Wer wichtige Daten auf einem NAS speichert, denkt meist zuerst an sichere Passwörter, gespiegelte Festplatten und regelmäßige Backups. Das ist alles richtig und wichtig. Es gibt aber noch eine Gefahr, die gerne übersehen wird: den Stromausfall.
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- Gebranntes Kind scheut das Feuer
- Was ist eigentlich eine USV?
- Weshalb ein NAS unbedingt eine USV benötigt
- Die originale USV von UGREEN
- Wie viel Kapazität hat die US2000 denn nun?
- Erstaunlich klein und unauffällig
- Alles verkabelt – und trotzdem keine USV?
- Wenn die US2000 nicht funktioniert: erst einmal alles zurück auf Anfang
- So wird die UGREEN US2000 richtig angeschlossen
- Anschließend unbedingt testen
- Die kurze Lösung
- Fazit: Kleine USV mit großem Nutzen
- Bildquellen:
Auf einem NAS-System, aber auch auf anderen Rechnern werden ja permanent Daten auf HDDs oder SSDs gespeichert. Bei einem NAS geschieht das manchmal sehr häufig und sehr lange.
Fällt dann die Stromversorgung aus, können Daten nicht mehr geschrieben werden, bleiben Datentabellen offen und im schlimmsten Fall sind ernsthaft alle Daten weg.
Gebranntes Kind scheut das Feuer
Vor rund 10 Jahren habe ich hier in meinem Haus den ehemaligen Speicher zu einem Büro/Studio ausbauen lassen. Dadurch wurde bislang kaum nutzbarer Raum sinnvoll nutzbar.
Die supernetten Handwerker mussten eine riesengroße Trennscheibe benutzen, die einen so starken Anlaufstrom hatte, dass beim Einschalten sofort die Sicherung rausflog. Damit das nicht passierte, gab ich ihnen einen Anlaufstrombegrenzer, ein kleines Gerät, das man zwischen Gerät und Steckdose einstöpselt. Doch vergaßen die Handwerker das manchmal und dann flog die Sicherung wieder raus.
Eines Tages passierte das wieder, und abermals bekam einer meiner Rechner abrupt keinen Strom mehr. Folge: Eine Festplatte war „abgeraucht“, nicht mehr lesbar, und viele Daten waren verloren. Natürlich hatte ich ein Backup, aber man kann sich vorstellen, dass ich Tage investieren musste, um alles wieder neu aufzusetzen, von der finanziellen Seite mal ganz abgesehen.
Das war der Zeitpunkt, an dem ich meine erste USV anschaffte. Sie hält bei Stromausfall die Stromversorgung des Rechners aufrecht, fährt sicherheitshalber den Rechner runter, und stellt sicher, dass so etwas nicht mehr passiert.
Außerdem fällt hier manchmal der Strom aus, einfach so. Trafohäuschen abgebrannt, Leitungen überlastet, was weiß ich. Oft machen diese kurzzeitigen Stromausfälle selbst gar keine nenneswerten Probleme. Bis man nachgeschaut hat, ob auch in der Nachbarschaft die Lichter aus sind, kommt der Strom meist schon wieder. Schlimm ist aber diese Situation: Die Techniker wollen die Stromversorgung schnell wiederherstellen, doch die Versorgung bricht wieder zusammen. Dann erfolgen ein zweiter und ein dritter Versuch. Das bedeutet, dass innerhalb kürzester Zeit drei-, vier-, fünfmal die Stromversorgung abreißt. Das machen manche elektronischen Geräte nicht mit. Während sie noch hochfahren, fällt der Strom wieder aus, um ein paar Sekunden später wieder eingeschaltet zu werden. Rabatz, Razunkel, das hat mich das letzte Mal eine Überwachungskamera und eine digitale Regaluhr gekostet.
Genau deshalb habe ich mein UGREEN-NAS mit einer unterbrechungsfreien Stromversorgung ausgestattet. UGREEN bietet mit der US2000 eine eigene, erstaunlich kleine und vergleichsweise günstige Lösung an. Doch selbst bei diesem ausdrücklich kompatiblen Gerät kann es passieren, dass zunächst gar nichts funktioniert.
