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    Ist doch erstaunlich, wie viele Firmen in diesem Jahr im Internet einen Adventskalender betreiben.
    Als Teilnehmer soll man meistens seinen Namen und die Mailadresse hinterlassen und darf dann auf ein Törchen klicken.
    Ich habe das jetzt schon ganz oft gemacht, gewonnen habe ich allerdings noch nichts.

    Mir schwant ja bei solchen Aktionen, wie bei allen Gratis-Aktionen, Übles. Böse Zungen könnten behaupten, die Firmen bringen sich so nur in den Besitz verifizierter Mailkontakte, die sie dann in der nächsten Zeit schön fleißig mit Werbung zumüllen können.

    Nur gut, wenn man das eine der vielen Gratis-Adressen extra für Spam-Zwecke hat, oder wenn man, wie ich, einen eigenen Server betreibt und beliebig viele Mailadressen generieren kann.
    Wenn ich bei Panasonic am Adventkalender-Spiel teilnehme, benutze ich beispielsweise eine Adresse wie peterspam-panasonic@jadajada.de, wobei jadajada.de jetzt nur als Beispiel dient. Bei real,- würde ich z.B. peterspam-real@jadajada.de nehmen.

    So kann ich schön eine Regel in meinem Mailprogramm laufen lassen, die alles was „peterspam“ enthält, in einen Spamordner schiebt. Natürlich könnte man den Mist auch gleich löschen, aber das will ich nicht. Ich schaue mir den Müll hin und wieder an und kann dann schön sehen, wer mit meiner Adresse gehandelt hat. Habe ich z.B. bei einer fiktiven Firma protzmax die Adresse peterspam-protzmax@jadajada.de verwendet, und bekomme dann einen angeblich von mir bestellten Newsletter von der ebenfalls fiktiven Firma Proolpromi AG an genau diese Adresse, die ich bei Protzmax verwendet habe, dann weiß ich, welche Wege diese Adresse da genommen hat.

    Klar, die versprechen alle: Ihre Mailadresse wird garantiert nicht weitergegeben. Sicher doch!
    Na klar!

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    4 Kommentare

    1. Lochkartenstanzer

      3. Dezember 2013 at 12:45

      Ich benutze eine ähnliche Mailadressenlogik wie Du.

      Es ist dann imemr wieder erstaunlich zu sehen, bei wem ich mich angemeldet haben soll.

      Allerdings habe ich auch schon festgestellt, daß auch bei seriösen Firmen die Mails offensichtlich abhanden kommen. Ich vermute da hat sich dann der eine oder andere Marketing-Mitarbeiter eine malware eingefangen und die Adressen sind dann auf Wanderschaft gegangen.

      Antwort

    2. Big Al

      4. Dezember 2013 at 00:09

      Ich habe keinen eigenen Server, verwende aber diverse E-mail-Adressen die ich zwischen Abos diverser Blogs, erwartbaren Spam usw. aufteile. Wenn man dabei auch noch diverse Anbieter kostenloser E-mail-Konten bzw. deren Spamfilter austesten kann finde ich die Ergebnisse auch sehr aufschlussreich.

      Antwort

    3. Rafael

      10. Dezember 2013 at 13:38

      Hi Peter,
      Bin über deine Verlinkung im Bestatterweblog auf diesen Blog gestoßen, welcher mir fast noch besser gefällt. Sehr vielseitig, der Mann 😀

      Warum ich hier aber jetzt Kommentiere ist folgendes:
      Auch ich habe (wie wohl jeder) Probleme mit SPAM, aber überhaupt keine Lust, da jetzt dutzend Email-Adressen zu generieren. Es gibt aber einen Trick im Email-Standard, den jeder halbwegs moderne Mail Server können sollte. Der so genannte Email-Tag Standart (zu finden hier für technisch versierte: http://tools.ietf.org/html/rfc5233 , oder hier für den „normal Nutzer“ http://en.wikipedia.org/wiki/Email_address#Address_tags).

      Dieser Standard wurde genau für diese zwecke Entwickelt. Hat man also die Mail peter@dreibeinblog.org hat man damit quasi schon unendlich viele „Wegwerf-Adressen“. Man könnte einfach bei Real seine Mail-Adresse so angeben: peter+realspam@dreibeinblog.org.
      Alles hinter dem „+“ und vor dem „@“ ist Freitext, und wird vom Mailserver als „TAG“ angesehen, welchen man zum Filtern nutzen kann. So kann man auch sehr gut sehen, wer da Mailadressen weitergibt ohne sich mehrere Adressen anlegen zu müssen, oder seinen Server so einzustellen, dass er jede Mail mit „richtigem“ Host part aktzeptiert. Das funktioniert z.B. mit GoogleMail „out of the box“.

      Nur so als Info, vielleicht auch für deine Leser ohne eigenen Mailserver, welche sich für jede Mail Adresse durch etliche Webforms klicken müssen. Man muss beachten, dass diese Mail natürlich nicht anonym ist, und die „echte“ Adresse leicht herausgelesen werden kann (Dies ist mir in der Praxis jedoch noch nie passiert, wahrscheinlich weil dieser Standard zu unbekannt ist). Desweiteren gibt es für Seiten, bei denen man sich sicher ist, nur Spam zu erhalten (und man sich aus unterschiedlichsten Gründen doch mit Mail anmelden will/muss) und zudem anonym bleiben möchte noch den „trash-mail“ Service. EIGENER_TEXT@trash-mail.com kann auch immer benutzt werden. Man geht danach einfach auf die Seite, gibt die selbe Adresse auf der Seite ein, und erhält die Mail. Für Persönlich/Privates empfiehlt dich diese Vorgehensweise jedoch nicht, da theoretisch jeder Einsicht in „eigene“ Trash-Mails nehmen kann.

      Ansonsten muss ich jetzt weiter lesen, bin ja erst beim dritten Artikel 😀

      PS:
      Problematisch dabei sind Webmaster, welche „Email-Adress Felder“ mit falschen Regexes parsen, welche gültige Mail-Adressen dann nicht validieren. Man „validiert“ keine Mail Adresse mit Regexes!! Es gibt nur eine echte Regex welche Mails valide parst, und die will keiner Einsetzen wegen der Komplexität (Für interessierte http://www.ex-parrot.com/~pdw/Mail-RFC822-Address.html und die verstehe nichtmal ich), und nochmal ein Artikel, warum man dass nicht tut: http://davidcel.is/blog/2012/09/06/stop-validating-email-addresses-with-regex/

      Antwort

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