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  • Loveparade, die Bilder, die Dokumentation

    Der Veranstalter der Loveparade hat gestern eine Dokumentation über die Ereignisse bei der diesjährigen Loveparade, bei der 21 Menschen zu Tode kamen, ins Internet gestellt.
    Die Originalbilder, ergänzt um Animationen und erklärende Grafiken, sind hier zu sehen. Link zur Dokumentation Loveparade.
    Ge- und erklärt werden soll mit dieser Videodokumentation, wie es zu dem Unglück auf dem Gelände des alten Güterbahnhofs ins Duisburg kommen konnte. Selbstverständlich bemüht sich das Unternehmen Lopavent aus Berlin darum, seine Sichtweise der Dinge zu publizieren. Grundaussage der Videodokumentation: Schuld an dem Unglück trägt in erster Linie die Polizei, die durch Sperrketten aus Beamten den Besucherab- und Zustrom in gefährlicher Weise so beeinflusst und aufgestaut hat, daß es erst in der Folge dieser Maßnahmen zu dem gefährlichen Kesseltreiben mit der anschließenden Massenpanik kommen konnte. So stellen es zumindest die Veranstalter da.

    Ob es nun tatsächlich so gewesen ist oder ob alles doch ganz anders war… wir werden die Tatsachen vermutlich nie genau erklärt bekommen. Denn eines ist klar, dem Veranstalter stehen in Polizei und Stadtverwaltung Kräfte gegenüber, die ihrerseits nichts unversucht lassen werden, die Schuld von sich zu weisen und bei jemand anderem zu suchen. Ja und wer kommt da besser in Frage als der Veranstalter?

    So gesehen ist diese Videodokumentation zumindest mal ein Schritt in die richtige Richtung. Ohne reißerische Stimmungsmache, wie wir es im Privatfernsehen bereits zuhauf gesehen haben, wird sachlich und nüchtern versucht, die Geschehnisse aufzuarbeiten und darzustellen.


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    Immerhin geht das Unternehmen an die Öffentlichkeit, immerhin macht da jetzt endlich mal jemand den Mund auf. Die trocken, ja fast schon arrogante Weise, in der die öffentlichen Kräfte, wie Polizei und Feuerwehr usw. die Schuld komplett von sich weisen, kann auch niemandem helfen.
    Die Familien der Getöteten und die Öffentlichkeit hat ein Recht darauf, daß sich die Betreffenden endlich dazu bekennen, daß eine Verkettung unglücklicher Umstände, an denen verschiedenste Stellen die Schuld tragen könnten, zu dem Unglück geführt haben. Einmal abgesehen davon, daß die Suche nach dem oder den Schuldigen weitergeht und es sicherlich rein juristisch von Belang ist, wen man wegen was irgendwann einmal verurteilt oder freispricht, muß es doch in erster Linie darum gehen, aus dem bitteren Geschehen zu lernen, wie man so etwas künftig besser macht und wie man solch ein Unglück in Zukunft verhindern kann.

    Für die Loveparade kommt das alles zu spät, sie ist mit den 21 Opfern gestorben.


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