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  • WLAN-Wüste Deutschland

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    Stellen Sie sich vor, Sie sind auf Reisen. Nach einem langen Sightseeing-Tag entspannen Sie in der Hotellobby und wollen gemütlich mit dem Laptop im Web surfen. Sie erfragen das WLAN-Passwort und lesen Mails, Nachrichten oder informieren sich über weitere Stadt-Highlights. Das alles, während Sie in entspanntem Ambiente einen aromatischen Kaffee genießen. In fast allen Ländern Europas eine Selbstverständlichkeit – nur in Deutschland nicht.

    Aufgrund der strengen Haftungsrisiken von Seiten der gewerblichen Hotspot-Anbieter trägt Deutschland den innoffiziellen und unrühmlichen Titel „WLAN-Wüste Europas“. Und dies nicht zu Unrecht: Nicht nur in Hotels, sondern auch in Cafés, an Bahnhöfen, Flughäfen und in Zügen ist die WLAN-Verfügbarkeit meist schlecht ausgebaut. Häufig ist die kostenlose Nutzungsdauer stark begrenzt, die WLAN-Nutzung von der ersten Minute kostenpflichtig oder ein Hotspot erst gar nicht verfügbar. Für Reisende ist das oft ein Ärgernis und will einfach nicht zum fortschrittlichen Image des Technologiestandorts Deutschland passen.


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    WLAN-Wüste DeutschlandWLAN-Wüste Deutschland

    Das Problem wurde von der Politik bereits erkannt: So sollen beispielsweise Wirte und Hoteliers von der Haftung für die WLAN-Nutzung ihrer Gäste freigestellt werden, wodurch mehr WLAN-Hotspots verfügbar sein sollen. Ein wichtiger erster Schritt in die richtige Richtung, doch bis sich die Verfügbarkeit von WLAN-Hotspots merklich verbessert, können noch viele Jahre vergehen.

    Noch ärgerlicher als für Privatpersonen ist die schlecht ausgebaute WLAN-Infrastruktur für Geschäftsreisende. Diese führen fast immer ein Notebook mit sich und können die Wartezeit am Flughafen, am Bahnhof oder im Zug nicht nur als Zeitvertreib, sondern als produktive Arbeitszeit nutzen. Wer also unterwegs mit Laptop oder Notebook online gehen will, ist derzeit mit einer speziellen Notebook-Flat am besten aufgehoben. Einige große Anbieter wie 1&1 haben auf die gestiegene Nachfrage bereits reagiert und bieten bei der breiten Angebotspalette verschiedener Internet-Flatrates auch solche speziell für Laptops und Notebooks an. Über eine SIM-Card, einen Surf-Stick oder einen mobilen WLAN-Router kann man mit dem Notebook dann jederzeit und von überall auf das mobile Web zugreifen. Die Suche nach einem Hotspot in der WLAN-Wüste Deutschland entfällt somit, und man kann sich voll auf die Arbeit konzentrieren. Und dennoch: Es wäre wünschenswert, wenn die Bundesregierung es schaffte, einigermaßen zeitnah flächendeckende und kostenfreie WLAN-Hotspots einzuführen.


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    1 Kommentar

    1. Andi

      13. August 2014 at 18:18

      Deswegen haben das viele Menschen selbst in die Hand genommen und bauen freie, unabhängige und offene Netzwerke. Das Ganze ist auch als Freifunk bekannt.

      Antwort

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    Lies bitte auch

    Das muss man ja wohl noch sagen dürfen

    Mit diesem Satz entschuldigen Blödmänner meist irgendwelche rassistischen, sexistischen od…