Vor vielen Jahren war ich auf der Suche nach einer Armbanduhr für jeden Tag. Diese Uhr sollte zum Anzug ebenso tragbar sein, wie bei der Arbeit oder in der Freizeit.
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- Aussehen & Tragegefühl
- Verarbeitung & Details
- Citizen Eco-Drive – Energie aus Licht
- Material: Base Titanium
- Ablesbarkeit, Beleuchtung & Alltag
- Funkgesteuert: Zeit, die einfach stimmt
- Quarz – bewusst gewählt
- Eco-Drive: Das Prinzip hinter der Ausdauer
- Glas & Dichtigkeit
- Rückseite mit Aussage
- Fazit: Eine Uhr für jeden Tag – und lange darüber hinaus
- Bildquellen:
Okay, heutzutage sind die Konventionen da aufgeweicht. Aber ich stamme noch aus einer Zeit, in der das noch nicht so war. Da trug man zum Anzug die kleine Goldene mit dem Lederarmband, zum Sport die Robuste mit dem Stoff- oder Gummiarmband und bei der Arbeit irgendetwas Unkaputtbares.
Wie gesagt, das ist heute anders. Selbst zum Anzug passt eine Taucheruhr und eine sportive Swatch wird eigentlich überall getragen, Ob das schön ist, steht auf einem anderen Blatt.
Ich jedenfalls suchte eine robuste Uhr, die beim Arbeiten nicht gleich kaputtgeht und die trotzdem so schön ist, dass sie auch zum Anzug passt. Ich gehöre ja nicht zur ersten Gesellschaft, wo es zentimetergenau auf Etikette ankommt.
Meine Wahl fiel auf die Citizen Promaster Skyhawk. Das ist eine Uhr mit Titan-Gehäuse und einem sehr schönen Armband aus dem gleichen Material.
Was mir besonders gefiel: Die Uhr gehört zu Citizens EcoDrive-Universum, wird also mit Solar aufgeladen und benötigt lebenslang keinen Batteriewechsel.
Wie immer bei gut ausgestatteten Chronographen kann diese Uhr viel mehr, als ich je benötigen werde. Das dicke Benutzerhandbuch braucht man auch, will man alle Funktionen der Uhr nutzen.
Will ich aber gar nicht.
Ich habe sie vor zehn oder zwölf Jahren mal eingestellt (Zeitzone, Referenzzeit) und seitdem läuft sie dank Funkuhrmodus auf die Sekunde genau.
Die Uhr hat vier Hilfsziffernblätter und zwei digitale Anzeigen. Außer der Gangreserve bei ca. 10 Uhr nutze ich allenfalls noch das Datum bei 4 Uhr. Ich nutze sie in erster Linie für den schnellen Blick auf die Uhrzeit.
Titan, Funk, Saphir – und Eco-Drive: Auf dem Papier klingt das alles erst einmal nach Marketing-Schlagworten. In der Praxis habe ich aber festgestellt, dass genau diese Kombination im Alltag tatsächlich einen Unterschied macht.
Aussehen & Tragegefühl
Was mir sofort aufgefallen ist: Die Uhr besteht aus Titan. Ich hatte vorher hauptsächlich Edelstahluhren getragen, und der Unterschied ist erstaunlich. Titan wirkt etwas matter, eher grau-silbrig, fast schon technisch-nüchtern. Kein Glanz, kein Bling-Bling – dafür eine ganz eigene, unaufdringliche Eleganz.
Am Handgelenk macht sich vor allem das geringe Gewicht bemerkbar. Die Uhr sieht nicht gerade klein aus, aber sie trägt sich deutlich leichter, als man erwarten würde. Nach ein paar Stunden merkt man sie kaum noch. Gleichzeitig wirkt sie stabil und solide, ohne klobig zu sein. Für mich ist das so eine typische „nicht drüber nachdenken“-Uhr geworden – man legt sie morgens an und hat den ganzen Tag Ruhe.
Das Ziffernblatt ist schwarz und üppig mit kleinen Zahlen für die Rechenschieberlünette versehen. Interessant wird die Uhr durch die aufgesetzten Indizes, die so geschliffen sind, dass sie das Licht von allen Seiten gut reflektieren. Dadurch ergibt sich ein gewisser Diamanteffekt. Die Uhr glitzert und blinkt, ohne übertrieben zu wirken oder aufzufallen.

Verarbeitung & Details
Wenn man genauer hinschaut, merkt man schnell, dass hier nicht einfach nur zusammengebaut wurde. Die Krone mit dem eingeprägten Citizen-Logo, die sauber gearbeitete Faltschließe, der Gehäuseboden – alles wirkt durchdacht und ordentlich gemacht.
Gerade die Schließe ist mir positiv aufgefallen. Sie rastet sauber ein und gibt ein sicheres Gefühl. Ich hatte nie das Gefühl, dass sich da etwas versehentlich öffnen könnte. Insgesamt macht die Uhr auf mich den Eindruck, als wäre sie dafür gebaut worden, lange zu halten – und nicht nur ein paar Jahre gut auszusehen.
