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Citizen Promaster Skyhawk JY8020-52E – ein japanisches Meisterwerk am Handgelenk

Ecodrive 800x500
Das Besondere an der Rechenschieber-Lünette bei der Citizen-Uhr ist, dass sie innenliegend ist, also unter dem Uhrenglas liegt. Verstellt wird sie mit dem Drehknopf links unten am Uhrengehäuse.

Vor vielen Jahren war ich auf der Suche nach einer Armbanduhr für jeden Tag. Diese Uhr sollte zum Anzug ebenso tragbar sein, wie bei der Arbeit oder in der Freizeit.

Okay, heutzutage sind die Konventionen da aufgeweicht. Aber ich stamme noch aus einer Zeit, in der das noch nicht so war. Da trug man zum Anzug die kleine Goldene mit dem Lederarmband, zum Sport die Robuste mit dem Stoff- oder Gummiarmband und bei der Arbeit irgendetwas Unkaputtbares.

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Wie gesagt, das ist heute anders. Selbst zum Anzug passt eine Taucheruhr und eine sportive Swatch wird eigentlich überall getragen, Ob das schön ist, steht auf einem anderen Blatt.

Ich jedenfalls suchte eine robuste Uhr, die beim Arbeiten nicht gleich kaputtgeht und die trotzdem so schön ist, dass sie auch zum Anzug passt. Ich gehöre ja nicht zur ersten Gesellschaft, wo es zentimetergenau auf Etikette ankommt.

Meine Wahl fiel auf die Citizen Promaster Skyhawk. Das ist eine Uhr mit Titan-Gehäuse und einem sehr schönen Armband aus dem gleichen Material.
Was mir besonders gefiel: Die Uhr gehört zu Citizens EcoDrive-Universum, wird also mit Solar aufgeladen und benötigt lebenslang keinen Batteriewechsel.

Wie immer bei gut ausgestatteten Chronographen kann diese Uhr viel mehr, als ich je benötigen werde. Das dicke Benutzerhandbuch braucht man auch, will man alle Funktionen der Uhr nutzen.
Will ich aber gar nicht.

Ich habe sie vor zehn oder zwölf Jahren mal eingestellt (Zeitzone, Referenzzeit) und seitdem läuft sie dank Funkuhrmodus auf die Sekunde genau.
Die Uhr hat vier Hilfsziffernblätter und zwei digitale Anzeigen. Außer der Gangreserve bei ca. 10 Uhr nutze ich allenfalls noch das Datum bei 4 Uhr. Ich nutze sie in erster Linie für den schnellen Blick auf die Uhrzeit.

Titan, Funk, Saphir – und Eco-Drive: Auf dem Papier klingt das alles erst einmal nach Marketing-Schlagworten. In der Praxis habe ich aber festgestellt, dass genau diese Kombination im Alltag tatsächlich einen Unterschied macht.

Aussehen & Tragegefühl

Was mir sofort aufgefallen ist: Die Uhr besteht aus Titan. Ich hatte vorher hauptsächlich Edelstahluhren getragen, und der Unterschied ist erstaunlich. Titan wirkt etwas matter, eher grau-silbrig, fast schon technisch-nüchtern. Kein Glanz, kein Bling-Bling – dafür eine ganz eigene, unaufdringliche Eleganz.

Am Handgelenk macht sich vor allem das geringe Gewicht bemerkbar. Die Uhr sieht nicht gerade klein aus, aber sie trägt sich deutlich leichter, als man erwarten würde. Nach ein paar Stunden merkt man sie kaum noch. Gleichzeitig wirkt sie stabil und solide, ohne klobig zu sein. Für mich ist das so eine typische „nicht drüber nachdenken“-Uhr geworden – man legt sie morgens an und hat den ganzen Tag Ruhe.

Das Ziffernblatt ist schwarz und üppig mit kleinen Zahlen für die Rechenschieberlünette versehen. Interessant wird die Uhr durch die aufgesetzten Indizes, die so geschliffen sind, dass sie das Licht von allen Seiten gut reflektieren. Dadurch ergibt sich ein gewisser Diamanteffekt. Die Uhr glitzert und blinkt, ohne übertrieben zu wirken oder aufzufallen.

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Verarbeitung & Details

Wenn man genauer hinschaut, merkt man schnell, dass hier nicht einfach nur zusammengebaut wurde. Die Krone mit dem eingeprägten Citizen-Logo, die sauber gearbeitete Faltschließe, der Gehäuseboden – alles wirkt durchdacht und ordentlich gemacht.

Gerade die Schließe ist mir positiv aufgefallen. Sie rastet sauber ein und gibt ein sicheres Gefühl. Ich hatte nie das Gefühl, dass sich da etwas versehentlich öffnen könnte. Insgesamt macht die Uhr auf mich den Eindruck, als wäre sie dafür gebaut worden, lange zu halten – und nicht nur ein paar Jahre gut auszusehen.

Citizen Eco-Drive – Energie aus Licht

Grundprinzip: Licht wird zu Energie

Was ich an Eco-Drive besonders schätze, ist die Tatsache, dass man sich um die Energieversorgung praktisch nicht kümmern muss. Unter dem Zifferblatt sitzt eine Solarzelle, die Licht einfängt – egal ob Sonne oder Zimmerbeleuchtung. Das klingt erstmal banal, macht aber im Alltag einen großen Unterschied.