Die Ursache ist meistens erfreulich banal.
Was ist eigentlich eine USV?
USV steht für „unterbrechungsfreie Stromversorgung“. Vereinfacht gesagt handelt es sich um einen Akku, der zwischen Steckdose und Gerät geschaltet wird.
Solange Strom aus der Steckdose kommt, wird das angeschlossene Gerät ganz normal versorgt und gleichzeitig der Akku der USV geladen. Fällt der Strom aus, übernimmt die Batterie innerhalb kürzester Zeit die Versorgung.
Eine USV soll ein NAS allerdings nicht unbedingt stundenlang weiterbetreiben. Ihre wichtigste Aufgabe besteht darin, einen plötzlichen Absturz zu verhindern. Sie verschafft dem NAS genügend Zeit, laufende Schreibvorgänge zu beenden und kontrolliert herunterzufahren.
Weshalb ein NAS unbedingt eine USV benötigt
In einem NAS arbeiten Festplatten, ein Betriebssystem und ein Dateisystem zusammen. Beinahe permanent werden Daten geschrieben, Verzeichnisse aktualisiert oder Verwaltungsinformationen auf den Festplatten verändert.
Wird in diesem Moment einfach der Strom abgeschaltet, kann das unangenehme Folgen haben:
- Dateien können beschädigt werden.
- Noch nicht vollständig geschriebene Daten können verloren gehen.
- Das Dateisystem kann Fehler bekommen.
- Ein RAID-Verbund muss möglicherweise zeitaufwendig überprüft oder neu aufgebaut werden.
- Im ungünstigsten Fall fährt das NAS anschließend nicht mehr ordnungsgemäß hoch.
Eine USV ist kein Ersatz für ein Backup. Sie beseitigt aber eine der häufigsten vermeidbaren Gefahren für ein dauerhaft laufendes NAS. Auch UGREEN weist darauf hin, dass selbst kurze Stromunterbrechungen laufende Schreibvorgänge und RAID-Systeme beeinträchtigen können.
Die originale USV von UGREEN
Für die eigenen NAS-Geräte bietet UGREEN unter anderem die US2000 an. Sie ist auf den Betrieb mit den kleinere, kompatiblen UGREEN-NAS-Modellen abgestimmt und kann über ein USB-Kabel mit dem Betriebssystem UGOS Pro kommunizieren.
Das ist entscheidend: Die USV liefert bei einem Stromausfall nicht nur weiterhin Energie. Sie teilt dem NAS gleichzeitig mit, dass der Netzstrom ausgefallen ist. Das NAS kann daraufhin nach einer festgelegten Wartezeit in den Bereitschaftsmodus wechseln oder automatisch herunterfahren.
Vor dem Kauf sollte man trotzdem die Kompatibilität mit dem eigenen NAS-Modell prüfen. Nicht jede UGREEN-USV funktioniert automatisch mit jedem NAS des Herstellers.
Preislich ist die US2000 erfreulich weit von den großen USV-Kästen entfernt, die man aus Büros oder Serverräumen kennt. Wer lediglich sein NAS absichern möchte, benötigt schließlich nicht unbedingt eine schwere Anlage, an der gleichzeitig Computer, Monitore, Drucker und die Kaffeemaschine hängen.
Wie viel Kapazität hat die US2000 denn nun?
Etwas Verwirrung gibt es bei der angegebenen Akkukapazität. Auf dem Karton steht:
3000 mAh (two cells in series)
Auf einem zusätzlichen Aufkleber der Verpackung findet sich dagegen die Angabe:
US2000, P/N 95792, UGREEN NAS UPS US2000, 6000 mAh
Weitere technische Angaben lauten:
- 22,2 Wh
- 7,4 V
- 72 Watt max.