Citizen Eco-Drive – Energie aus Licht
Grundprinzip: Licht wird zu Energie
Was ich an Eco-Drive besonders schätze, ist die Tatsache, dass man sich um die Energieversorgung praktisch nicht kümmern muss. Unter dem Zifferblatt sitzt eine Solarzelle, die Licht einfängt – egal ob Sonne oder Zimmerbeleuchtung. Das klingt erstmal banal, macht aber im Alltag einen großen Unterschied.
Ich habe die Uhr einfach getragen, ohne mir Gedanken zu machen, und sie lief. Kein Batteriewechsel, kein „Mist, stehen geblieben“ – einfach anlegen und vergessen.
Energiemanagement und Reserven
Interessant ist auch, wie lange die Uhr ohne Licht durchhält. Selbst wenn man sie mal eine Zeit lang nicht trägt, läuft sie weiter. Und wenn sie wirklich längere Zeit im Dunkeln liegt, geht sie in eine Art Schlafmodus. Das merkt man im Alltag kaum – sie „weiß“ einfach wieder, wie spät es ist, sobald sie Licht bekommt.
Schutzmechanismen
Ich habe mich anfangs gefragt, ob ständiges Laden durch Licht dem System schadet. Offenbar nicht – die Technik regelt das selbst. Überladen oder „kaputtladen“ ist hier kein Thema.
Ökologischer Aspekt
Ein angenehmer Nebeneffekt: Man spart sich Batterien. Das ist kein Weltrettungsargument, aber es fühlt sich einfach sinnvoll an, dass da nicht alle paar Jahre eine Knopfzelle entsorgt werden muss.
Alltagserfahrung
Unterm Strich bedeutet Eco-Drive für mich vor allem eines: Ruhe. Die Uhr läuft einfach. Ich muss nichts planen, nichts warten, nichts im Auge behalten. Gerade im Vergleich zu mechanischen Uhren ist das eine völlig andere Art von Komfort.
Fazit
Eco-Drive ist keine spektakuläre Technik, die man ständig bewusst wahrnimmt. Aber genau das macht sie so angenehm: Sie funktioniert im Hintergrund – zuverlässig und unauffällig.
Material: Base Titanium
Das Titan merkt man im Alltag vor allem am Gewicht. Wenn man von einer Stahluhr kommt, ist das fast irritierend. Die Uhr sieht präsent aus, fühlt sich aber leicht an. Gleichzeitig hatte ich nie das Gefühl, dass sie empfindlich wäre – eher im Gegenteil.
Ablesbarkeit, Beleuchtung & Alltag
Die Anzeige ist funktional aufgebaut. Wenn man sich einmal daran gewöhnt hat, findet man sich schnell zurecht. Die Beleuchtung funktioniert auf Knopfdruck, reicht für dunkle Situationen aus, ist aber nichts, was man ständig nutzt.
Im Alltag schaue ich eigentlich fast nur auf Datum und Uhrzeit. Die ganzen Zusatzfunktionen sind da, aber ehrlich gesagt brauche ich sie selten. Das ist aber kein Nachteil – eher ein Zeichen dafür, dass die Uhr als Alltagsbegleiter funktioniert.
Funkgesteuert: Zeit, die einfach stimmt
Ein Punkt, den ich sehr schnell zu schätzen gelernt habe: Die Uhr stellt sich selbst. Sommerzeit, Winterzeit, kleine Abweichungen – alles läuft automatisch. Man merkt das eigentlich nur daran, dass man sich nie darum kümmern muss.
Quarz – bewusst gewählt
Ich komme eigentlich aus der mechanischen Ecke und habe lange gedacht, Quarz sei irgendwie weniger „wertig“. In der Praxis sieht das anders aus: Die Uhr läuft genau, braucht kaum Aufmerksamkeit und macht einfach ihren Job.
Gerade als Gebrauchsgegenstand hat Quarz für mich inzwischen durchaus seinen Reiz.
Eco-Drive: Das Prinzip hinter der Ausdauer
Das Schöne ist: Man muss sich nicht kümmern. Licht reicht aus, und davon bekommt eine Uhr im Alltag eigentlich immer genug ab. Dass sie dann auch noch monatelang weiterläuft, wenn man sie mal nicht trägt, macht das Ganze sehr entspannt.
Glas & Dichtigkeit
Saphirglas ist so ein Detail, das man erst zu schätzen weiß, wenn man es hat. Kratzer sind im Alltag praktisch kein Thema mehr. Und die Wasserdichtigkeit gibt einfach ein gutes Gefühl, auch wenn man sie selten wirklich ausreizt.
Rückseite mit Aussage
Der Gehäuseboden ist sauber gestaltet und wirkt nicht wie eine Pflichtübung. Solche Details fallen vielleicht nicht sofort ins Auge, tragen aber zum Gesamteindruck bei.
