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Die Jagd nach dem Phantom wird ein Schuss in den Ofen

Die Jagd nach dem Phantom wird ein Schuss in den Ofen

Eine Frau, die aussieht wie ein junger Mann soll es sein, das geheimnisvolle Phantom, dem fast die gesamte bundesdeutsche Polizei hinterher hetzt. War es doch angeblich sogar am aufsehenden Heilbronner Polizistenmord beteiligt.

Ganz genau kann es keiner sagen, aber an weit über 40 Straftaten soll dieses Phantom beteiligt gewesen sein, so zeigen es wenigstens genetische Spuren, die man an den verschiedenen Tatorten an vielen Orten der Republik (Baden-Württemberg, Saarland, Rheinland-Pfalz) und in Österreich fand.
Aus dem Landfahrermilieu könne das Phantom stammen, das würde die weit auseinanderliegenden Tatorte erklären, oder aus dem Bereich der Schausteller oder Drückerkolonnen.

So unterschiedlich die Tatorte auch sind, so unterschiedlich sind auch die Taten. Mal nur ein Einbruch in eine Schule, dann wieder brutale Morde. Scheinbar reist da ein hochkrimineller Mensch herum und scheut bei der Begehung von Straftaten auch nicht davor zurück Menschen zu töten.

Gefunden wurden allerdings immer nur genetische Spuren, also mikroskopisch kleine Partikel, die dann in aufwendigen Laboruntersuchungen ausgewertet wurden und deren Übereinstimmung dann festgestellt wurde.

Doch immer mehr kam der Verdacht auf, da könne auch schlicht und ergreifend etwas mit dem Laborverfahren nicht stimmen, zu ungewöhnlich scheint bei näherer Betrachtung die Kette der Taten, zu aberwitzig sind die Orte an denen sie begangen wurden.

Was wäre, wenn die Spuren nicht von einem Täter an den verschiedenen Tatorten hinterlassen wurden, sondern erst von den Ermittlungsbeamten versehentlich mit dem Analysematerial dorthin gebracht wurden?

Jetzt scheint es sich als Tatsache herauszukristallisieren, daß es das Phantom gar nicht gibt, daß man jahrelang offenbar ebenso kopf- wie erfolglos nicht nur einem Phantom, sondern einer Schimäre hinterherjagte.
Möglich scheint nämlich, daß es sich um das genetische Material einer Arbeiterin beim Hersteller der Wattestäbchen handelt. Diese Stäbchen könnten bei Produktion oder Verpackung im Werk mit dem genetischen Fingerabdruck der Mitarbeiterin kontaminiert worden sein und so könnte das Genmaterial an die Tatorte gelangt sein. Dort wo also vorher nichts war, haben die Beamten scheinbar Genmaterial gefunden, das in Wirklichkeit schon vorher am Wattestäbchen war. Mit anderen Worten: Hätte man mit diesen Wattestäbchen eine der Kugeln bestrichen, mit denen John F. Kennedy erschossen wurde, so hätte man auch dort vermeintlich Genmaterial des „Phantoms“ gefunden und ihm auch diese Tat in die Schuhe schieben können.

Je feiner also die Methoden werden, desto größer wird auch die Gefahr, daß die Kompliziertheit und Empfindlichkeit der Verfahren ein manchmal zu enges Netz knüpfen, in dem auch mal ein Phantom hängenbleiben kann.

Wie groß ist damit aber die Gefahr, daß auch völlig unschuldige Normalbürger in einem solchen Gespinst hängenbleiben?

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peter wilhelm autorenlesung
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