Damit lässt sich der vermeintliche Widerspruch zwischen 3000 und 6000 mAh erklären. In der USV stecken offenbar zwei Akkuzellen mit jeweils 3000 mAh. Diese beiden Zellen sind in Reihe geschaltet.
Bei einer Reihenschaltung werden die Spannungen der Zellen addiert. Die Kapazität in Amperestunden bleibt dagegen unverändert. Das gesamte Akkupaket besitzt deshalb eine Nennspannung von 7,4 Volt und eine Kapazität von 3000 mAh beziehungsweise 3 Ah.
Die Rechnung lautet:
7,4 V × 3 Ah = 22,2 Wh
Das stimmt exakt mit der auf der USV angegebenen Energiemenge von 22,2 Wattstunden überein.
Die Angabe von 6000 mAh auf dem zusätzlichen Verpackungsaufkleber entsteht offenbar dadurch, dass die Kapazitäten der beiden einzelnen Zellen addiert wurden:
2 × 3000 mAh = 6000 mAh
Eine solche Addition ist bei in Reihe geschalteten Zellen technisch allerdings missverständlich. Das Akkupaket hat nicht 6000 mAh bei 7,4 Volt. Würde das stimmen, enthielte es nämlich 44,4 Wh Energie. Tatsächlich sind es laut Typenschild 22,2 Wh.
Beide Angaben beschreiben somit offenbar dieselben zwei Akkuzellen, betrachten sie aber auf unterschiedliche Weise:
- 6000 mAh ist die Summe der Kapazitätsangaben beider einzelnen Zellen.
- 3000 mAh bei 7,4 V ist die technisch maßgebliche Kapazität des in Reihe geschalteten Akkupakets.
- 22,2 Wh bezeichnet die tatsächlich gespeicherte Energiemenge und ist deshalb die eindeutigste Angabe.
Die ebenfalls angegebene maximale Leistung von 72 Watt hat mit der Akkukapazität nichts zu tun. Sie beschreibt, wie viel elektrische Leistung die USV höchstens an das angeschlossene NAS abgeben kann. Die Wattstunden geben dagegen an, wie viel Energie im Akku gespeichert ist.
Vereinfacht gesagt: Die US2000 kann maximal 72 Watt liefern und speichert insgesamt 22,2 Wattstunden Energie.
Wie lange das NAS damit tatsächlich weiterläuft, hängt von dessen Leistungsaufnahme ab. Rein rechnerisch würden 22,2 Wh bei einer konstanten Leistungsaufnahme von beispielsweise 20 Watt für gut eine Stunde reichen. In der Praxis fällt die Laufzeit wegen Umwandlungsverlusten, Eigenverbrauch der USV und Sicherheitsreserven kürzer aus.
Die Aufschrift „6000 mAh“ ist daher nicht unbedingt völlig falsch, aber ohne Erklärung irreführend. Für die Beurteilung der USV sollte man sich an die eindeutigen Werte 22,2 Wh bei 7,4 V halten.
Erstaunlich klein und unauffällig
Besonders angenehm ist die kompakte Bauform. Die US2000 ist kein großer schwarzer Kasten mit mehreren Steckdosen, Display und lautem Lüfter. Sie lässt sich unauffällig neben oder hinter dem NAS unterbringen und nimmt dort kaum Platz weg.
Auch die Verkabelung bleibt übersichtlich. Die USV verwendet das vorhandene Netzteil des NAS. Man benötigt also kein zusätzliches großes Netzteil und keine weitere Steckdose.
Man steckt also einfach das Stromkabel des NAS nun in die USV. Von der geht dann ein kurzes Kabel zum NAS. Das war’s schon. Nur noch ein USB-Datenkabel zwischen USV und NAS, und schon ist alles betriebsbereit.
Das klingt nach einer unkomplizierten Plug-and-play-Lösung. Im Prinzip ist es das auch.
Trotzdem kann es passieren, dass die USV nach dem Anschließen scheinbar nicht funktioniert oder vom NAS nicht erkannt wird.
Alles verkabelt – und trotzdem keine USV?

