Start Uncategorized Radiointerview mit Klarmobil
  • Radiointerview mit Klarmobil

    Eigentlich macht es mir ja nichts aus, vor vielen Menschen zu sprechen und ich bin auch nicht der Typ der besonders leicht Lampenfieber bekommt. Aber in letzter Zeit wollen immer mal wieder auch Radiosender von mir Interviews und ich muß gestehen, daß ich da vorher meist ganz schön aufgeregt bin. Live ist doch was ganz anderes, als wenn man per Mail ein paar Antworten auf irgendwelche Fragen zurückschickt. Im Allgemeinen geht das so, daß der Sender etwa 5 Minuten vor der verabredeten Zeit anruft und während dort noch für die Zuhörer Musik läuft, spricht der Moderator der Sendung kurz den Ablauf mit mir durch. Dabei stellt dann immer ein Techniker oder Redakteur die Frage, ob im Hintergrund alles ruhig ist.

    Natürlich ist alles ruhig, die große Standuhr in der Ecke halte ich immer an, damit sie nicht mitten in der Sendung Ding-Dong macht und am Telefon schalte ich vorsichtshalber das „Anklopfen“ aus, damit nicht Tante Martha mit einem Biep-Piep-Bööörp-Signal dazwischenfunken kann. Genau so gewappnet saß ich am Donnerstag hier im Wohnzimmer. An der Tür hing die rote Pappe: „Draussen bleiben!“ damit die Kinder nicht versehentlich reinplatzen und ich wartete so vor mich hin. Auch den Fernseher hatte ich stumm geschaltet, er lief vorher, um mich etwas aufzulockern. Dann entschied ich mich um und schaltete lieber auf einen Kanal, auf dem gerade nicht gesendet wird, ich nahm den Lokalsender hier.

    Pünktlich auf die Minute rief der Sender an, ich wurde freundlich begrüßt und das Interview begann sehr gut, alles lief wie am Schnürchen. Vier Minuten sollte das Ganze dauern und es war vielleicht die Minute drei angebrochen, da entschied sich urplötzlich unser Lokal-Fernsehsender dazu, eine Werbung auszustrahlen und während ich gerade eine Frage des Moderators anhörte, brüllte hinter mir plötzlich der Typ von Klarmobil los. Man kennt doch diese Werbung, nicht wahr? Da brüllt so ein etwas aggressiver Mann im Seppelkostüm und schimpft wie ein Rohrspatz über die viel zu hohen Handytarife.


    Anzeige




    Peinlich! Natürlich war ich vor Aufregung durchs ganze Wohnzimmer auf und ab gelaufen, musste die Fernbedienung zum erneuten Stummschalten erst suchen und mir kam es vor, als vergingen Ewigkeiten, bis endlich der Fernseher aus war. Fürchterlich! Doch der Mann vom Radio ließ sich nichts anmerken.
    Meine Güte, war mir das peinlich!
    Aber ich hatte Glück! Auf dem Sendungsmitschnitt hinterher war die Panne gar nicht drauf, der Tontechniker hatte mich während der Fragestellung stummgeschaltet, sodaß der Klarmobil-Seppel gar nicht durchgekommen war. Puuuuh!
    Also in Zukunft mache ich auf jeden Fall auch den Fernsehapparat aus!


    -Anzeige-

    • Wie finde ich die richtigen Tanzschuhe?

      Sie haben ein paar Tanzstunden im Ballsaal genommen und beginnen, sich mit dem Tanzen zu b…
    • Verrückt

      Verrückt ist eine facettenreiche Vokabel. Es ist beispielsweise ziemlich verrückt, in wie …
    • Uschis Milchmädchen

      Das Milchmädchen wird immer dann erwähnt, zumeist mit Herablassung, wenn über hochnotpeinl…
    • Gesundheitsexperten

      In der Bundesrepublik herrscht ein eklatanter Mangel an Organen; und damit sind nicht etwa…
    • Kohle versenken

      Vor ein paar Jahren war ich geschäftlich in der Freien und Hansestadt Hamburg. Nach getane…
    • Na bitte, geht doch!

      In zarten Alter von 16 Lenzen war ich zu einem Schüleraustausch in der Stadt der Liebe, in…
    Mehr verwandte Artikel laden

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

    Lies bitte auch

    Frohes neues Jahr

    Allen Leserinnen und Lesern des Dreibeinblogs wünsche ich ein frohes, gesundes und erfolgr…