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Spitze Feder

Attac verliert Sonderstatus

Dass ausgerechnet das Finanzamt Frankfurt den Störenfrieden von Attac die Gemeinnützigkeit aberkennt, muss niemanden verwundern. Ist es doch bereits in der Vergangenheit durch seine ideologische Stringenz aufgefallen, als es eine Gruppe von hartleibigen Steuerfahndern schasste, die ihren Job zu gut erledigte und bei der Commerzbank und anderen ortsansässigen Großreinigungen insgesamt 1,5 Milliarden € an hinterzogenen Steuern eintrieb.

Da es den Geschäftsfrieden am Standort erheblich störte, wurde das unbotmäßige Treiben der neidzerfressenen Schnüffler Stande Pede abgestellt. Immerhin sitzt der hessische Finanzminister traditionell in dem einen oder anderen Verwaltungsrat der Banken und muss zwischen den Interessen der Häuser und denen des Landes abwägen.

Wenn Attac sich nun anmaßt, für eine Finanztransaktionssteuer zu kämpfen, oder wichtige Abkommen wie CETA und TTIP zu torpedieren, kann das aus Sicht der Politik nicht im Sinne der Allgemeinheit sein; die Aberkennung der Gemeinnützigkeit ist somit zwingend geboten. Zur Beruhigung der Steuerzahler sein angemerkt, dass Parteispenden an die NPD weiterhin steuerlich absetzbar bleiben.

Spitze Feder – Spitze Zunge

Diese Kolumne schreibt vorwiegend Peter Grohmüller seine Gedanken zur Welt und dem Geschehen unserer Zeit auf.
Seine fein geschliffenen „Ergüsse“ – wie er selbst sie nennt – erfreuen sich großer Beliebtheit.

Hin und wieder erscheinen in dieser Kolumne auch Beiträge anderer Autoren, die dann jeweils entsprechend genannt werden.

Die Texte sind Satire, Kommentare und Kolumnen. Es handelt sich um persönliche, freie Meinungsäußerung.

Für die Texte ist der jeweilige Autor verantwortlich.

Lesezeit ca.: 1 Minute | Tippfehler melden | © Revision: 3. Februar 2020 | Peter Grohmüller 3. Februar 2020

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