Der naheliegende Gedanke lautet dann: Gerät defekt, Kabel defekt oder doch nicht kompatibel.
Meistens liegt der Fehler aber in einem Missverständnis oder darin, dass die USV nach dem Transport und der ersten Inbetriebnahme noch nicht richtig aufgewacht ist.
Zwischen NAS und USV müssen zunächst zwei unterschiedliche Verbindungen hergestellt werden:
- eine Verbindung für den Strom und
- eine USB-Verbindung für die Kommunikation.
Die Stromverbindung sorgt dafür, dass das NAS bei einem Netzausfall aus dem Akku versorgt wird. Ohne USB-Datenkabel weiß das NAS jedoch nicht, dass der Strom ausgefallen ist.
Dann sieht es zunächst so aus, als würde die USV funktionieren: Das NAS läuft nach dem Ziehen des Netzsteckers weiter. Es erhält aber keine Informationen über Akkustand und Restlaufzeit und kann deshalb auch kein kontrolliertes Herunterfahren einleiten. Ist der Akku leer, geht das NAS am Ende doch schlagartig aus.
Bei meiner US2000 waren jedoch alle Kabel korrekt angeschlossen – und trotzdem wollte sie zunächst nicht richtig funktionieren.
Wenn die US2000 nicht funktioniert: erst einmal alles zurück auf Anfang
In meinem Fall bestand die Lösung nicht in einem Firmware-Eingriff, einem neuen Kabel oder einer komplizierten Systemeinstellung. Geholfen hat vielmehr ein vollständiger und vor allem ruhiger Neustart der gesamten Einrichtung.
Offenbar kann es vorkommen, dass die US2000 bei der ersten Inbetriebnahme nicht richtig aus ihrem „Transportschlaf“ erwacht. Ob es sich dabei um einen ausdrücklich so bezeichneten Betriebszustand oder lediglich um ein ungewöhnliches Verhalten bei der ersten Aktivierung handelt, lässt sich von außen schwer beurteilen. Das praktische Ergebnis ist jedoch dasselbe: Obwohl scheinbar alles richtig angeschlossen ist, wird die USV nicht ordnungsgemäß erkannt.
Dann hilft folgende Vorgehensweise:
- Alle Kabel der USV wieder lösen.
- Das NAS ohne USV in seiner normalen Verkabelung starten.
- Etwa eine halbe Stunde warten und das NAS ganz normal arbeiten lassen.
- Das NAS anschließend über UGOS Pro ordnungsgemäß herunterfahren.
- Warten, bis das NAS vollständig ausgeschaltet ist.
- Die USV nun in aller Ruhe neu und vollständig verkabeln.
- Das NAS wieder einschalten.
Bei mir wurde die US2000 nach dieser Prozedur korrekt erkannt und funktionierte anschließend wie vorgesehen.
Man sollte also nicht vorschnell von einem Defekt ausgehen. Manchmal hilft bei moderner Technik tatsächlich das, was seit Jahrzehnten erstaunlich oft hilft: alles ausschalten, warten und noch einmal sauber von vorne beginnen.
So wird die UGREEN US2000 richtig angeschlossen
Die richtige Reihenfolge ist einfacher, als die verschiedenen Anschlüsse zunächst vermuten lassen.
1. Das NAS herunterfahren
Bevor die Stromversorgung umgebaut wird, sollte das NAS über UGOS Pro ordnungsgemäß heruntergefahren werden. Erst wenn das Gerät vollständig ausgeschaltet ist, werden die Stromkabel getrennt.
2. Das originale NAS-Netzteil an die USV anschließen
Das Netzteil, das bisher direkt mit dem NAS verbunden war, wird nun nicht mehr in das NAS gesteckt.
Es kommt stattdessen in den dafür vorgesehenen Stromeingang der USV. Das Netzteil versorgt nun die USV und lädt deren Akku.
3. Die USV mit dem NAS verbinden
Das fest an der USV angebrachte beziehungsweise dafür vorgesehene Stromkabel wird mit dem Stromanschluss des NAS verbunden.
