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  • Die anheimischen Unheimlichen

    Der Westdeutsche Rundfunk hat seinen Hörern am vergangenen Montag in bewährter Rotfunk-Manier indoktriniert, wo es momentan am meisten hakt in Deutschland: Das gemeine Wort „Ausländer“ muss ersetzt werden, und zwar schnell! Dazu baten Tagesgespräch-Moderatorin Sabine Brandi und Studiogast Sebastian Edathy die WDR 5-Zuhörer um kreative Vorschläge, um dieses scheußliche, rassistische und fremdenfeindliche Wort aus dem deutschen Wortschatz zu tilgen.

    Die anheimischen UnheimlichenDie anheimischen Unheimlichen

    Sabine Brandi findet, dass sie ein „sprachsensibler“ Mensch (sei). Und deshalb lässt sie den erstaunten Zuhörer wissen, dass wir Worte benutzen, von denen wir fühlen, dass sie falsch sind, vorausgesetzt natürlich, wir sind mindestens genauso „sprachsensibel“ wie sie.

    Zum Beispiel wären da die „Menschen mit Migrationshintergrund“. Das sei aber auch schon alles, was wir in Jahrzehnten der Einwanderung „gestemmt“ hätten. Diesen Begriff der „Menschen mit Migrationshintergrund“ mag Frau Brandi nicht, auch wenn wir wetten möchten, dass Leute wie sie diese monströse Wortkonstruktion geschaffen haben.

    Und trotz dieses gewaltigen Begriffes, seien die Menschen „Ausländer“ geblieben. Und so fragt Frau Brandi die Zuhörer: Was meinen Sie? Ausländer ist ein Wort mit negativer Konnotation. In vielen Ohren klingt „Ausländeramt“ negativ. Ausländer definiert Menschen gleichsam anonym als solche die von außen kommen, klingt nach Abwehr. Gibt es jetzt, nach Jahrzehntem Migrationsgeschichte einen Begriff, der einladender klingt? Der mehr in Richtung Integration weist als Abwehr verheißt? Was steckt hinter der Begriffsgebung, die wir haben (‚Menschen mit Migrationshintergrund‘)? Warum klingt das alles so umständlich? Möchten Sie gar von einer Ausländerbeauftragten vertreten werden? „Ausländer“ klingt nach Ablehnung, und deshalb suchte WDR 5 ein treffenderes Wort für „Ausländer“. Frau Brandi möchte die „Kruste um das Wort herum aufbrechen und schauen, was noch darin schlummert“ (O-Ton). Und dafür bekommt sie 37 Minuten Sendezeit.

    Als erstes ruft ein Mann an, der aus Australien eingewandert ist, worauf Frau Brandi mit ihren überdurchschnittlichen Geografiekenntnissen beeindruckt: „Australien, das ist weit“, lässt sie den Zuhörer wissen und verwirrt den Anrufer, der sich hier zwar wohlfühlt, dann aber auch wieder nicht und dem auf die Frage „Wie möchten Sie denn genannt werden?“ nur noch ein „Weiß nicht“ einfällt. Schwierig? Schwierig.


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    Es kommen dann einige Zuhörer zu Wort, und es fallen Vorschläge wie „Fremder“, worauf dem Studiogast Sebastian Edathy (SPD-Abgeordeneter mit indischem Migrationshintergrund) ein entrüstetes „das ist ja noch schlimmer als Ausländer“ entfährt. Dann gibt es noch den „Landesgast“, den „Neu-Bürger“ oder „Neu-Deutschen“, auch der „Wahl-Deutsche“ wird angeboten. Besonders beeindruckt ist Frau Brandi von der Stufenlösung „Anheimischer“, „Neuheimischer“ und „Einheimischer“.

    Wir sind auch beeindruckt, und zwar darüber, dass der WDR einmal mehr erkannt hat, was für Deutschland wirklich wichtig ist.

    Die anheimischen Unheimlichen Die Sendung zum Anhören

    Geklaut bei political incorrect


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