Start Internet Wer kennt wen? ist tot
  • Wer kennt wen? ist tot

    Aus der offiziellen Bekanntmachungsmail von "Wer kennt wen?"
    Aus der offiziellen Bekanntmachungsmail von „Wer kennt wen?“

    Das soziale Netzwerk „Wer kennt wen?“ zuletzt unter der Regie des RTL-Konzerns beheimatet ist gestorben.
    Ich erinnere mich noch gut an die Zeit, als ich selbst dort ein Profil hatte und mich darüber gefreut habe, in Windeseile ein kleines Netzwerk von Bekannten und Freunden aufzubauen.
    Besonders schön war es, einige längst vergessen geglaubte frühere Bekanntschaften dort wieder zu finden.

    Doch dann kam irgendwann der Zeitpunkt, an dem immer mehr Profilbilder bei „w-k-w“ verschwanden und stattdessen dort eine Grafik von den Usern hinterlegt worden ist „Bin jetzt bei Facebook“.

    Man kann über oder gegen Facebook sagen was man will, eines steht fest, die Zuckerberg-Mannen haben es einfach besser drauf gehabt, den Menschen ein funktionierendes und schnell wachsendes Netzwerk zur Verfügung zu stellen. Und das ist das A und O bei sozialen Netzwerken, daß man dort nämlich die Kontakte findet, die man sucht.


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    Mir ist es jetzt schon wieder zu lästig, bei Linkedin, XING, Google+ und Facebook parallele Konten führen zu müssen, auch wenn mir natürlich die unterschiedliche Ausrichtung dieser Seiten durchaus bewußt ist.
    Es würde mir tatsächlich eine Seite reichen, da braucht es weder Schüler-KZ Schüler-VZ, noch „Wer kennt wen?“.

    Ob Google+ jemals in die Puschen kommen wird, das wird die Zeit zeigen. Noch wächst Facebook rasant, wobei ich jetzt schon fast wieder den Eindruck habe, als ob die derzeitigen Zuwanderer bei Facebook diejenigen sind, die vor 2-3 Jahren den Sprung auf den fahrenden Zug verschlafen haben. Es sind dies die kommerziellen Nachzügler, wie Versicherungen und Großkonzerne, die meinen, man müsse schlichtweg überall präsent sein.
    Nein, muß man nicht.

    In meinem Bekanntenkreis haben sich auch sehr viele schon wieder von Facebook abgewandt. Da gibt es massig „tote Profile“, die nur noch aufrecht erhalten werden, weil es noch einige wenige Kontakte gibt, die noch nicht auf Whatsapp umgeschwenkt sind.

    Es wird ja immer in den Medien so groß heraus gestellt, daß angeblich vor allem jüngere Menschen alles, was sie erleben und was sie bewegt, bei Facebook posten.
    „Einen Scheiß mach ich!“, sagte mir neulich eine junge Frau. „Ich habe da mein Profil, damit ich gefunden und kontaktiert werden kann und poste da so gut wie gar nichts mehr; und wenn, dann sind das absichtlich Belanglosigkeiten.“
    Die jüngeren Leute, so erklärte man mir, nutzten Facebook ohnehin mehr oder weniger als Messenger und da sei Whatsapp sowieso sehr viel praktischer.


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    2 Kommentare

    1. Flauschkrähe

      8. Mai 2014 at 20:54

      Wenn man kein WhatsApp hat, weil es einem am Schmartfon mangelt, dann ist Facebook ne gute Alternative, um bei gepflegter Langeweile irgendwem auf den Senkel zu gehen. Oder um mit Freunden einfach mal Blödsinn zu reden. Ich bin gerne bei FB unterwegs, Twitter ist mir zu anstrengend, obwohl ich da auch angemeldet bin. Aber nichts geht über das wahre Leben – vorrausgesetzt, man wird nicht ständig von den Leuten gefragt, ob man WhatsApp hätte, dieses verneinen muss und grinsend das alte Nokia mit Tasten und ohne Internet zeigt. Ich mag nicht mehr bedauert werden, weil ich so untertechnisiert bin!

      Antwort

      • Corpi

        12. Mai 2014 at 15:10

        Frag die Bedauernden mal nach ihrer Akku-Laufzeit, die meisten werden dann schnell still.

        Antwort

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    Lies bitte auch

    Das muss man ja wohl noch sagen dürfen

    Mit diesem Satz entschuldigen Blödmänner meist irgendwelche rassistischen, sexistischen od…