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Vorsicht bei günstigen Handytarifen

Vorsicht bei günstigen Handytarifen

Wir schreiben das Jahr 1966 und das Raumschiff Enterprise fliegt das erste Mal über die Fernsehbildschirme. Besonders fasziniert sind die Zuschauer vom „Beamen“, dem Transportieren von Körpern und Gegenständen über große Entfernungen und den kleinen Funkgeräten mit denen Captain Kirk, Mr. Spock & Co. untereinander Kontakt halten. Damals bedeutete Telekommunikation noch große, klobige schwarze Telefone mit Kabel und Wählscheibe.

Ständig ein Telefon bei sich zu tragen und immer und überall erreichbar zu sein, das war für die meisten Menschen vor über 40 Jahren unvorstellbar und kaum einer hätte das auch für sinnvoll gehalten. Heute, im Jahr 2009, ist das Handy als ständiger Begleiter inzwischen gar nicht mehr wegzudenken. Die Menschen fühlen sich nackt, von der Außenwelt abgeschnitten und vor allem ihres Statussymbols beraubt, wenn sie kein Mobiltelefon dabei haben.

Praktisch sind sie ja auch, die kleinen elektronischen Begleiter und sie dienen ja mittlerweile zu wesentlich mehr als nur zum Telefonieren. Es ist ein Milliardenmarkt sowohl für die Hersteller der Geräte, als auch für die Netzbetreiber. Mittlerweile gibt der durchschnittliche Mobilfunkkunde ein Vielfaches des Anschaffungspreises seines Mobiltelefons für das Telefonieren und Schreiben von SMS aus. Dabei spielt es keine Rolle, ob an sich das Handy zum vollen Preis kauft oder sich ein subventioniertes Handy vom Netzbetreiber besorgt. Das Handy zahlt letztlich immer der Kunde, im letzteren Fall eben über die Laufzeit des Vertrages verteilt.

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Allerlei Anbieter locken nun mit attraktiven Minutenpreisen und so mancher Kunde ist versucht, den „Wechselkurs“ zu machen, wie es in einer Fernsehwerbung empfohlen wird, und holen sich im Handel für kleines Geld ein Starterpaket mit einem schönen Startguthaben. Sie hoffen, künftig für 3,5 oder 4 Cent pro Minute telefonieren zu können, doch dann kommt oft das böse Erwachen. Entweder funktioniert die Karte gar nicht oder die erhoffte Ersparnis entpuppt sich als Luftnummer.

Grundsätzlich ist nämlich zu beachten, daß man die SIM-Karte seines Mobiltelefons nur dann gegen eine andere austauschen kann, wenn das Handy hierfür auch freigeschaltet ist. Während eines aktuell laufenden Vertrages geht das oft gar nicht oder nur gegen Zahlung einer manchmal überzogen wirkenden Abstandssumme. Denn schließlich hat der Mobilfunkanbieter als Vertragspartner ja das Handy unter Umständen zu einem vergünstigten Preis geliefert und möchte, daß man zunächst einmal seinen vertraglichen Verpflichtungen nachkommt und möglichst viel und ausschließlich mit der eigenen SIM-Karte telefoniert, damit die Subvention fürs Handy auch wieder hereinkommt.
Bevor man also blauäugig eine SIM-Karte eines Billiganbieters in sein Mobiltelefon steckt, sollte man zuerst überprüfen, ob das Handy freigeschaltet ist und wie lange der vorhandene Vertrag noch läuft. Ein Anruf beim Kundencenter schafft hier schnell Klarheit.

Aber auch wenn diese Hürde genommen ist und das Handy für andere SIM-Karten geeignet ist, kann es immer noch zu einer unangenehmen Überraschung kommen, denn leider gelten viele der als lukrativ empfundenen, niedrigen Minutenpreise nur netzintern. Nur die Gespräche, die mit Kunden eben dieses Billiganbieters geführt werden, kosten den niedrigen beworbenen Preis; Gespräch in die Netze anderer Anbieter schlagen leider allzu oft mit sogar besonders hohen Gebühren zu Buche.
Man muß also vor allem darauf achten, welche Netze man mit dem Billigangebot überhaupt günstig erreichen kann. Haben die meisten Bekannten und Verwandten keines des Netze, die billig zu erreichen sind, so taugt das günstige Angebot für einen leider nicht.

Anders sieht das aus, wenn man sowieso für alle Personen eines Haushaltes neue SIM-Karten erwerben will. Dann sollte man schauen, welcher Anbieter hier geeignet ist. Es gibt sogar Angebote, da telefonieren die Mitglieder einer Gruppe oder Familie völlig kostenlos untereinander. Das müssen aber nicht zwangsläufig die Angebote der derzeit vielbeworbenen Billiganbieter sein, so etwas hat beispielsweise auch Branchenprimus T-Mobile im Angebot.
Vor dem Hintergrund der sich ständig ändernden Angebote der Telekommunikationsfirmen wäre es müßig, jetzt die verschiedenen in Frage kommenden Tarife hier zu nennen, sie könnten morgen schon überholt sein. Aber es lohnt sich, die Augen offen zu halten und sorgfältig die Angebote zu vergleichen. So vermeidet man es, hinterher doch zuviel bezahlen zu müssen und findet den für sich am besten geeigneten Tarif.

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peter wilhelm autorenlesung
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