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Vorsicht vor falschen DPD-Sendungsbenachrichtigungen

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Warnung vor gefälschten DPD-Benachrichtungen – Derzeit versenden Kriminelle Benachrichtigungen über nichtzustellbare Päckchen per Mail.

Ich kenne mich wirklich aus. Ich habe mehrere Ratgeber zum Thema Internetsicherheit geschrieben. Und trotzdem besteht auch für mich die Gefahr, auf solche Fake-Mails hereinzufallen.

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Das kommt, weil ich vorgestern eine echte Benachrichtigung über eine Zustellung per DPD erhalten habe. Ein Händler schickt mir tatsächlich ein Päckchen per DPD. Ich mag das ja nicht so, weil es mit DPD immer mal wieder Probleme gibt, und man dann seine Päckchen in irgendeinem Sonnenstudio abholen soll.

Aber, was willste machen, wenn der Händler keinen DHL-Versand anbietet?

Ja und genau einen Tag später, nachdem DPD mir schrieb, dass ein Päckchen an mich unterwegs ist, kam dann auch bei mir die gefälschte DPD-Mail an.
Das Päckchen habe nicht zugestellt werden können, weil eine Unterschrift notwendig gewesen wäre.

Mist!

Ich habe nicht den Link gecheckt, sondern draufgeklickt.
Natürlich habe ich dann sofort gemerkt, dass da was nicht stimmt, denn ich hätte laut der dort gezeigten, gefälschten Sendungsverfolgung mein Päckchen in einem 250 Kilometer entfernten Angelshop abholen sollen.
Da war für mich klar, dass da was nicht stimmen kann.

Die Angreifer haben es darauf abgesehen, dass ich 2,11 Euro Nachgebühr bezahle und dafür meine Kreditkartendaten eingebe.
Hätte ich das gemacht, hätten die Verbrecher versucht, meine Kreditkarte zu belasten.

Wenn auch Du Dich vor solchen Betrügereien wirkungsvoll schützen möchtest, dann hol Dir doch schnell das Buch DIGITALER TATORT INTERNET

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Fazit

Diese Masche zeigt einmal mehr, wie perfide und gleichzeitig banal Internetbetrug funktioniert. Es braucht keine ausgefeilte Hackertechnik, keine spektakulären Sicherheitslücken – es reicht ein gut gewählter Zeitpunkt, ein glaubwürdiger Anlass und ein unaufmerksamer Moment. Genau dann schlagen die Täter zu.

Besonders tückisch ist hier die Kombination aus echter Erwartungshaltung und gefälschter Nachricht. Wer ohnehin auf ein Paket wartet, ist mental bereits vorbereitet. Die Betrüger nutzen genau diesen Zustand aus. Dass selbst jemand wie ich, der sich intensiv mit solchen Themen beschäftigt, zumindest im ersten Moment darauf hereinfällt, zeigt, wie gefährlich diese Angriffe sind.

Die wichtigste Erkenntnis ist deshalb: Wachsamkeit ist keine Frage von Wissen, sondern von Gewohnheit. Niemals Links in solchen Mails anklicken, immer selbst die offizielle Webseite aufrufen, und bei Zahlungsaufforderungen – egal wie klein der Betrag ist – grundsätzlich misstrauisch bleiben.

Am Ende geht es nicht um 2,11 Euro. Es geht um Deine Daten.

Und genau deshalb gilt: Lieber einmal zu viel misstrauen als einmal zu wenig. Denn der eine falsche Klick kann deutlich teurer werden als jedes nicht abgeholte Päckchen.

Bildquellen:

  • Bildschirmfoto-2026-04-29-um-10.35.08_800x500: Peter Wilhelm

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(©si)