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13 Uhren, die in keiner Sammlung fehlen dürfen

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Gemeinsam mit einem Uhrmacher und mit einem Freund habe ich überlegt, welches die wichtigsten Uhren sein könnten, die es sich zu sammeln lohnt. Diese Liste erhebt weder einen Anspruch auf Allgemeingültigkeit, noch auf Richtigkeit oder gar darauf, Deinen oder jemandes anderen Geschmack zu treffen. Es ist einfach nur die Liste der Uhren, die uns auf Anhieb so eingefallen sind:

Die 13 Klassiker, die in keiner Sammlung fehlen sollten

1. Rolex Daytona

Rolex daytona 800x500

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Die vielleicht berühmteste Chronographenuhr überhaupt. Motorsport, Paul Newman, Mythos – mehr geht kaum. Ergänzt jede Sammlung um die Chronographen-Kategorie.
Die Armbanduhr wurde ursprünglich gezielt für den Einsatz im professionellen Automobilrennsport konzipiert. Entsprechend vereint sie ein markantes, selbstbewusstes Design mit hoher Präzision und zuverlässiger Zeitmessung – Eigenschaften, die auf der Rennstrecke entscheidend sind. Mit diesem Modell gelang es Rolex, einen Chronographen zu entwickeln, der nicht nur funktional überzeugte, sondern sich rasch zu einem stilprägenden Klassiker entwickelte.

Bereits in den frühen Jahren trugen einige Exemplare, die speziell für den amerikanischen Markt bestimmt waren, die Bezeichnung „Daytona“ auf dem Zifferblatt – eine Referenz an die berühmte Rennstrecke in Florida. Was zunächst als Besonderheit einzelner Modelle begann, setzte sich im Laufe der Zeit durch und wurde schließlich zum festen Bestandteil der Modellbezeichnung. Damit wurde der Name untrennbar mit der Uhr verbunden und trug wesentlich zu ihrem späteren Kultstatus bei. 16.500 Euro, 44.000 Euro, 80.000+ Euro

Rolex tuerkei fake
Eine Fake-Variante dieser Uhr, gekauft im türkischen Basar in Istanbul für um die 40-50 Euro

Von dieser Uhr habe ich eine nur mittelgute Fake-Variante in meiner kleinen Sammlung. Die Uhr habe ich mal auf einem türkischen Basar gekauft. In der Folgezeit habe ich sie täglich getragen, bestimmt 3-5 Jahre lang. So sieht das Exemplar inzwischen auch aus. Der Edelstahl ist nur von mittlerer Qualität und hat an Glanz eingebüßt. Trotzdem hat die Uhr keine nennenswerten Kratzer und das Uhrwerk läuft wie am ersten Tag mit +8s/Tag. Ein sehr schönes Stück, das bequem zu tragen ist und viel Spaß macht.

2. Rolex Submariner Date

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Die Rolex Submariner Date wurde als professionelle Taucheruhr entwickelt und zählt heute zu den bekanntesten und prägendsten Zeitmessern überhaupt. Von Beginn an vereinte sie funktionale Robustheit mit klarer Gestaltung und höchster Zuverlässigkeit – Eigenschaften, die sie sowohl unter Wasser als auch im Alltag zu einem verlässlichen Begleiter machen.

Ihr markantes Erscheinungsbild ist bis heute nahezu unverändert: die einseitig drehbare Lünette zur Tauchzeitmessung, die großzügig dimensionierten Leuchtindizes und das klare, hervorragend ablesbare Zifferblatt. Mit der Einführung der Datumsanzeige samt charakteristischer Zykloplupe gewann das Modell zusätzlich an Alltagstauglichkeit, ohne dabei seinen professionellen Anspruch zu verlieren.

Im Inneren sorgt ein präzises Automatikwerk für konstante Ganggenauigkeit und hohe Widerstandsfähigkeit. Das verschraubte Gehäuse, die robuste Konstruktion und die hohe Wasserdichtigkeit machen die Submariner Date zu einer echten Instrumentenuhr – gebaut für den Einsatz unter anspruchsvollen Bedingungen.

Was einst als Werkzeug für Berufstaucher begann, entwickelte sich im Laufe der Zeit zu einer Ikone der Uhrmacherkunst. Die Submariner Date steht heute gleichermaßen für technische Perfektion, zeitloses Design und einen Stil, der weit über ihre ursprüngliche Bestimmung hinausreicht.