Der Stromweg lautet nun:
Steckdose → originales NAS-Netzteil → USV → NAS
Damit ist die Stromversorgung hergestellt. Fertig ist die Einrichtung aber noch nicht.
4. Unbedingt das USB-Datenkabel anschließen
Nun kommt der entscheidende Schritt: Die USV muss zusätzlich über das mitgelieferte USB-Kabel mit einem USB-Anschluss des NAS verbunden werden.
Dieses Kabel versorgt das NAS nicht mit Strom. Es dient ausschließlich der Kommunikation zwischen USV und NAS.
Der Anschluss lautet:
USB-Anschluss der USV → USB-Anschluss des NAS
Erst über diese Verbindung erfährt UGOS Pro, ob Netzstrom vorhanden ist, wie es um den Akku steht und wann das NAS heruntergefahren werden soll.
5. Die USV einschalten
Nachdem alle Strom- und Datenverbindungen noch einmal sorgfältig überprüft wurden, kann das NAS wieder eingeschaltet werden.
Sollte die US2000 dabei nicht erkannt werden, empfiehlt es sich, nicht wiederholt einzelne Kabel im laufenden Betrieb umzustecken. Besser ist es, die oben beschriebene Prozedur vollständig durchzuführen: USV abklemmen, NAS normal starten, eine halbe Stunde warten, sauber herunterfahren und anschließend alles neu verkabeln.
6. Die USV in UGOS Pro verbinden
Nach dem Hochfahren öffnet man in UGOS Pro:
Systemsteuerung → Hardware und Energie → USV
Die angeschlossene USV sollte dort automatisch erkannt werden. Anschließend muss gegebenenfalls noch auf „Verbinden“ geklickt werden.
Nun lassen sich Akkustand, verbleibende Laufzeit und das gewünschte Verhalten bei einem Stromausfall festlegen. UGREEN beschreibt die grundsätzliche Einrichtung im offiziellen Bereich Hardware und Energie.
Sinnvoll ist beispielsweise, das NAS nach einigen Minuten automatisch herunterfahren zu lassen. Eine sehr kurze Stromunterbrechung wird dann vom Akku überbrückt. Dauert der Ausfall länger, beendet das NAS kontrolliert seine Arbeit, bevor die Batterie leer ist.
Anschließend unbedingt testen
Eine USV, deren Funktion nie geprüft wurde, vermittelt möglicherweise nur ein trügerisches Gefühl von Sicherheit.
Deshalb sollte man nach der Einrichtung einen kontrollierten Test durchführen:
- Warten, bis das NAS vollständig hochgefahren ist.
- Sicherstellen, dass gerade keine wichtigen Kopier-, Update- oder Sicherungsvorgänge laufen.
- In UGOS Pro kontrollieren, ob die USV verbunden ist.
- Den Netzstecker des NAS-Netzteils beziehungsweise der USV aus der Steckdose ziehen.
- Prüfen, ob das NAS weiterläuft.
- Kontrollieren, ob UGOS Pro den Batteriebetrieb erkennt.
- Den Netzstecker anschließend wieder einstecken.
Wer auch das automatische Herunterfahren ausprobieren möchte, kann die Wartezeit vorübergehend kurz einstellen und den Test wiederholen. Danach sollte die gewünschte reguläre Wartezeit wieder eingetragen werden.
Die kurze Lösung
Wenn die UGREEN US2000 trotz vermeintlich richtiger Verkabelung nicht funktioniert, überprüfe zunächst diese drei Punkte:
- Das originale Netzteil des NAS gehört in den Stromeingang der USV.
- Der Stromausgang der USV gehört in den Stromanschluss des NAS.
- Zusätzlich muss das USB-Datenkabel von der USV zum NAS führen.
Wird die USV trotzdem nicht erkannt, dann:
- alle Kabel der USV lösen,
- das NAS wieder normal anschließen und starten,
- etwa eine halbe Stunde warten,
- das NAS ordnungsgemäß herunterfahren,
- die USV vollständig neu verkabeln und
- das NAS erneut starten.
