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  • Weißblaue Splitterwurst

    Wie wegschmeißen? All das leckere Zeug? Das Biskuit-Gebäck? Den Kuchen? Die Torten und Kaffeestückchen? Geht´ s noch? Wenn beim Konditor was übrigbleibt, muss man das feine Gedöns doch nicht in die Tonne kloppen. Hallo? Da werden die Gaumenfreuden vom Vortag einfach zerkrümelt, mit einer bleischweren Pampe aus Fett und Sahne vermischt, zu einem vulkanförmigen Haufen gemanscht und mit einem Zart-Bitter-Schoko-Derivat übergossen. Am Ende dieser Metamorphose erscheint, wie Alfred aus der Asche, eine hochkalorische Leckerei, die jede klapperdürre, humorlose Ernährungsberaterin zumindest in die Schnappatmung versetzt, oder gleich hysterisch nach Knoblauch, silbernen Patronen, oder nach angespitzten Hölzern schreien lässt:

    Der legendäre Granatsplitter.

    Ich habe null Ahnung, weshalb man für diese allseits beliebte Recycling-Delikatesse ausgerechnet einen solch martialischen Namen aus Uschi von der Leyens Feldküche verwendet, und ich habe im Netz auch keinerlei sachdienlichen Hinweise gefunden, sondern lediglich das üblichen Foren-Geblubber.


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    Aber die Idee, aus Versatzstücken verschiedener liegengebliebener Zutaten via Recycling etwas vermeintlich Neues zu kreieren und es dem Volke auch noch als alternativloses Muss aufoktroyieren zu wollen, also das kann man der ehrenwerten Zunft der Konditoren nun wirklich nicht anhängen.

    Wie beispielsweise das neue unchristliche, asoziale Polizeigesetz des bajuwarischen Innenministers Heinrich Himmler…pardon das war jetzt ein Freudianischer, oder so ähnlich…ich meinte natürlich Joachim Herrmann. Kein Konditor würde mit solch einem Dreck die Ehre seiner Handwerkszunft beschmutzen. Handelt es sich bei besagtem juristischem Hirnexkrement doch um ein höchst unappetitliches, völlig überflüssiges ideologisches Roll-Back aus Versatzstücken faschistoider Entgleisungen á la Gestapo, nur eben mit dem ätzenden Gammelfleisch aus verlogenem Sicherheits-Blabla und dem neuzeitlichen Ammenmärchen namens Terrorismusbekämpfung, mit dem die stramm rechten Ultras seit 9/11 durch lächerliche Projektion apokalyptischer Szenarien vorgeben, die Menschheit vor vermeintlicher Gefahr schützen zu wollen, in Wahrheit jedoch ihren abgrundtiefen Ekel vor aufgeklärten, kritischen Bürgerinnen und Bürgern zu kaschieren versuchen, indem sie jegliche Systemkritik unter Generalverdacht stellen. Vielleicht träumt Herrmann sogar davon, die Ratifizierung seines Machwerks in der Münchner Feldherrnhalle oder auf dem Nürnberger Zeppelinfeld stilecht zu zelebrieren.

    Das Beste für die Weißblaue Splitterwurst Joachim Herrmann wäre, dass er sich bei Carles Puigdemont Nachhilfestunden in Sachen Mia-san-Mia nimmt. Vielleicht kann er aus den schafsdämlichen Fehlern des katalanischen Irrläufers lernen und ihm gelingt eine saubere Sezession Bayerns vom Rest der Republik. Vielleicht sogar Krim-mäßig mit Hilfe der Österreichischen Armee unter direktem Oberbefehl ihres kleinen braunen Obersturmbandführers Sebastian Kurz. Gute Güte. Ein Traum würde wahr. Denn dann wären wir mit Herrmann auch gleich Söder, Spaenle, Aigner und all die anderen Visagen los.


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