Start Uncategorized Jetzt kommt Markus Lanz zu „Wetten, dass…?“
  • Jetzt kommt Markus Lanz zu „Wetten, dass…?“

    Thomas Gottschalk hat „Wetten, dass…?“ abgegeben. Die Promiparade auf der großen Couch war viele Jahre lang das unangefochtene Flaggschiff des ZDF und wurde mit einem Millionenaufwand produziert. Gottschalk und „Wetten, dass…?“ waren eine Symbiose eingegangen. Die Show ist nichts ohne Gottschalk und Gottschalk ist offenbar auch nichts ohne „Wetten, dass…?“.

    Nun hat nach den Absagen von Hape Kerkeling und Jörg Pilawa also Markus Lanz sich bereit erklärt, die Sendung zu übernehmen. Schwiegermutters Liebling soll also nun das große Unterhaltungsflaggschiff „Wetten, dass…?“ vor dem Untergang retten. Ob ihm das gelingt?
    Die Stützstrumpfgeneration mag Lanz ja noch annehmen, aber auch das ZDF hat die Zielgruppe der 14-49 jährigen im Blick und ob ausgerechnet Spätabendkocher und Multiplauderer Markus Lanz diese Zielgruppe erreichen kann, halte ich persönlich für mehr als fraglich.

    Vielleicht könnte eine Wiederbelebung von „Wetten, dass…?“ gelingen, wenn man sich mehr auf die Wurzeln zurück besinnt und die Wettkandidaten mehr in den Vordergrund stellt. Vielleicht gelingt es sogar, mehr Wetten zu finden, die klein aber fein sind und dem Zuschauer ein echtes Staunen abringen. Noch einen Bagger, der Bierflaschen köpft oder noch ein Kreuzfahrtschiff, dass von irgendeinem Ruderverein weggezogen wird, das wollen die Zuschauer wirklich nicht mehr sehen.
    Sie wollen auch nicht noch einen Bierkastenstapler und nicht noch einen Seifenlecker sehen, das hatten wir so oder so ähnlich alles schon und da hilft es auch nichts, wenn jede dieser Wetten pompös auszelebriert wird und irgendeine Hollywoodgröße für ein paar Minuten als Wettpate auf der Couch Platz nimmt, ohne zu verstehen, um was es bei dieser Sendung überhaupt geht.

     


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    Das Konzept war einmal, daß Leute aus dem zuschauenden Volke, die eine besondere Fertigkeit haben, ihr Können dem staunenden Zuschauer präsentieren.
    Dabei werden sie von einem prominenten Wettpaten begleitet, der vorher die Erfolgschancen seines „Patenkindes“ einschätzen muss und entsprechend die Wettbehauptung für machbar oder unmöglich einstufen darf. Liegt der Prominente mit seiner Einschätzung falsch, muss er, sozusagen als Strafe, irgendeine alberne Sache machen oder über sich ergehen lassen.
    Das alles ergibt die Möglichkeit, daß der Zuschauer einmal die Wette um die besondere Fähigkeit des Kandidaten erleben darf und andererseits Prominente in Interview und Wetteinlösung etwas näher kennenlernen darf.

    Im Laufe der Jahre hat sich das bei „Wetten, dass…?“ dahin entwickelt, daß die Wetten immer gigantomanischer geworden sind bzw. kleine, nichtssagende Wetten zur Gigantomanie aufgeblasen wurden und die Gäste auf der Couch immer „prominenter“ wurden. Am Ende waren sie so prominent, daß man einen echten Wetteinsatz von ihnen oft nicht einzufordern wagte und nur noch Banalitäten dabei herauskamen.
    Banal war auch immer das Geplauder mit den „Großen und Berühmten“, die oft genug nur ihre neuesten Projekte bewerben wollten und ebenso häufig genug auch schnell wieder „den Flieger“ erreichen mussten und nicht bis zum Ende bleiben konnten.

    Trotzdem, den Leuten hat’s gefallen, es gibt ja sonst, außer den Blähbauchsendungen mit Volksmusik, keine Shows mehr im deutschen Fernsehen.
    Aber jetzt ist der große Zampano Gottschalk weg und verdirbt der ARD gerade erfolreich durch Erfolglosigkeit den Vorabend und jemand anders muss „Wetten, dass…?“ machen, das ist also nun Markus Lanz.

    Das wird nichts! Wetten, dass…?

     


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    3 Kommentare

    1. Big Al

      17. Februar 2012 at 17:16

      Wetten was?
      Schaue kaum noch fern, entgeht mir also nix, oder?

      Antwort

    2. Sebastian

      17. Februar 2012 at 20:25

      Ich glaube, das wird was!

      Wenn ich verliere, hast Du ein Bier in Berlin gut.

      Antwort

    3. Wolfram

      19. Februar 2012 at 05:38

      Also ganz zu Anfang, als noch Frank Elstner seine Erfindung „Wetten, dass…“ selbst moderierte, da durften die Paten eben nicht wählen, ob sie die Sache für machbar hielten, die mußten schön ihr Patenkind unterstützen. Die anderen, die durften, aber der Wettpate, der mußte immer sagen, Yo, der schafft das!

      Antwort

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