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links die Variante von Pagani-Design, rechts die weniger gelungene Version von San Martin

Die grüne Variante mit grüner Lünette und grünem Sunburst-Ziffernblatt ist auch als HULK bekannt. Davon habe ich eine Hommage-Uhr von Pagani-Design.

3. Rolex Oyster Perpetual Day Date

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Die Rolex Oyster Perpetual Day-Date wurde als besonders repräsentative Armbanduhr konzipiert und nahm schon bei ihrer Einführung eine Sonderstellung ein. Als erste Armbanduhr zeigte sie neben dem Datum auch den ausgeschriebenen Wochentag – eine ebenso praktische wie prestigeträchtige Innovation.

Typisch ist das ausgewogene Zifferblatt mit Datum bei 3 Uhr und der bogenförmigen Tagesanzeige bei 12 Uhr, ergänzt durch die markante Zykloplupe. Zusammen mit dem eigens entwickelten President-Armband entsteht ein Erscheinungsbild, das bis heute für klassische Eleganz steht.

Technisch basiert die Day-Date auf der robusten Oyster-Konstruktion mit Automatikaufzug. Von Anfang an wurde sie ausschließlich in Edelmetallen gefertigt – ein klares Zeichen ihres besonderen Anspruchs.

Rolex zweimal

Diese Uhr ist so ikonisch und so beliebt, dass, wenn man irgendwo nach einer „nachgemachten Rolex“ fragt, meist dieses Modell als Erstes auf die Ladentheke gelegt wird. Ich habe zwei davon in meinem Kasten. Die „goldene“ Variante ist quarzgetrieben und stammt aus der Türkei. Sie hat keine 20 Euro gekostet. Das sieht man einerseits auch, aber das sieht man andererseits auch wieder nicht.
Die Edelstahl-Version ist keine Fakeuhr, sondern eine ehrliche Hommage von Pagani-Design.

4. Patek Philippe Nautilus

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Die Patek Philippe Nautilus wurde in den 1970er-Jahren als sportlich-elegante Alternative zu klassischen Golduhren vorgestellt und entwickelte sich rasch zu einer der einflussreichsten Armbanduhren überhaupt. Entworfen von Gérald Genta, zeichnet sie sich durch ihr markantes Gehäuse aus, das an ein Bullauge erinnert, sowie durch das integrierte Metallarmband – ein Design, das bis heute sofort wiedererkannt wird.

Ihr Zifferblatt mit der typischen horizontalen Prägung verleiht der Uhr eine besondere Tiefe, während die klare Gestaltung für hervorragende Ablesbarkeit sorgt. Trotz ihres sportlichen Charakters strahlt die Nautilus stets eine zurückhaltende Eleganz aus, die sie sowohl im Alltag als auch zu formellen Anlässen tragbar macht.

Im Inneren arbeitet ein flaches, präzises Automatikwerk, das den hohen Anspruch der Marke an Verarbeitung und Zuverlässigkeit unterstreicht. Die Kombination aus technischer Finesse und unverwechselbarem Design machte die Nautilus im Laufe der Jahre zu einer echten Ikone.

Was einst als mutiger Bruch mit traditionellen Konventionen begann, gilt heute als Inbegriff der Luxus-Sportuhr – dezent, stilvoll und von zeitloser Modernität.

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Meine Variante, eine Billighommage aus China muss ich unbedingt mal durch eine schönere ersetzen. Der Kauf meiner China-Nautilus ist nur ein Versuch gewesen, um zu sehen, was es bei AliExpress für 20 Euro mit Automatikuhrwerk gibt. Mit Quarzuhrwerk bekommst Du diese Uhr schon um die 9 Euro. Ich behaupte mal, wenn ein deutscher Arbeiter in einer Uhrenfabrik ein Stück Edelstahl in eine CNC-Maschine einspannt, um ein Uhrengehäuse zu fräsen, kostet das mehr als eine dieser beiden Chinauhren für 8 oder 20 Euro.

5. Omega Seamaster Diver 300 M

Omega seamster diver

Die Omega Seamaster Diver 300M gehört zu den bekanntesten Taucheruhren der modernen Uhrengeschichte und verbindet sportliche Funktionalität mit unverwechselbarem Design. Seit ihrer Neuauflage in den 1990er-Jahren prägt sie das Bild der zeitgemäßen Diver-Uhr und ist nicht zuletzt durch ihre Verbindung zur James-Bond-Reihe zu einer echten Ikone geworden.

