Wenn die Käthe mit der Tüte…

hasch

Es ist Käthe

Es ist ein offenes Geheimnis, dass Hermann Gröhe, seines Zeichens Bundesminister für Gesundheit gerne auf Nummer Sicher geht. Nicht weil man ihm etwas anhaben könnte; er ist ja kraft seines Amtes immun gegen so ziemlich alles und jeden.

Aber das mit dem Cannabis ist schon ein harter Brocken für seine geschundene Seele und die überschaubare Cerebralis, weiß er doch, dass es bei der Frage der Legalisierung längst nicht mehr um das Ob, sondern nur noch um das Wann geht. Und ausgerechnet bei ihm, dem Ahnungslosesten in Sachen erweitertem Bewusstsein, landet die Kacke mit dem subversiven Kraut auf dem Schreibtisch.

Seine erlauchte Ewiglichkeit, Dauerminister Schäuble, kann halt rechnen. Schließlich ist er ja so etwas wie der personifizierte amtliche Rechenschieber hierzulande.
Und wenn Wolfgang nach Amiland schaut und sieht, was da an Steuern abgegriffen wird, seit dort in einigen Gegenden Pot gequalmt werden darf…
Dann werden seine ohnehin schon gierigen Augen noch einen Schimmer geldglubberiger und er streckt sabbernd seine knochigen Finger aus und beginnt mit den Nägeln zu zittern, so gerne will er auch etwas von dem großen Cannabis-Kuchen abhaben.
Nicht den Kuchen an sich, sondern die Penunse, die dabei abfällt.

Nur kann er das als der fleischgewordener Erzkonservatismus nicht einfach so rauslassen.
Außerdem gehört das nicht in sein Ressort. Also putzt er die vom Gierschleim befleckte Brille sauber, setzt sich auf die zitternden Hände und flötet leis das Lied der Unbedarften: Lass das doch den Hermann Gröhe machen, der merkt’s vielleicht noch nicht einmal.

Wochenendliches bundesweites Koma-Saufen und Tabakrauchen bringt zwar Steuern ohne Ende, aber darf ja angesichts der vorherrschenden Selbstgeißelungs-Mentalität hierzulande nicht mehr so schön gefunden werden.
Äh, Moment, Saufen darf man ja noch Indoor, ganz schlimm ist ja derzeit nur Fleischessen und Rauchen.
Also Saufen darf man noch schön finden, Rauchen nicht mehr. Aber das ist dem Wolfgang sowieso egal.
Er reibt sich die Hände, auf denen er immer noch sitzt, also quasi unterm Allerwertesten und wird das Grinsen im Gesicht nicht mehr los.

Denn Cannabis-Konsum aus gesundheitlichen Gründen kann ja niemand schlimm finden und es ist ja sowieso Sache von Mr. Unbedarft.
Und außerdem, darüber freut sich Wolle ganz besonders: Es spült so an die 15 Milliarden Euro Steuern in seine Kassen.

Also muss jetzt Unbedarft-Gröhe liefern, egal wie. Und dieses Kraut muss er nun an den Mann oder die Frau bringen.
Ja und damit er nicht sofort sein Gesicht verliert, hat er sich etwas Gehässiges einfallen lassen: Einen Katalog von Kriterien, die man erfüllen muss, um ganz legal kiffen zu dürfen. Gras aus der Apotheke sozusagen, auf Rezept quasi.


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Wie einst Pontius Pilatus wäscht er seine Hände in Unschuld und verkündet brav einen Katalog von Kriterien, die man erfüllen muss, um das Zeug legal konsumieren zu dürfen:

Man muss auf dem linken Auge grünblind sein, das rechte Ohr muss ab 8 KHz Nuss-taub sein, man muss an dem linken kleinen Zeh eingewachsene Nägel haben und Bandscheibenvorfall in der Brustwirbelsäule ist auch immer gut. Blutgruppe Null geht gar nicht, und man muss einen Verwandten 3. Grades haben, der in der Wehrmacht Halsbänder für Deutsche Schäferhunde der Waffen-SS mit den in Stalingrad abgefrorenen Händen genäht hat.

Auf diese Weise, dachte sich der gutmütige Herrmann-Pilatus, könne er sich aus der Affäre ziehen. Bis er dann nach der nächsten Bundestagswahl sein Amt niederlegt und in die Pharma-Branche rüber heuchelt wechselt.

Fleissige Referenten und Staatssekretäre hatten Gutmut-Gröhe eben noch versichert, der Katalog sei sicher, es gebe unter den 7 Milliarden Erdenbürgern garantiert niemanden, der ihn auch nur ansatzweise erfüllen könne, da tönte es wie Donnerhall durch Gröhes Ministeriums-Walhall:

Dummerweise haben zwei Journalisten der Vorpommerschen Lachs- und Brieftauben-Rundschau trotz dieser vielen KO-Kriterien doch eine Person gefunden, auf die alle Kriterien zutreffen:

Es ist die verwitwete, 83-jährige ehemalige Klobrillenschleiferin, Käthe S., in Hisel im Eifelkreis Bitburg-Prüm. Sie hat alles, was auf Gröhes Liste steht und obendrein auch noch einen chronischen Haarspitzen-Katarrh!

Als die beiden Reporter sie beglückwünschten und ihr eine frisch gedrehte Tüte mit den besten Empfehlungen des Herrn Minister überreichten, sagte sie, wenn nun das Hanf-Rauchen auch noch erlaubt wäre, müsste man Hermann Gröhe verbieten.


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