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Irrtümer aufgeklärt: Zeppeline fahren

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Neulich traf ich mit jemandem zusammen und wir gerieten in ein Gespräch über Zeppeline und Blimps. Neulich ist ja so ein Prallluftschiff (engl. Blimp) in Hessen verunglückt. An sich gelten diese Blimps ja als außerordentlich sicher, aber dieses Unglück zeigt einmal mehr, daß es doch eine recht kritische Geschichte ist, so ein großes, windanfälliges und leichtes Gefährt zu bewegen.

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Gefährt? Ja. nach allgemeinem Sprachgebrauch fährt man ja mit einem Luftschiff. Wie der name schon sagt, sind es Fluggeräte, die leichter sind als Luft und somit in der umgebenden Luft ohne aerodynamischen Auftrieb fahren.
Und darüber sprach ich auch neulich mit meinem Bekannten. Doch ich widersprach ihm und erklärte ih, die neuen Zeppeline NT, die jetzt in Friedrichshafen gebaut werden, seien in dem Sinne keine Luftschiffe, die fahren, sondern es handele sich um Luftgefährte, die schwerer als Luft sind und deshalb fliegen.

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Beim modernen Zeppelin ist es nämlich so, daß das Startgewicht so groß ist, daß die Motoren und der wie eine Tragfläche gegen den Wind angestellte Rumpf es sind, die das Luftschiff empor bringen. Bei den meisten Flügen wird auch nicht so viel Treibstoff verbraucht, daß das Schiff leichter als Luft würde, obwohl das theoretisch möglich ist.

Das wollte mein Bekannter nicht glauben.

Doch in Wikipedia finde ich meine Behauptung bestätigt:

Moderne Luftschiffe starten in aller Regel etwas schwerer als Luft, verbrauchen im Betrieb Kraftstoff und werden dadurch leichter, eventuell sogar leichter als Luft. Der aerostatische Auftrieb reicht zumindest beim Start nicht aus, um das Schiff allein in der Luft zu halten. Die fehlende Auftriebskraft wird durch die Motoren über Luftschrauben und in Fahrt durch den gegenüber der Flugrichtung in positivem Winkel angestellten Rumpf erzeugt (dynamischer Auftrieb). So auf Motorleistung zur Erzeugung dynamischen Auftriebs angewiesen, um sich in der Luft zu halten, „fliegt“ der Zeppelin NT, während Luftfahrzeuge, die alleine unter statischem Auftrieb aufsteigen (wie Ballons oder die historischen „Zeppeline“), „fahren“.

 

Bild: Martin.bergner, GNU-Lizenz für freie Dokumentation, Version 1.2


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Lesezeit ca.: 3 Minuten | Tippfehler melden | © Revision: 26. November 2012 | Peter Wilhelm 26. November 2012

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