach Aussage des Bundesinstituts für Risikobewertung zum Beispiel Blutarmut hervorrufen oder zu Veränderungen beim Fettstoffwechsel führen.

Was an „Heißer Zitrone & Co.“ wirklich hilft, ist die Wärme und die Flüssigkeit. Die Säure kann den Speichelfluss anregen, die Wärme tut dem Kranken gut und ein eventueller Flüssigkeitsmangel wird durch das Trinken ausgeglichen. Hier aber der Zitrone eine besondere Wirkung zuzusprechen, wäre zu viel. Ein Hagebuttentee würde es genau so tun.

Aber wenn es Zitrone sein soll, dann gilt: Heiße Zitrone selbstgemacht mit Wasser und dem Saft einer Zitrone ist leckerer und empfehlenswerter als Pulver.

Bildquellen

  • export-pixabay-jillwellington-original: Pixabay

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Sie dient aber nur zu Informationszwecken. Die Texte ersetzen keinesfalls Beratung oder Behandlung durch Diabetologen, Ernährungsexperten, Hörakustiker und Ärzte. Sie dürfen nicht dazu dienen, eigenständig Diagnosen zu stellen, Behandlungen zu beginnen oder abzusetzen. Anleitungen, Tipps & Tricks sowie Ratgeber dienen nur zur Veranschaulichung; holen Sie immer den Rat von Experten, beispielsweise Handwerksmeistern ein.

Lesezeit ca.: 3 Minuten | Tippfehler melden | © Revision: | Peter Wilhelm 14. Januar 2023

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