Wie man sicher online Medikamente einkauft

apotheke-pixabayDie ganze Welt ist ON-LINE. So ist es auch kein Wunder, dass der Online-Handel immer weiter zunimmt. Das gilt sogar für Medikamente. Zunehmend häufiger werden Online-Apotheken gegenüber örtlichen Apotheken bevorzugt. Doch der Online-Handel weist auch einige Tücken auf. Wie überall, gibt es auch in diesem Bereich unseriöse Anbieter. Ich möchte in diesem Artikel kurz und knapp auf die Gefahren eingehen und euch zeigen, wie ihr Betrügern auf die Schliche kommt. Ein Hinweis vorweg: Ab 2015 wird alles leichter, denn ein EU-Prüfsiegel qualifiziert dann seriöse Online-Apotheken.

Seit 2004 ist der Online-Versandhandel für Apotheker erlaubt. In den letzten zehn Jahren sind immer mehr Verbraucher auf den Online-Handel umgestiegen und sparen sich den Weg in die Apotheke. Dass der Medikamenten-Versandhandel einen so großen Zulauf erfährt, hat seinen Grund. Zum einen entfällt bei nicht-verschreibungspflichtigen Medikamenten die Preisbindung. Folge: Die Produkte sind in Online-Apotheken bis zu 30 Prozent günstiger. Zum anderen ist durch die zeitliche Flexibilität und die Lieferung der Online-Versandhandel gerade für ältere Menschen, aber auch für Arbeitnehmer von großem Vorteil.

Vorsicht vor Betrügern

Jedoch gibt es wie so oft im Online-Geschäft Betrüger, und gerade bei falschen Arzneimitteln können die Folgen verehrend sein. Harmlose Folgen beim Kauf auf unseriösen Seiten sind unwirksame oder nicht erhaltene Produkte. Viel schlimmer ist es, wenn man an Medikamente gerät, die falsch zusammengesetzt oder unter unhygienischen Umständen hergestellt wurden. Dann kann es schnell zu einer Vergiftung kommen. Woran kann man also seriöse Apotheken erkennen?


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Als erste Orientierungshilfe dient das deutsche Sicherheitssiegel des Instituts für medizinische Dokumentation und Information (DIMDI). Das Institut führt alle registrierten Online-Apotheker auf, hier die pdf-Übersicht. Beim Kauf in Online-Apotheken sollte man unbedingt darauf achten, dass der Unternehmenssitz innerhalb Europa liegt. Ein Blick ins Impressum ist ebenso sinnvoll, denn dieses sollte grundsätzlich vollständig sein: Sind der Name des leitendes Apothekers, komplette Adresse und Telefonnummer, die zuständige Apothekenkammer und die Aufsichtsbehörde angegeben, kann man von einem seriösen Anbieter ausgehen. Die Alarmglocken sollten dann klingeln, wenn eine Beratungshotline fehlt. Denn beim Online-Versand für Medikamente ist eine Beratungshotline mittlerweile Pflicht. Außerdem müssen die Rezepte für rezeptpflichtige Medikamente per Post eingereicht werden. Eine Seite, die bei einem verschreibungspflichtigen Medikament das Rezept nicht einfordert, sollte man unbedingt meiden.

EU-Logo soll Klarheit schaffen

Ab Mitte 2015 gibt es für uns Verbraucher dann deutlich mehr Sicherheit beim Medikamentenkauf im Internet, dem EU-Prüflogo sei Dank. Neben dem Prüflogo – ein weißes Kreuz vor grün gestreiftem Hintergrund mit zusätzlicher Landesflagge – gibt es dann auch immer die Verlinkung zur jeweiligen nationalen Aufsichtsbehörde. Bei deutschen Anbietern wäre das die DIMDI. Aber auch heute schon geben einige Siegel und Auszeichnungen Auskunft darüber, ob es sich um einen verlässlichen Anbieter handelt. Bei Medipolis beispielsweise befinden sich rechts oben einige Gütesiegel wie die Trusted Shops Auszeichnung, das offizielle Siegel der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände und das Siegel der staatlich zugelassenen Öko-Kontrollstelle AGRECO GmbH.

Also, Augen auf beim Online-Kauf!


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One thought on “Wie man sicher online Medikamente einkauft

  1. Danke für diesen sehr informativen Artikel! Ich selber finde es super, dass man die Medikamente bequem online bestellen kann, aber jetrzt schaue ich zweimal hin 🙂

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