Charakteristisch sind das Zifferblatt mit der markanten Wellenstruktur, die skelettierten Zeiger sowie die fein ausgearbeitete Lünette mit Tauchskala. Diese Gestaltungselemente sorgen nicht nur für einen hohen Wiedererkennungswert, sondern auch für eine ausgezeichnete Ablesbarkeit – selbst unter schwierigen Bedingungen.

Technisch überzeugt die Seamaster Diver 300M mit hoher Wasserdichtigkeit, robuster Bauweise und modernen Automatikwerken, die auf Präzision und Widerstandsfähigkeit ausgelegt sind. Details wie das Heliumventil unterstreichen ihren professionellen Anspruch, auch wenn sie längst nicht mehr nur im Taucheinsatz getragen wird.

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Meine Seamaster-Hommage kommt, wie nicht anders zu erwarten, von Pagani-Design. Unter 100 Euro bei AliExpress und das mit Miyota-Automatikuhrwerk.

6. Omega Speedmaster Professional („Moonwatch“)

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Die Uhr, die auf dem Mond war. Historisch kaum zu überbieten. Technisch spannend, meist Handaufzug – ein schönes Gegengewicht zu Automatik.
Die Omega Speedmaster Professional zählt zu den bedeutendsten Chronographen der Uhrengeschichte und ist untrennbar mit der Raumfahrt verbunden. Ihren legendären Ruf verdankt sie nicht zuletzt ihrem Einsatz bei den NASA-Missionen, bei denen sie als erste Uhr auf dem Mond getragen wurde – ein Umstand, der ihr den Beinamen „Moonwatch“ einbrachte.

Gestalterisch präsentiert sich die Speedmaster bewusst funktional und klar: Das schwarze Zifferblatt mit kontrastierenden Totalisatoren, die tachymetrische Lünette und die präzise Chronographenanzeige sind konsequent auf optimale Ablesbarkeit ausgelegt. Ihr Design hat sich über Jahrzehnte hinweg kaum verändert – ein Zeichen dafür, wie zeitlos und durchdacht die ursprüngliche Gestaltung war.

Im Inneren arbeitet ein Handaufzugswerk, das nicht nur für seine Zuverlässigkeit bekannt ist, sondern auch den historischen Charakter der Uhr unterstreicht. Gerade diese manuelle Aufzugsweise gilt vielen Liebhabern als Teil des besonderen Charmes der Speedmaster.

Eine solche Uhr habe ich noch nicht in der Sammlung. Nicht, weil es keine tollen Hommage-Uhren davon gibt, sondern, weil ich mir mein Exemplar gut aussuchen möchte. Ich bin noch unsicher, welche ich nehmen soll. Als Quarzvariante bieten die Chinesen diese Uhr zu Spottpreisen an, aber die will ich ja bekanntlich nicht.
Aber die MOONWATCH ist so ikonisch, die muss ich einfach haben.

7. Lange & Söhne 1, Glashütte

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Die A. Lange & Söhne Lange 1 gilt als Inbegriff deutscher Uhrmacherkunst und als Meilenstein der modernen Haute Horlogerie. Mit ihrer Einführung in den 1990er-Jahren setzte sie ein klares Zeichen: Glashütte ist zurück – und zwar mit einem eigenständigen, unverwechselbaren Stil.

Charakteristisch ist das asymmetrisch gestaltete Zifferblatt, das dennoch eine erstaunliche Harmonie ausstrahlt. Dezentrale Stunden- und Minutenanzeige, das großzügige Großdatum sowie die Gangreserveanzeige fügen sich zu einer Komposition, die sofort wiedererkennbar ist. Dieses scheinbar unkonventionelle Layout folgt dabei einer präzisen gestalterischen Logik und sorgt für ausgezeichnete Ablesbarkeit.

Im Inneren arbeitet ein fein dekoriertes Manufakturwerk, das durch den Saphirglasboden sichtbar ist und höchste Ansprüche an Verarbeitung und Präzision erfüllt. Typische Merkmale wie die Dreiviertelplatine, gebläute Schrauben und handgravierte Unruhkloben unterstreichen den hohen handwerklichen Anspruch.

Die Lange 1 verbindet technische Raffinesse mit zeitloser Eleganz und steht heute sinnbildlich für die Renaissance der sächsischen Uhrmacherei – zurückhaltend im Auftritt, aber von außergewöhnlicher Qualität.

