Störungen und Verbindungsabbrüche mit FritzBox und Schnurlostelefon

Seit einigen Monaten bemühe ich mich darum, meinen Arbeitsplatz ablenkungsfrei zu gestalten. Ich habe alles vom Schreibtisch verbannt, was mich in irgendeiner Weise von meiner kreativen bzw. journalistischen Arbeit ablenken könnte.

So sieht das aus:

Wie Ihr seht, habe ich ein kleines FritzFon angeschafft.

Vorher stand da ml ein großes Siemens Gigaset ISDN-Telefon:

Ein wunderschönes und sehr praktisches ISDN-Telefon, das immer super funktioniert hat. Aber seine schiere Größe kollidiert mit meinem Ansinnen, den Tisch leer zu bekommen. Also kam das kleine FritzFon. Das hat für mich als Hörgeräteträger den Vorteil, dass ich nun auch Gespräche direkt am Hörgerät annehmen kann. Moderne Hörgeräte funktionieren ja wie Bluetooth-Headsets und man kann drahtlos und ohne Handy direkt über die Hörgeräte telefonieren. Sehr praktisch!

Da aber bislang mein Siemens Gigaset als DECT-Basis fungierte, musste nun meine FritzBox dafür einspringen. Denn die FritzBoxen enthalten ja ebenfalls eine sehr komfortable und gut durchdachte komplette Telefonanlage.

Die DECT-Reichweite (also die Funkreichweite bis zu den mobilen Schnurlostelefonen) der FritzBox ist aber geringer oder weniger stark als es beim Gigaset-Desktoptelefon war. Das mag aber auch dem Standort der Fritzbox geschuldet sein.

Jedenfalls bemerkten wir speziell in unserem Wohnzimmer (Zwei Etagen tiefer), dass wir nur wenig Balken Signalstärke im Display des dortigen Gigaset-Mobilteils angezeigt bekamen, Auch gab es Störungen und Verbindungsabbrüche.

Ich war schon kurz davon, wieder das große klobige (und von Siemens nur noch schlecht unterstützte) ISDN-Telefon aufzustellen. Dann kam es mir aber in den Sinn, nach einem DECT-Funksignalverstärker zu suchen. Und den fand ich auch schnell.

Die Firma AVM, die auch die FritzBox und das FritzFon herstellt, bietet für um die 70 Euro einen solchen Reichweitenverstärker für die normale Steckdose an:


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Dieser DECT-Repeater funktioniert tadellos. Er erweitert die Reichweite des Telefonsignals der FritzBox, sodass wir jetzt überall im Haus volle Signalstärke haben.

So wird der Fritz DECT-Repeater installiert

Die Installation ist kinderleicht. Nehmen Sie den Repeater und stecken Sie Ihn ziemlich in der Nähe der Fritzbox in eine beliebige Steckdose.
Drücken Sie auf den DECT-Knopf am Repeater. Betätigen Sie dann den DECT-Knopf an der FritzBox. Das war’s!

Wenn die Statusleuchte am Repeater dauerhaft leuchtet, steht die Verbindung und ist auch im Repeater gespeichert, bzw. die FritzBox kennt diesen Repeater jetzt. Bis jetzt steckte der Repeater ja noch in der Nähe der FritzBox in einer Steckdose. Das ist natürlich noch nicht der richtige Platz, denn in der Nähe der FritzBox ist das DECT-Signal natürlich sowieso sehr gut.

Man sucht jetzt eine Steckdose, die sich etwa auf halbem Weg zwischen der Fritzbox und den zu versorgenden Mobilteilen befindet. Bei den Mobilteilen muss es sich übrigens NICHT um FritzFons handeln, sondern es kann auch jedes andere DECT-Mobilteil sein.

Dadurch, dass die Steckdose klugerweise durchgeschleift ist, belegt der Fritz DECT-Repeater auch keine freie Steckdose. Denn an seiner Vorderseite können beliebige elektrische Geräte eingestöpselt werden.

Die Statusleuchte leuchtet dann nach kurzer Zeit wieder durchgängig grün. Das zeigt an, dass die FritzBox und der Reichweitenextender wieder automatisch verbunden sind. Nun kann man wieder störungsfrei telefonieren.

Einige Kunden beschreiben bei Amazon in den Rezensionen, dass das bei ihnen nicht funktioniert hat. Nun, man muss in Betonhäusern und bei größeren zu überbrückenden Entfernungen schon ein bißchen Geduld aufbringen, um die richtige Steckdose für den Repeater zu finden, das ist der ganze Trick.

Im Übrigen ist DECT eine schöne technische Lösung, aber kein Wunderwerk oder Zaubermittel. Wenn die FritzBox im tiefen Keller oder auf dem Dachboden hängt, wird man immer Probleme mit den Signalen haben. Am besten ist die Fritzbox als DECT-Basis möglichst zentral im Haus zu platzieren.


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