Danach in UGOS Pro unter Systemsteuerung → Hardware und Energie → USV nachsehen und die erkannte USV mit „Verbinden“ aktivieren.
Genau das kleine USB-Kabel wird leicht vergessen. Und manchmal benötigt die US2000 offenbar einen zweiten, vollständig neu begonnenen Anlauf, um richtig aus ihrem „Transportschlaf“ zu erwachen.
Ohne USB-Verbindung hat das NAS zwar Notstrom, aber keine Ahnung, dass gerade der Strom ausgefallen ist. Und eine USV, die nicht mit dem NAS sprechen kann, erledigt eben nur die halbe Arbeit.
Fazit: Kleine USV mit großem Nutzen
Unterm Strich hinterlässt die UGREEN US2000 einen sehr guten Eindruck. Sie ist klein, unauffällig und genau auf den Zweck zugeschnitten, für den sie angeschafft wurde: ein kompatibles UGREEN-NAS bei einem Stromausfall vor einem plötzlichen und möglicherweise folgenreichen Absturz zu bewahren.
Die USV benötigt keine zusätzliche Steckdose und kein eigenes großes Netzteil, weil sie mit dem vorhandenen Netzteil des NAS betrieben wird. Über die USB-Verbindung kann sie dem NAS einen Stromausfall melden, sodass UGOS Pro rechtzeitig den Bereitschaftsmodus einleitet oder das System kontrolliert herunterfährt. Mit maximal 72 Watt Ausgangsleistung und einer gespeicherten Energie von 22,2 Wh ist sie für diesen Einsatzzweck sinnvoll dimensioniert.
Besonders positiv sind die kompakte Bauform und der vergleichsweise günstige Preis. Statt eines großen USV-Kastens erhält man eine kleine und unkomplizierte Lösung, die sich unauffällig neben dem NAS unterbringen lässt und im Alltag praktisch keine Aufmerksamkeit benötigt.
Zwei kleine Wermutstropfen bleiben allerdings.
Zum einen ist das fest angebrachte Stromkabel der USV ausgesprochen kurz. Dadurch befindet sich die US2000 beinahe zwangsläufig direkt neben oder unmittelbar hinter dem NAS. Wer seine Geräte mit etwas Abstand aufstellen oder die USV an einer besser erreichbaren Stelle platzieren möchte, hat nur wenig Spielraum.
Zum anderen zeigt meine Erfahrung, dass die Einrichtung möglicherweise nicht immer auf Anhieb funktioniert. Obwohl alle Kabel richtig angeschlossen waren, wurde die USV zunächst nicht ordnungsgemäß erkannt. Erst nachdem ich alles wieder getrennt, das NAS normal gestartet, eine halbe Stunde gewartet und anschließend die komplette Einrichtung in Ruhe wiederholt hatte, erwachte die US2000 offenbar vollständig aus ihrem „Transportschlaf“.
Das ist lästig, aber kein Grund, das Gerät vorschnell zurückzuschicken. Kennt man diese mögliche Startschwierigkeit, lässt sie sich mit etwas Geduld und einem sauberen zweiten Anlauf beheben.
Die beiden Kritikpunkte ändern deshalb nichts am insgesamt positiven Urteil. Sobald die US2000 korrekt angeschlossen und von UGOS Pro erkannt wurde, erfüllt sie ihre Aufgabe zuverlässig und ohne weiteres Zutun.
Für Besitzer eines kompatiblen UGREEN-NAS ist die US2000 daher eine klare Empfehlung. Sie kostet vergleichsweise wenig, beansprucht kaum Platz und schützt im Ernstfall nicht nur das NAS, sondern vor allem das, worauf es wirklich ankommt: die darauf gespeicherten Daten.
Bildquellen:
- ugreen-nas-usv_800x500: ugreen

