Meine absolute Traumuhr!
Ich schrieb es schon einmal hier im Dreibeinblog: Vor Jahren habe ich mal eine Doku im Fernsehen gesehen, in der man zuschauen konnte, wie diese Uhr entworfen und gebaut worden ist.
Seitdem habe ich mich darin verliebt. Ich finde dieses Meisterwerk der Uhrmacherkunst einfach gnadenlos klasse.

Leider gibt es keine vernünftigen Hommageuhren dieses Modells. Ich bin aber auf der Suche, da ich mir die originale Uhr für ungefähr 50.000 Euro+ nicht leisten kann.

8. Jaeger-LeCoultre Reverso

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Reverso Tribute Duoface Calendar 29,9 x 49,4 mm, Edelstahl mit blauem Kalbslederarmband, Handaufzug-Manufakturkaliber mit zweiter Zeitzone, Mondphasen- und Datumsanzeige | 18.900 €

Die Wendeuhr – ursprünglich für Polospieler entwickelt. Ein echtes Stück Uhrengeschichte mit mechanischer Raffinesse.
Zwei Zifferblätter, zwei Zeitzonen – und doch nur ein einziges Uhrwerk: Die Jaeger-LeCoultre Reverso Tribute Duoface Calendar (Ref. 3918420) verbindet diese außergewöhnliche Konzeption mit einer Datums- und Mondphasenanzeige auf der Vorderseite sowie einer kunstvoll gestalteten Tag-/Nachtanzeige auf der Rückseite.

Im markanten Wendegehäuse aus Edelstahl mit den Maßen 49,4 × 29,9 Millimeter treffen zwei völlig unterschiedliche Charaktere aufeinander: ein fein gekörntes Zifferblatt in silbergrauer Optik und ein tiefblaues Pendant mit Sonnenschliff. Beide werden durch elegante Dauphine-Zeiger und schlanke Stundenindizes stilvoll ergänzt.

Auch im Inneren zeigt sich höchste Uhrmacherkunst: Das Handaufzugskaliber 853 aus eigener Fertigung wurde speziell an die Gehäuseform angepasst und sorgt in diesem kompakten Format für zuverlässige Präzision.

Ich persönlich würde mir keine Variante dieser Uhr kaufen, da ich keine solchen rechteckigen Uhren mag.

9. Panerai Radiomir / Luminor

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Groß, markant, italienisches Militärdesign. Perfekt, wenn Sie etwas „Präsenz am Handgelenk“ wollen.

Die Luminor 8 Giorni PAM01733 lässt die ikonische Designsprache Panerais aus den 1960er-Jahren in einem markanten 44-Millimeter-Gehäuse mit charakteristischem Brunito-Finish eindrucksvoll wiederaufleben. Im Mittelpunkt steht dabei die außergewöhnliche Gangreserve von acht Tagen – eine klare Reminiszenz an das historische Kaliber Angelus SF240 aus den 1950er-Jahren, das einst für besonders lange Einsatzzeiten konzipiert wurde.

Dieses Konzept führt die PAM01733 konsequent fort: Ihr modernes Handaufzugswerk ermöglicht es, die Uhr zu Wochenbeginn vollständig aufzuziehen und anschließend eine ganze Woche lang zuverlässig zu betreiben – ganz ohne weiteres Zutun. Damit verbindet sie die funktionale Philosophie früherer Instrumentenuhren mit den Ansprüchen eines zeitgemäßen Alltags. ca. 11.000 Euro

Mir ist diese Uhr zu klotzig. Ich mag auch militärisch angehauchte Uhren, aber diese hier ist nicht so mein Ding.

10. TAG Heuer Monaco

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Eckige Rennsportuhr, untrennbar mit Steve McQueen verbunden. Mutiges Design, das aus der Reihe tanzt.
Die neue Generation des TAG Heuer Monaco Chronographen verbindet klassisches Design mit moderner Technik. Das quadratische 39-mm-Gehäuse aus Titan Grad 5 steht für Leichtigkeit, Robustheit und hohen Tragekomfort, während die Linienführung klar an die motorsportgeprägte Original-Monaco erinnert.

Das blaue Zifferblatt mit opalisierendem Finish trifft auf silberne Totalisatoren, rote Akzente und gut ablesbare Leuchtzeiger – eine zeitgemäße Interpretation des ikonischen Designs von 1969, das einst durch Steve McQueen berühmt wurde.

