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  • Wohnung mieten: Das kostet der eigene Wohnsitz wirklich

    Bei der Kostenberechnung für eine Mietwohnung denken viele Menschen nur an die Warmmiete. Doch nachdem Mietkaution, Umzug und Renovierung finanziell überstanden sind, kommen noch andere Kostenpunkte hinzu. Hier finden Sie einen Überblick, welche monatlichen Ausgaben wirklich anfallen.

    Miete ist der höchste Kostenfaktor

    Den Löwenanteil der Wohnkosten macht natürlich die Miete aus. Die Höhe der Kaltmiete richtet sich nach der Quadratmeterzahl Ihrer Wohnung und ist ebenfalls abhängig vom Wohngebiet. In Deutschland liegt der durchschnittliche Quadratmeterpreis bei etwa sechs Euro. Hier haben Sie als Mieter nur wenig Verhandlungsspielraum. Bis zu zehn Prozent Rabatt sind bei eher unbeliebten Immobilien aber durchaus möglich. Da der Mietspiegel stetig ansteigt, dürfen Vermieter die Kaltmiete alle 12 Monate auf eine ortsübliche Vergleichsmiete anheben. Nach Modernisierungsarbeiten ist ebenfalls eine Mieterhöhung möglich. In diesen Fällen haben Sie ein Sonderkündigungsrecht.

    Nebenkosten und Betriebskosten

    Die Warmmiete bezeichnet landläufig die Monatsmiete einschließlich der Nebenkosten. Eigentlich gilt der Begriff aber nur für Miete inklusive Wasser- und Heizkosten.

    Unter die Neben- und Betriebskosten fallen:

    • Grundsteuer
    • Haftpflicht- und Gebäudeversicherung
    • Straßenreinigung und Müllabfuhr
    • Wasser- und Heizkosten
    • Abwassergebühren
    • Hausreinigung
    • Beleuchtung
    • Gartenpflege
    • Schornsteinreinigung
    • Fahrstuhl
    • weitere Gemeinschaftseinrichtungen

    Für die Nebenkosten zahlen Sie einen monatlichen Vorauszahlungsbetrag, über den am Jahresende abgerechnet wird. Sie erhalten entweder eine Nachzahlungsforderung oder eine Rückzahlung, oft wird dabei auch der Abschlag angepasst. Doch Vorsicht: Viele Abrechnungen enthalten Fehler zu Ihren Lasten. Prüfen Sie Ihre Abrechnung daher genau und legen Sie bei Bedarf Widerspruch ein.


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    Strom: Viele Mieter können Stromanbieter wechseln

    Auch wenn im Mietvertrag kein Stromanbieter aufgeführt ist, haben Mieter einen gesetzlichen Anspruch auf elektrische Grundversorgung. Diese wird von den örtlichen Stadtwerken übernommen. Ein Stromanbieterwechsel ist aber meist preiswerter und spart bis zu 500 Euro pro Jahr. Hinzu kommen bei vielen Anbietern attraktive Wechselprämien. Für viele Mieter ist der Wechsel aber keine reine Kostenfrage, sie legen ebenfalls Wert auf auf umweltfreundliche Stromquellen. Um Ihren Stromanbieter selbst zu wählen, benötigen Sie einen eigenen Stromzähler für Ihre Wohnung. Außerdem darf der Stromvertrag nicht über den Vermieter laufen.

    Fernsehen, Internet und Telefonie

    Telefon und Internet sind in einem modernen Haushalt unverzichtbar und dürfen daher bei den Monatsausgaben nicht unter den Tisch fallen. Heutzutage kommen Festnetz, Internet und Kabelfernsehen meist aus der gleichen Leitung. Viele Internetanbieter werben daher mit einem preiswerten Kombi-Paket. Wer einen schnellen Internetzugang hat, kann bei den monatlichen Kosten aber ein paar Euro sparen und statt Kabel- lieber Internetfernsehen verwenden. Diverse Streaming-Dienste bieten ein breites Angebot an nationalen und internationalen TV-Sendern. Einige Sender bieten auch kostenlose Livestreams oder eine Mediathek.

    Versicherungen: Was braucht man als Mieter?

    Wohnungsbezogene Versicherungen sind grundsätzlich ein Kann, kein Muss. Im Schadensfall bewahrt Sie eine Versicherung jedoch vor hohen Ausgaben und langwierigem Rechtsstreit. Eine Haftpflichtversicherung ist in jedem Fall empfehlenswert. Mit einer Hausratversicherung können Sie bei Beschädigung oder Diebstahl Ihres Eigentums den Verlust minimieren. Denken Sie daran, die geschätzte Wertsumme nach Neuanschaffungen anzupassen. Eine Mietrechtsschutzversicherung hilft bei Streitigkeiten mit dem Vermieter und kann auch rückwirkend abgeschlossen werden.

    Bild: Mediamodifier / Pixabay


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