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  • Dieser Gipfel ist ja wohl der Gipfel

    erderwaermung

    Gedanken zur Weltklimakonferenz vulgo „Klimagipfel“

    „Der Gipfel ist der höchste Punkt eines Berges“, so zumindest soll es in unschlagbarer Plausibilität der Dienstordnung des deutschen Soldaten zu entnehmen sein, in der sich weitere semantische Perlen finden sollen, wie jene, dass „der deutsche Soldat ab einer ihm angemessen erscheinenden Wassertiefe selbständig mit Schwimmbewegungen zu beginnen“ habe.

    Da drängt sich doch der Gedanke auf, dass man seitens des Bundesministeriums der Verteidigung bei einem gemeinen Soldaten ein adäquates intellektuelles Niveau mitnichten voraussetzt und sich genötigt sieht, diesem mit Anweisungen von jener unübertroffenen Präzision Amtshilfe zu leisten, dergestalt, ihm jene fundamentale Erkenntnis – also die geheimnisvolle Natur eines Gipfels – in einfacher Sprache in sein Dienstbuch zu schreiben. Gleich auf das Kapitel römisch eins „Spontanatmung“ folgend, welches die vorgeschriebene regelmäßige Aufnahme von Sauerstoff via Atemluft regelt, um einem Mangel an diesem Element vorzubeugen.

    Wenn nun der Gipfel per Definition der höchste Punkt eines Berges ist, geht es nach dessen Erreichen folgerichtig nur noch bergab, und in der gebotenen Stringenz kann man dieses topografische Feature auf jeden Gipfel beziehen. Mithin eben auch auf die Weltklimakonferenz vulgo „Klimagipfel“.

    In sinnloser Regelmäßigkeit trifft sich eine illustre Schar von Präsidenten aus aller Damen und Herren Länder, um in tagelangem liebgewordenen Dissens heiße Luft zu emittieren und bei einem opulenten Büffet darüber zu beraten, mit welchem Abschluss-Kommuniqué sie gedenken, die Öffentlichkeit zu langweilen oder zu ärgern.

    Im Klartext bedeutet dies, dass jeder der genügend Kohle und/oder Beziehungen hat, rumsauen kann, wie es ihm beliebt.

    Im Rahmen der Anreise rund um den Globus verballern die Gipfelteilnehmer dabei tausende Tonnen von Kerosin aus ihren Flugzeugen und entlassen mal eben Megatonnen Kohlendioxid in die Atmosphäre. Am Zielort angelangt – dieses Jahr hat man sich Paris, die Stadt der Liebe (wie passend) ausgesucht – fährt dann eine Amanda von tonnenschweren Panzerlimousinen die Staatsgäste zu den edelsten Hotels am Platze, die allen erdenklichen Luxus für ihre verwöhnte Klientel bereithalten. Begleitet wird diese beeindruckende Karawane der Wichtigkeit selbstredend durch ein Heer von weiteren Fahrzeugen mit Personenschützern, Geheimdienstmitarbeiter und last but not least von abertausenden Uniformierten in blank gewienerten Streifenwagen, auf dass es den Damen und Herren Staatsoberhäuptern an nichts fehle; weder an der gebührenden Aufmerksamkeit, noch am fünflagigen handgeschöpften und angenehm vorgewärmten, nach frischer Malve duftenden Tissue-Toilettenpapier.


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    Aber was hat das alles mit der Weltklimakonferenz zu tun, wie der Titel dieses Beitrags suggerieren mag? Sehr, sehr viel. Die Weltklimakonferenz ist mitnichten etwa ein Treffen von hauptamtlichen Umweltschützern, oder irgendwelchen Gutmenschen, die sich aus purem Altruismus Gedanken über die Umwelt, Mutter Natur oder sonstigen New-Age-Zinnober machen.

    Die Weltklimakonferenz ist ein beinhartes Kartell von Lobbyisten.

    Die Weltklimakonferenz ist im Gegenteil ein beinhartes Kartell von Lobbyisten reinsten Wassers, die sich einen Dreck darum scheren, ob irgendwelche Inseln im Indischen Ozean absaufen, weil der Meeresspiegel ansteigt, oder ob die Menschen ganzer Landstriche ihrer Lebensgrundlage beraubt werden, weil die Ackerböden versteppen. Wer das noch glaubt, sich alle Jahre wieder vor die Glotze hängt und von den Nachrichten DEN Durchbruch erwartet, sollte sich von kompetenter Seite auf seinen Geisteszustand überprüfen lassen, oder anfangen Fantasy-Romane zu lesen. Auf der Weltklimakonferenz geht es einzig und alleine um globales Business nach dem guten alten ersten ökonomischen Prinzip: mit dem geringsten Einsatz den größten Nutzen zu erzielen. Wenn ein Geschäft, wie das Verbrennen von staatlich subventionierter Braunkohle zur Erzeugung von Strom, nun mal richtig Asche abwirft, dabei aber leider jede Menge Dreck produziert, dann ist das nun mal so. Kann man nix machen.

    Wenn die Produktion von Fleisch deshalb so saubillig ist, weil tausende von Kühen und Schweinen dicht an dicht in riesigen Ställen computergesteuert mit Futter und Antibiotika vollgepumpt werden, dummerweise aber Millionen Kubikmeter Gülle und Mist produzieren, kann man nix machen. Dann haut man die Scheiße eben auf die Felder und entlässt Tonnenweise Methan in die Luft. Riecht zwar ab und zu etwas streng, sieht aber keiner. Und zudem ist die Atmosphäre ja eine riesige Mülldeponie für lau.

    Ergo maßen sich die Vertreter der Industrienationen in feudalistischem Habitus an, sogenannte „Verschmutzungsrechte zu verhökern“. Im Klartext bedeutet dies, dass jeder der genügend Kohle und/oder Beziehungen hat, rumsauen kann, wie es ihm beliebt. Und wenn dann doch ein naiver Häuptling aus Palau meint, durch erhobenen Zeigefinger die illustre Schar des Klimagipfels aufmischen zu müssen, wird er eben mit Geld zugeschüttet, und wenn das nichts nützt, ignoriert und/oder nicht mehr eingeladen.

    Also Leute: vergeudet nicht Eure kostbare Lebenszeit oder Euer persönliches Klima mit dem sinnlosem Geblubber der Weltklimakonferenzen oder irgendwelcher anderer Gipfeltreffen. Es war nie die Absicht der Teilnehmer, und es wird auch nie deren Absicht sein, an der chauvinistischen Weltwirtschaft etwas zum „Guten“ zu ändern. Das ganze große Rad funktioniert ausschließlich über Verschwendung der weltweiten Ressourcen, ohne Rücksicht auf deren Endlichkeit.

    Und nach neusten Meldungen (Stand 10.12.2015) dürfen ab sofort in Peking wieder alle Autos fahren und die Fabrikschornsteinen wieder rauchen, was da Zeug hält. Eine „günstige“ Luftströmung hat den giftigen Smog weitergeblasen – in die Nachbarschaft. Frei nach dem oben erwähnten Prinzip. Na dann ist ja alles in Ordnung.


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