Im Inneren arbeitet das Automatikwerk Calibre TH20-11 mit beidseitigem Aufzug und einer Gangreserve von 80 Stunden, sichtbar durch den Saphirglasboden. Abgerundet wird die Uhr durch ein sportliches Kalbslederarmband und eine stabile Titan-Faltschließe. ca. 9.300 Euro

11. Audemars Piguet Royal Oak

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Die erste echte Luxus-Sportuhr aus Stahl mit integriertem Band. Design-Ikone mit sofortigem Wiedererkennungswert.

Die Audemars Piguet Royal Oak gilt als eine der einflussreichsten Armbanduhren des 20. Jahrhunderts und markiert einen Wendepunkt in der Geschichte der Luxusuhren. Als sie Anfang der 1970er-Jahre vorgestellt wurde, brach sie bewusst mit allen Konventionen: Eine hochwertige Uhr aus Edelstahl, sportlich im Charakter und dennoch im oberen Preissegment positioniert – ein damals nahezu revolutionäres Konzept.

Ihr unverwechselbares Design stammt von Gérald Genta und ist bis heute sofort erkennbar. Die achteckige Lünette mit sichtbaren Schrauben, das integrierte Metallarmband und das fein strukturierte Zifferblatt mit „Tapisserie“-Muster verleihen der Royal Oak eine markante, technische Ästhetik. Trotz ihrer kantigen Erscheinung wirkt sie ausgewogen und elegant zugleich.

Im Inneren arbeitet ein flaches, präzises Automatikwerk, das die schlanke Bauweise der Uhr ermöglicht und den hohen Anspruch an Verarbeitung und Zuverlässigkeit unterstreicht. Die Kombination aus innovativem Design und feiner Uhrmacherkunst machte die Royal Oak schnell zu einem Klassiker.

Auch diese Uhr hat bei den Hommageuhren-Herstellern schon Anklang gefunden und es gibt zahlreiche Nachahmungen. Allerdings wird die Royal Oak auch mit mehr Komplikationen angeboten, was die chinesischen Kopisten gerne aufgreifen. Dafür verbauen sie dann aber die, von mir nicht sehr geliebten Quarzuhrwerke.

12. Cartier Tank

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Klassische Dresswatch, rechteckig, elegant, historisch tief verwurzelt. Bringt Formvielfalt in eine Uhren-Sammlung.
Die Cartier Tank gehört zu den bekanntesten und stilprägendsten Armbanduhren überhaupt und steht wie kaum ein anderes Modell für zeitlose Eleganz. Seit ihrer Einführung im Jahr 1917 hat sie sich nahezu unverändert gehalten – ein seltenes Beispiel dafür, wie konsequentes Design über Generationen hinweg Bestand haben kann.

Ihr charakteristisches, rechteckiges Gehäuse unterscheidet sie deutlich von der Vielzahl runder Uhren und verleiht ihr eine klare, architektonische Anmutung. Inspiriert wurde die Form angeblich von den Kettenfahrzeugen des Ersten Weltkriegs – daher auch der Name „Tank“. Die klaren Linien, die römischen Ziffern, die Eisenbahn-Minuterie und die gebläuten Zeiger ergeben zusammen ein harmonisches Gesamtbild, das ebenso schlicht wie unverwechselbar ist.

Im Inneren arbeitet je nach Modell ein präzises Quarz- oder mechanisches Werk, doch im Vordergrund steht bei der Tank weniger die technische Innovation als vielmehr die gestalterische Konsequenz. Sie ist keine Uhr, die laut auf sich aufmerksam macht, sondern eine, die durch Understatement wirkt.

Gerade diese Kombination aus radikaler Form, gestalterischer Klarheit und historischer Kontinuität macht die Cartier Tank zu einer Ikone. Sie wurde über Jahrzehnte hinweg von Künstlern, Politikern und Stilikonen getragen und hat sich so tief ins kulturelle Gedächtnis eingeschrieben, dass sie heute weit mehr ist als nur eine Uhr – sie ist ein Symbol für Stil, Geschmack und die Kraft eines zeitlosen Designs.

Wie ich oben schon mal schrieb, sind eckige Uhren in dieser länglichen Brotkastenform nicht so mein Fall. Sie wirkt nicht nostalgisch oder klassisch, sondern regelrecht altmodisch auf mich. Ich sehe diese Uhr in der kleineren Variante eher am dünnen Ärmchen älterer Damen.