Fazit: Eine Uhr für jeden Tag – und lange darüber hinaus
Für mich ist die Uhr inzwischen genau das geworden, was man sich eigentlich wünscht: ein zuverlässiger Begleiter, über den man nicht nachdenken muss. Sie ist leicht, robust, läuft genau und verlangt keine Aufmerksamkeit.
Es gibt spektakulärere Uhren – aber nur wenige, die im Alltag so unauffällig gut funktionieren.
Bildquellen:
- Klein-81ZCe7MMfzL._AC_SY550_: Peter Wilhelm
- 81ZCe7MMfzL._AC_SY550__800x500: Peter Wilhelm


















Nah an Perfekt dran… bin aber eher der Typ für die schlichten Citizen Modelle… genial fand ich damals schon den „ewigen Kalender“, da konnte man ohne Funk, nur über die Zeiger einstellen welcher Monat und wieviel Jahre nach dem Schaltjahr man sich befand, und so wurde das Datum immer korrekt angezeigt, egal ob nach 30, 31, 28 oder 29 Tage der Monatswechsel war.
Der Artikel sollte eigentlich noch gar nicht erscheinen, es ist nur die Rohfassung. Aber egal. 🙂
Ich habe auch ganz schlichte Uhren ohne so viel Gedöns auf dem Ziffernblatt.
Bei der hier fand ich das Titan so toll. Außerdem leitete diese Uhr meine Abkehr von Quarzuhren ein. Sie ist der perfekte Kompromiss, weil man eben keine Batterie wechseln muss.
Ein wenig Bedenken hatte ich, weil mir jemand gesagt hat, diese Uhren würden schnell altern und dann irgendwann den Akku nicht mehr ausreichend laden.
Aber ich habe die Uhr jetzt fast 10 Jahre und sie läuft immer noch. Ich habe es sogar mal geschafft, sie zwischen die Matratzen zu schieben und komplett abzudecken. Die Zeiger bleiben dann irgendwann stehen, aber die Uhr läuft weiter. Sobald wieder Licht drankommt, stellt sie sich nach kurzer Zeit wieder auf die Funkzeit.
Und das war auch ein Wunschkriterium: Mal eine Funkuhr zu haben. Hatte ich noch nie.
Wie ich aber schon schrieb: Das Titan macht sie irgendwie leicht und anschmiegsam. Ich kann das gar nicht genau erklären. Man merkt sie am Handgelenk kaum. Bei anderen Uhren habe ich abends immer da Bedürfnis sie dann mal abzulegen. Die hier habe ich oft schon vergessen, auch beim Duschen oder Baden.
Übrigens: Ich habe mir eigentlich nur einen neuen Uhrenkasten gekauft, weil meine Unordnung mal wieder dafür sorgt, dass überall was rumfliegt.
Und das bringt mich gerade dazu, meinen Bestand zu sortieren, etwas auszumisten und darüber zu schreiben.
Japp, so ists mir auch gegangen mit der Titan… zudem hatte ich halt eine eher schlichte und schlanke Citizen… da fiel das noch viel weniger auf.
Nun ja, da sieht man doch aber mal deutlich einmal mehr, wo das fette Geld sitzt.
Als Autor scheinst du ja richtig fett abzusahnen.
Wenn ich das so zusammenrechne, gibst du hunderttausende für Uhren aus.
Ich muss mich für nix rechtfertigen.
Aber lass Dir gesagt sein, dass ich für mein Geld ehrlich und viel arbeite. Ich kann mit meiner Kohle machen, was ich will.
Außerdem glaube ich, dass jemand, der beispielsweise in ein Fitnessstudio geht, mehr Geld für die monatlichen Gebühren ausgibt, als ich jemals für Uhren bezahlt habe.
Wenn Du Dir keine Uhr leisten kannst, dann musst Du nicht neidisch sein. Schreib mir, komm vorbei und ich schenke Dir gerne eine.
Ansonsten geht Dich das aber nichts an.
Lass dich nicht ärgern… ist doch Quark, andere kaufen sich jeden Tag teures Frühstück beim Bäcker, betreiben nen GamingPC, Spielekonsolen, unnötig teure Autos etc. kann jeder dem frönen was er mag. Um in ein Hobby vierstellig zu investieren ist nunmal echt nicht schwer.
Eine Drohne und ein 3D-Drucker, schon biste 4-stellig.
Neulich traf ich im Modellbauladen einen älteren Herrn, der sich eine Lok für unglaubliche 1.450 Euro abholte.
Der Verkäufer sagte mir, dass der Mann schon an die 250.000 Euro allein bei ihm Umsatz gemacht habe. Und: Er baut seit Jahrzehnten an seiner Modelleisenbahn, lässt aber nie einen Zug fahren.