Jürgen von der Lippe

Um Jürgen von der Lippe gut finden zu können, muß man schon etwas älter sein. Für Jüngere ist sein Programm stellenweise aufgrund der verwendeten Fremdwörter zu intellektuell und Ältere haben den Vorteil, daß sie aufgrund des vorgerückten Alters die meisten der uralten Witze schon wieder vergessen haben.

Die Allerliebste und ich haben uns Jürgen von der Lippes Bühnenprogramm „Alles was ich liebe“ angesehen und es gab so gut wie keinen Gag, bei dem wir nicht schon beim ersten Atemzug des Komikers wußte, wie der Satz zu Ende geht. Vor allem die betuliche und gedehnte Art des Vortrags kommt wohl eher denjenigen entgegen, die es nicht so mit der Spontaneität haben.
Hans-Jürgen Dohrenkamp, so heißt Jürgen von der Lippe wirklich, führt ja ohnehin einen ständigen Kampf mit seinem unterforderten Bildungsbürgertum und der durch die zahlreichen neuen „Comedians“ in die Irre geleitete Erwartungshaltung des Publikums.


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Wir hatten stellenweise großen Spaß, weil von der Lippe berechenbare Akzente setzt, im Großen und Ganzen aber fanden wir das Programm, das jetzt auch bei SAT1 im Fernsehen läuft, eher sehr beschaulich.


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