Ich bin CB-Funker seit es den CB-Funk überhaupt gibt. Mit dem CB-Funk ging es in Deutschland Mitte 1975 los. Am Anfang waren die Geräte noch sehr teuer. So ab etwa 1978 hatte ich meine ersten Handfunkgeräte DNT HF12.
Mit diesen Handfunkgeräten konnte man auf zwei Kanälen funken. Die Auswahl der Kanäle erfolgte über das Reinstecken von jeweils einem Sende- und einem Empfangsquarz.

Wenig später konnte ich günstig ein Paar DNT HF13 erstehen, die schon drei Kanäle hatten und eine etwas größere Reichweite als die HF12.

Zu dieser Zeit befand ich mich im Studium und war an verschiedenen Orten in Deutschland, um Praktika zu absolvieren. Vor allem im ländlichen Niedersachsen konnte man mit den HF13 große Entfernungen überwinden und mit anderen CB-Funkern sprechen. Mit einem Studienkollegen zusammen habe ich damals viele Bekanntschaften knüpfen können.
1984 brachte ich ein gebrauchtes Auto zur Reparatur in eine Werkstatt, die auch LKW reparierte. Diese Werkstatt sollte das Auto über den TÜV bringen. Leider hatten die irgendeinen Fehler übersehen, sodass es keine TÜV-Plakette gab. Es musste nachgebessert werden und erst drei Tage später gab es die ersehnte HU-Plakette. Als Entschädigung für den Ärger bot man mir an, ich könne mir im Laden dort ein Autoradio aussuchen.
Neben den Radios führte diese LKW-Werkstatt auch Funkgeräte für Fernfahrer. Also suchte ich mir davon eins aus.
Das war eine Stabo xm3500. Ich dübelte mir eine unglaublich lange Mobilantenne mitten aufs Dach meines Wagens. Ich war noch recht neu hier in der Gegend und meine Frau und ich hatten einen Riesenspaß, abends aufs freie Feld rauszufahren, um mit Stationen in den umliegenden Gemeinden und Städten nette Gespräche zu führen.

Ich will jetzt nicht die ganze erlebnisreiche Zeit von damals hier breittreten. Es war auf jeden Fall eine sehr schöne Zeit und ich habe viele gute Freunde gefunden.
Später baute ich mir eine Hochantenne aufs Dach und funkte dann jahrelang von zu Hause aus. Auch meine Frau traute sich, am CB-Funk teilzunehmen. Wenn ich von der Kaserne in Worms losfuhr, konnte ich schon mit ihr hier in Edingen sprechen. So wurde die Pendelei fast schon zum Vergnügen. Es macht einfach viel Spaß, wenn man während der Fahrt von der Partnerin und anderen Stationen begleitet wird. Auch für den Fall einer Panne oder eines Unfalls ist man mit einem CB-Funkgerät sehr gut aufgehoben gewesen.
Dann kam das Internet, und damit kam auch der Niedergang des CB-Funks. Man kann sich denken, wie das war.
Jahrelang schon liegen meine Funkgeräte im Keller. Eine President Lincoln, eine Grundig-Heimstation, die Stabo und noch ein paar andere Geräte. Immer mal juckte es mich in den Fingern und ich holte ein Gerät nach oben, stellte eine provisorische Mobilantenne auf mein Blechdach und lauschte in den Äther.
Aber, außer osteuropäischen Lastwagenfahrern und einigen schimpfenden Türken war da nichts Vernünftiges mehr zu hören.
Inzwischen hat sich aber einiges geändert. Der CB-Funk erfährt in den letzten zwei Jahren eine kleine Wiederauferstehung. Europäische Normen erlauben jetzt auch andere Modulationsarten, es sind 80 Kanäle zugelassen und teilweise wurde auch die erlaubte Sendeleistung etwas angehoben.
Hinzukommt, dass wie in allen Bereichen der Elektronik die Geräte sehr viel günstiger sind als früher.
Ich liebäugele damit, mir wieder so ein Funkgerät anzuschaffen, und vom Auto aus zu funken. Das darf man heute zwar nicht mehr so ohne Weiteres während der Fahrt. Aber ich denke daran, auf die bekannten Höhen hier in der Gegend zu fahren, und mal zu hören, was so geht.
Bildquellen:
- hf13_800x500: Peter Wilhelm
- hf12_800x500: Peter Wilhelm
- cb-tt_800x500: Peter Wilhelm


















Ich erinnere mich nur zu gut an den CB-Funk Hype im Auto. Vor allem aber an CB Funk Geräte, die ein höherem Frequenzband. Damit konnte man den Polizeifunk abhören. Ich hatte so eins und bin natürlich prompt erwischt worden. Ich glaube ich musste um die 300 DM Strafe bezahlen. Zur damaligen Zeit eine Menge Geld.