Wenn jemand seine Rede mit den Worten „Ich bin ja kein Nazi“ beginnt, entlarvt er sich nach meinen Beobachtungen recht häufig als genau das: als jemand, der rassistisches Gedankengut verinnerlicht hat und die Nazi-Zeit eigentlich gar nicht so schlimm und sogar in Teilen für die nahe Zukunft als erstrebenswert empfindet.
Darauf, dass Neo-Nazis alle eine Glatze haben, Springerstiefel mit weißen Schnürsenkeln tragen oder besoffengröhlend durch die Straßen ziehen, kann man sich nicht mehr verlassen. Der kleine braune Teufel wohnt heute oft genug auch dem harmlosesten Nachbarn inne.
Deshalb ist es für mich auch kein Problem, eine Glatze zu tragen. Und ich rasiere mir den Schädel, obwohl ich noch genug Haupthaar zusammenbekommen würde, um wenigstens die Anmutung von so etwas herzustellen, das man landläufig als Frisur bezeichnen würde. Oder kurz gesagt: Eigentlich habe ich noch genug Haare.
Aber mir ist es sowieso immer und überall zu warm, das Haupthaar ist, trotz des gerade eben Gesagten, doch schon schütter und licht, und mir geht die ständige Haarpflege auf den Sack. Nicht am, auf.
Oder auch wieder kurz gesagt: Mir ist es zu viel Arbeit, das bisschen traurigen Rest auch noch umfangreich zu pflegen.
Begonnen hat alles dann mit einer Haarschneidemaschine, mit der ich mir einmal in der Woche den Schädel abraspelte und eben so eine Stoppelfrisur trug.
Dann hatte ich vor ein paar Jahren mal mutig ausprobiert, wie das wohl aussieht, wenn ich das ganz kahl schere. Kann ja auch nicht jeder tragen, und irgendwie muss man dafür auch den passenden Schädel haben. Wie gesagt, ich habe ja noch die Wahl.
Die Leute haben gesagt, es sähe gut aus, also bin ich dabei geblieben.
Zunächst habe ich mit einem Trockenrasierer Braun Series 9 den Kopf rasiert, das ging auch ganz gut, war aber sehr zeitaufwendig und reizte immer ein wenig die Kopfhaut.
Dann bin ich auf Nassrasur umgestiegen. Von Harry’s habe ich im Versand regelmäßig recht günstige Klingen gekauft und damit ließ sich der Kopf wunderbar und ganz glatt rasieren.
Das geht auch relativ schnell, ist aber auch ziemlich umständlich. Du musst den Kopf nass machen, Rasierschaum auftragen, dann mit dem Nassrasierer Bahn für Bahn rasieren, den Rasierer immer wieder auswaschen, nachrasieren, prüfen, nochmal schaben, dann den restlichen Schaum abwaschen, alles wieder saubermachen, trocknen und wegräumen.
Im Netz bin ich dann auf einen Trockenrasierer für Glatzen gestoßen.
Nicht, dass ich mir so etwas nicht schon zwei-, dreimal gekauft hätte… Aber immer war das irgendeine Chinascheiße, die auf den Bildern toll aussah, aber sich dann als lauter und unangenehmer Drehhobel herausstellte.
Die sind alle in der Tonne gelandet.
Doch die Zeit ist vorangeschritten, die Entwicklung weitergegangen, und so hoffte ich dass der von mir erworbene BALDWIN Glatzen Rasierer mit magnetischen Scherkopf besser funktionieren würde.
Und siehe da: Ich bin begeistert!
Das Gerät ist faustgroß, hat 7 Scherköpfe und ist akkubetrieben.
Mit dem mittellauten Rasierer kriege ich es hin, den Kopf in maximal 3 bis 5 Minuten komplett glatt zu rasieren. Das ist schonend, kratzt nicht, hinterlässt keine Rötungen und geht auch noch wirklich schnell.
Zum Reinigen nimmt man den magnetisch haftenden Scherkopf ab und spült ihn einfach unter fließendem Wasser aus. Dann trocknen lassen.
Der Akku hält bei mir mehrere Wochen. Aufgeladen wird per USB-C.
Es gibt in diesem Artikel keine Kauflinks oder Provisionsklick-Möglichkeit. Ich will nichts verdienen, sondern Dir nur den Tipp geben, dass dieser Schädelrasierer ein echt gutes Teil ist.
Kann man bedenkenlos kaufen.
Wenn Langzeiterfahrungen vorliegen, schreibe ich das hier noch als Nachtrag hin.
Bildquellen:
- Bildschirmfoto-2026-08-27-um-00.26.20_800x500: Amaton/Baldwin

















