Gefeuert und mit Maulkorb versehen

So kann es gehen. Eben noch schreibt man in seinem Weblog Sinnvolles über den Arbeitsmarkt und wenig später muss man dann erleben, wie man selbst, aus betrieblichen Gründen, auf der Straße steht. Das ist zunächst einmal in der heutigen Zeit nichts Ungewöhnliches.

Ungewöhnlich jedoch ist, daß jemand darüber ausführlich in seinem Weblog schreibt. Noch ungewöhnlicher ist es aber, daß der ehemalige Chef dann auch noch das Weblog liest und eine Gegendarstellung verlangt.

Nachlesen kann man die Geschichte …

…bei Deep-Blue hier und hier.


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Der Autor hatte die Vorgänge seines Entlassungstages zeitgenau geschildert und unter anderem erwähnt, daß er den Eindruck hatte, es habe ihm nicht genügend Gelegenheit/Zeit zur Verfügung gestanden, sich von seinen ehemaligen Kollegen zu verabschieden. Auf Druck seines (Noch)Arbeitgebers, er ist derzeit nur freigestellt, musste er diese Aussage abmildern und sich in einer Richtigstellung im Weblog ungefähr so äußern, als habe man ihm doch die Gelegenheit zur Verabschiedung gegeben, er habe sich aber selbst physisch und psychisch nicht zu einer solchen in der Lage gefühlt.

Einmal mehr unterstreicht dieser Vorgang, daß ich mit meiner Meinung Recht habe, die ich in meinem Artikel „Blogger sind unvorsichtig“ vor geraumer Zeit geäußert habe.

Viele vergessen einfach, daß sie in ihren Weblogs öffentlich schreiben, daß sie veröffentlichen und publizieren. Sie machen sich mit ihren Äußerungen angreifbar.

Abhilfe kann man eventuell dadurch schaffen, indem man sich ein anonymes Weblog bei einem großen Massenanbieter holt. Es kann aber auch hilfreich sein, wenn man die Artikel, in denen man Ross und Reiter nennt und mal so richtig Dampf ablässt, einfach mit einem Passwort schützt. Dieses gibt man dann lediglich an einen ausgewählten Personenkreis weiter.


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