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  • Deutschland trauert um den Hustinettenbär

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    Ganz Deutschland hält inne, verstummt für einen kurzen Moment des Angedenkens – der Hustinettenbär ist tot.
    Wie aus stets gut unterrichteter Qualle Quelle verlautet, ist der Bär bereits am 30. Januar „in seiner umweltfreundlichen Verpackung gestorben“.
    Die Hinterbliebenen sind erst heute damit an die Öffentlichkeit, nachdem zuvor das Zentralkomitee der Süßwarenindustrie, Angela Merkel und Barack Obama verständigt wurden. Bundespräsident Horst Köhler würdigte die Verdienste des Hustinettenbärs in einem Kondolenztelegramm mit den Worten: „Da geht einer von uns, der immer nur kurz kam, ich selbst kenne ihn aus meiner Kindheit und das ganze deutsche Volk hat ihm viel zu verdanken.“

    Am Dienstag ist ein Trauerakt in der großen Halle der Kandisgießer und Zuckerwürfelsäger geplant, an dem gekrönte Häupter aus aller Welt sich gegenseitig etwas vorhusten werden. Ob Papst Benedikt XVI anreisen wird, steht zur Stunde noch offen.

    Der Hustinettenbär soll, einem ärztlichen Bulletin zufolge, das von Frau Prof. Dr. med. hust. Leonope bekanntgegeben wurde, an einer Lungenentzündung erkrankt gewesen sein und letztlich einem Hustenanfall erlegen sein.

    Der Hustinettenbär war am 21. Februar 1955 unter dem bürgerlichen Namen Olaf in Bielefeld geboren worden. Nach der Kinderschule absolvierte Olaf zunächst eine Ausbildung zum Trapezkünstler. Bekannt wurde er als hustender Untermann einer Artistengruppe. „Olaf hat Husten“, ist ein Satz der vielen, vor allem älteren Fernsehzuschauern noch in den Ohren klingt.
    Danach schulte Olaf zum Bären um und machte als tapsiger Bärenmarke-Bär eine erste Karriere, die ihn bundesweit bekannt und beliebt machte. Jedoch litt Bär Olaf nicht nur an Husten, sondern auch an Megawuchs und wurde bald schon zu groß für die Rolle des Dosenmilchbären. Daraufhin schied er aus diesem Werbeprogramm aus, der Milchbär wird seitdem von wechselnden Künstlern verkörpert.
    Den wirklichen Durchbruch schaffte Olaf dann als Hustinettenbär, der allen die husten, röcheln oder auch nur laut atmen seine hustenstillenden Lutschbonbons anbot.
    Nach einem Vorfall in einem Bielefelder Großbordell war es in den letzten Jahren um den Hustinettenbär ruhig geworden.
    Zu diesem Vorfall war es gekommen, als der Bär durch lautes Atmen und Hecheln angelockt worden war und sich die Bordellbesucher durch die angebotenen Lutschbonbons eher belästigt fühlten.
    Seinen Lebensabend verbrachte der Hustinettenbär in einer Wohngemeinschaft zusammen mit dem Tchibo-Mann, dem Persil-Mann und Waschmaschinenfrau Clementine.

    Olaf, wir werden Dich nie vergessen!

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