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Öffentlich-Rechtlicher Hunger

Öffentlich-Rechtlicher Hunger

Ich räume gerade meinen Schreibtisch auf und habe eben eine Notiz von einem öffentlich-rechtlichen Sender in den Papierkorb geworfen. Ein kurzer Blick darauf und das Kopfschütteln geht los.
Man muss sich das mal überlegen: Da wird man in eine Fernsehsendung eingeladen und fährt also morgens in aller Frühe hier los. Gegen Mittag kommt man in einem anderen Teil Deutschlands an und wird direkt vom Bahnhof in den Sender gefahren. Maske, kurzes Warten, Besprechung mit dem Redakteuer, Besprechung mit dem Moderator, Sendung.

Dann muss man sich beeilen, damit man den Zug noch bekommt. Völlig abgehetzt sitzt man dann im Abteil, gegen Mitternacht ist man erst wieder daheim.

So, und seit morgens um 6 Uhr hat man nichts anderes zu sich genommen, als ein Vollkornbrötchen und vier Tassen Kaffee.
Im Bordbistro bestellt man sich ein Schälchen vom legendären ICE-Chili-con-carne, sucht wieder mal das Fleisch, wundert sich wieder mal, wie klein so ein Schälchen ist und bestellt sich noch eins.

Gemeinsam mit der Taxirechnung reicht man dann die Quittungen für die zwei Schälchen Chili und zwei Tassen Kaffee mit der Abrechnung ein. Und tatsächlich bringen die es fertig, diese doch wohl durchaus berechtigten Mehrkosten fürs Essen abzulehnen. Eben mit dieser gerade weggeworfenen Notiz sandte man mir mit Bedauern meinen Chili-Beleg zurück.

RTL hatte einen wenigstens ordentlich zum Mittagessen eingeladen. Das ZDF auch. 

Ich find’s einfach so kleinlich.

Natürlich kann ich mir mein Essen selbst kaufen, aber wenn man doch jemanden einlädt, dann schaut man doch, daß es dem gut geht und daß der mit allem versorgt wird.

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peter wilhelm autorenlesung
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  1. Torsten
    Torsten 12 Oktober, 2012, 22:26

    Erträglich irgendwie fände ich so ein Gebahren nur, wenn die betroffene Senderanstalt mit ihren eigenen Mitarbeitern auch so umginge. Aber das dem so ist, daran habe ich meine Zweifel.

    Antwort auf diesen Kommentar

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