Ich habe die Uhr einfach getragen, ohne mir Gedanken zu machen, und sie lief. Kein Batteriewechsel, kein „Mist, stehen geblieben“ – einfach anlegen und vergessen.

Energiemanagement und Reserven

Interessant ist auch, wie lange die Uhr ohne Licht durchhält. Selbst wenn man sie mal eine Zeit lang nicht trägt, läuft sie weiter. Und wenn sie wirklich längere Zeit im Dunkeln liegt, geht sie in eine Art Schlafmodus. Das merkt man im Alltag kaum – sie „weiß“ einfach wieder, wie spät es ist, sobald sie Licht bekommt.

Schutzmechanismen

Ich habe mich anfangs gefragt, ob ständiges Laden durch Licht dem System schadet. Offenbar nicht – die Technik regelt das selbst. Überladen oder „kaputtladen“ ist hier kein Thema.

Ökologischer Aspekt

Ein angenehmer Nebeneffekt: Man spart sich Batterien. Das ist kein Weltrettungsargument, aber es fühlt sich einfach sinnvoll an, dass da nicht alle paar Jahre eine Knopfzelle entsorgt werden muss.

Alltagserfahrung

Unterm Strich bedeutet Eco-Drive für mich vor allem eines: Ruhe. Die Uhr läuft einfach. Ich muss nichts planen, nichts warten, nichts im Auge behalten. Gerade im Vergleich zu mechanischen Uhren ist das eine völlig andere Art von Komfort.

Fazit

Eco-Drive ist keine spektakuläre Technik, die man ständig bewusst wahrnimmt. Aber genau das macht sie so angenehm: Sie funktioniert im Hintergrund – zuverlässig und unauffällig.

Material: Base Titanium

Das Titan merkt man im Alltag vor allem am Gewicht. Wenn man von einer Stahluhr kommt, ist das fast irritierend. Die Uhr sieht präsent aus, fühlt sich aber leicht an. Gleichzeitig hatte ich nie das Gefühl, dass sie empfindlich wäre – eher im Gegenteil.

Ablesbarkeit, Beleuchtung & Alltag

Die Anzeige ist funktional aufgebaut. Wenn man sich einmal daran gewöhnt hat, findet man sich schnell zurecht. Die Beleuchtung funktioniert auf Knopfdruck, reicht für dunkle Situationen aus, ist aber nichts, was man ständig nutzt.

Im Alltag schaue ich eigentlich fast nur auf Datum und Uhrzeit. Die ganzen Zusatzfunktionen sind da, aber ehrlich gesagt brauche ich sie selten. Das ist aber kein Nachteil – eher ein Zeichen dafür, dass die Uhr als Alltagsbegleiter funktioniert.

Funkgesteuert: Zeit, die einfach stimmt

Ein Punkt, den ich sehr schnell zu schätzen gelernt habe: Die Uhr stellt sich selbst. Sommerzeit, Winterzeit, kleine Abweichungen – alles läuft automatisch. Man merkt das eigentlich nur daran, dass man sich nie darum kümmern muss.

Quarz – bewusst gewählt

Ich komme eigentlich aus der mechanischen Ecke und habe lange gedacht, Quarz sei irgendwie weniger „wertig“. In der Praxis sieht das anders aus: Die Uhr läuft genau, braucht kaum Aufmerksamkeit und macht einfach ihren Job.

Gerade als Gebrauchsgegenstand hat Quarz für mich inzwischen durchaus seinen Reiz.

Eco-Drive: Das Prinzip hinter der Ausdauer

Das Schöne ist: Man muss sich nicht kümmern. Licht reicht aus, und davon bekommt eine Uhr im Alltag eigentlich immer genug ab. Dass sie dann auch noch monatelang weiterläuft, wenn man sie mal nicht trägt, macht das Ganze sehr entspannt.

Glas & Dichtigkeit

Saphirglas ist so ein Detail, das man erst zu schätzen weiß, wenn man es hat. Kratzer sind im Alltag praktisch kein Thema mehr. Und die Wasserdichtigkeit gibt einfach ein gutes Gefühl, auch wenn man sie selten wirklich ausreizt.

Rückseite mit Aussage

Der Gehäuseboden ist sauber gestaltet und wirkt nicht wie eine Pflichtübung. Solche Details fallen vielleicht nicht sofort ins Auge, tragen aber zum Gesamteindruck bei.

Fazit: Eine Uhr für jeden Tag – und lange darüber hinaus

Für mich ist die Uhr inzwischen genau das geworden, was man sich eigentlich wünscht: ein zuverlässiger Begleiter, über den man nicht nachdenken muss. Sie ist leicht, robust, läuft genau und verlangt keine Aufmerksamkeit.

Es gibt spektakulärere Uhren – aber nur wenige, die im Alltag so unauffällig gut funktionieren.

Bildquellen:

  • Klein-81ZCe7MMfzL._AC_SY550_: Peter Wilhelm
  • 81ZCe7MMfzL._AC_SY550__800x500: Peter Wilhelm

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