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Ich bin der wichtigste LKW-Fahrer der Welt!

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Da verliert ein LKW-Fahrer die Nerven, blockiert mit seinem LKW die Zufahrt zu einem Gewerbegebiet und nimmt damit sozusagen 350 Kunden in Gefangenschaft. Schuldgefühle? Fehlanzeige! ICH, ICH, ICH! Ich stehe im Mittelpunkt, nur meine Interessen zählen und wenn ich nicht sofort bekomme was ich will, dann drehe ich hier auf der Stelle durch und setze meine vermeintlichen Ansprüche rücksichtslos durch. Egal wie es anderen dabei ergeht, ich bin wichtiger als alle anderen Menschen. So muß dieser LKW-Fahrer gedacht haben.

Auf dem obigen Bild sieht man, wie der Laster quer auf der Straße steht. Der Fahrer ist Sekunden zuvor von links, wo er genug Platz zum Parken und Warten gehabt hätte, nach vorne gezogen, hat sich quergestellt und damit die einzige Zufahrt zum Bauhaus in Mannheim-Mallau blockiert.

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Kein Kundenfahrzeug, kein Lieferant und im Zweifelsfall auch kein Rettungsdienst hätten das Gewerbegebiet noch erreichen können.
Die Rücksichtslosigkeit und Ichbezogenheit des Fahrers ging sogar noch so weit, daß er ausstieg und die anderen Autofahrer beschimpfte.

Der blockierende LKW ist hier mit einem roten Strich (siehe grüner Pfeil) gekennzeichnet. A zeigt das Bauhaus Mannheim mit seinen beiden riesigen Parkplätzen, die zum Zeitpunkt der Vorfalls gut gefüllt waren. Der obere Parkplatz war überdies stark von Lieferanten frequentiert und ein Anlieferungs-LKW stand unmittelbar neben der Einfahrt zu Betrieb C und wartete auf den Zuruf, daß er endlich entladen werden kann. Weil das noch bis zu zwei Stunden dauern konnte, war der Fahrer weggegangen, um irgendwo eine Curry-Wurst zu essen.
Der blockierende LKW wollte eigentlich rückwärts in die Einfahrt zu Betrieb C einfahren. Hierfür stand ihm aber der andere LKW, der ordnungsgemäß abgestellt war, etwas im Weg.
Statt nun die Entwicklung einfach abzuwarten, was sicher mit Ärger und Zeitverlust verbunden gewesen wäre, aber das ist nunmal LKW-Fahrerschicksal, drehte der Fahrer plötzlich durch. Er zog mit seinem LKW quer über die Straße und blockierte sie beinahe 20 Minuten.
Die einzige Zufahrt (B) war vollkommen blockiert, die Autos stauten sich bis auf die nahe „Autobahn“-Zufahrt.

Dieser Vorfall ist doch beinahe exemplarisch. Da geschieht einem ein echtes oder vermeintliches Unrecht. Statt nun aber die Situation für sich zu klären oder die Polizei o.ä. einzuschalten, greift man zu irgendwelchen Methoden der Selbstjustiz. Die Menschen sind so eingebildet und ich-bezogen, daß man es fast kaum glauben mag.
Durch seine lächerliche Aktion hat der Fahrer für sich nicht den geringsten Vorteil aus der Sache ziehen können, aber hunderte anderer empfindlich und langanhaltend ihrer Freiheit beraubt.


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Lesezeit ca.: 3 Minuten | Tippfehler melden | © Revision: 26. November 2012 | Peter Wilhelm 26. November 2012

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