13. Breitling Navitimer

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Fliegeruhr mit Rechenschieber – völlig überladen und genau deshalb legendär. Für Technikliebhaber und Vintage-Fans.
Die Breitling Navitimer gehört zu den markantesten Fliegeruhren überhaupt und ist seit den 1950er-Jahren ein fester Bestandteil der Luftfahrtgeschichte. Entwickelt für Piloten, vereint sie technische Funktionalität mit einem unverwechselbaren, beinahe überladen wirkenden Design, das gerade dadurch seinen besonderen Reiz entfaltet.

Ihr prägendes Merkmal ist die komplexe Rechenschieberlünette, mit der sich verschiedenste Berechnungen durchführen lassen – von Geschwindigkeit über Treibstoffverbrauch bis hin zu Flugzeiten. Diese Funktion machte die Navitimer zu einem echten Instrument am Handgelenk und zu einem geschätzten Werkzeug in der Zeit vor digitalen Cockpits.

Das Zifferblatt wirkt auf den ersten Blick dicht und detailreich, offenbart bei näherem Hinsehen jedoch eine klare Struktur. Die Kombination aus Chronographenfunktion, feiner Skalierung und klassischer Zeigeranordnung sorgt für eine erstaunlich gute Ablesbarkeit – vorausgesetzt, man nimmt sich einen Moment Zeit.

Im Inneren arbeitet ein präzises Automatikwerk, das die technische Ausrichtung der Uhr unterstreicht. Doch die Navitimer ist mehr als nur ein funktionales Werkzeug: Sie ist ein Statement für Technikbegeisterung, Tradition und den Pioniergeist der frühen Luftfahrt.

Gerade diese Verbindung aus praktischer Funktion, charakterstarkem Design und historischer Bedeutung macht die Navitimer zu einer Ikone – nicht trotz, sondern wegen ihrer Komplexität.

Zusammenfassung:

Ich muss es nicht bei jeder Hommage-Uhr dazusagen: Keine Fake- oder Hommage-Uhr kommt an die Fertigungsqualität der Original-Uhren-Hersteller auch nur im Entferntesten heran. Auch die Materialauswahl und die Ausstattung mit Details ist bei den Nachahmungen anders.
Aber, sind wir doch mal ehrlich: Für Beträge unter 150 Euro bekommt man eine extrem gut verarbeitete Uhr in einer super Optik mit einem zuverlässigen und robusten Uhrwerk.

Denk doch mal so: Wenn Du in einen Uhrenladen gehst und Dir eine ordentliche Uhr mit Automatikwerk kaufen möchtest, wirst Du auf jeden Fall um die 150 bis 300 Euro dafür bezahlen.
Und es wird ebenfalls eines der bekannten Uhrwerke von Citizen oder Miyota darin ticken. Bei den Hommage-Herstellern bekommst Du aber obendrein noch eine Reminiszenz an eine bekannte Luxusuhr, die Du Dir sonst vermutlich gar nicht leisten könntest/wolltest.

Es ist natürlich alles Geschmackssache. Was mir gefällt, muss nicht Deine Zustimmung finden. Höchstwahrscheinlich sind noch hunderte wunderbarer Uhren da draußen, die es sich zu sammeln lohnt.
Schreibe mir gerne in die Kommentare, welche Uhr Du noch wichtig findest.

Referenz:

Rolex Daytona
Rolex Perpetual Day Date
Rolex Submariner Date
Omega Seamaster Diver 300 M
Patek Philippe Nautilus

Bildquellen:

  • breitling-navi_800x500: Breitling
  • cartier-tank-louis_800x500: Cartier
  • audemars-oak_800x500: Audemars
  • a-lange-soehne-glashuette_800x500: pommerenke
  • omega-speedmaster-moonwatch_800x500: ShopChrono88
  • rolex-zweimal: Peter Wilhelm
  • rolex-tuerkei-fake: Peter Wilhelm
  • omega-seamster-diver: OMEGA ©
  • patek_800x500: Peter Wilhelm
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  • submariner-date_800x500: Borne
  • rolex-daytona_800x500: Mosko-Kum
  • monaco_800x500: TAG Heuer
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  • reverso-jaeger-lecoultre_800x500: watchchrono356DE
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(©si)