Spitze Feder

TTIP = Fracking durch die Hintertür?

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Das sogenannte Freihandelsabkommen mit den USA (TTIP) birgt neben dem – eher nebensächlichen – Symbol des Chlor-Hühnchens Gefahren, die für Leib und Leben weitaus prekärer sind, als diese hormonverseuchte Chemie-Delikatesse, die ja niemand kaufen MUSS. So wie es jedem (noch) freisteht, einen Bogen um die Kühltheken zu machen und die Milchprodukte des berühmtesten Müllers der Republik und selbstlosen Förderers der NPD im Landen zu lassen. Aber auch das kann sich ändern.

Sollte TTIP zustande kommen, wäre es jedenfalls ratsam, noch ein letztes Mal in die Naturschutzgebiete Deutschlands zu fahren, bevor unsere Umweltschutzgesetze ausgehebelt und die letzten Refugien über TTIP-konforme Milliardenklagen von US-Gaskonzernen zum Fracking zuerst „erschlossen“ und dann verwüstet werden.

Am vergangenen Dienstag zeigte ARTE den Film „Gasland“ – eine erschütternde Reportage über die Folgen des Frackings in den USA und die menschenverachtende Zusammenarbeit zwischen Energiemultis und der amerikanischen Politik. Angeführt von Dick Cheney, ehemals CEO von Halyburton, danach Vizepräsident unter George W. Bush und einer der Architekten des Völkermordes im Irak, (O-Ton Bush: „Gottes Geschenk an die Menschheit“).

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Halyburton ist übrigens einer der US-Gaskonzerne, die sich via TTIP anschicken, ihre rücksichtlosen Geschäfte in die ganze Welt zu exportieren und dabei vergiftetes Land zu hinterlassen. Cheney , Bush, Halyburton, TTIP? Purer Zufall? Aber sicher doch!

Wenn es nicht gelingt, TTIP zu verhindern, werden wir in wenigen Jahren in einer (Um-)Welt leben, die wir unseren schlimmsten Feinden nicht wünschen. Nehmt Euch die Zeit, diesen Film anzusehen, wenngleich es unglaublich hart sein mag, und teilt danach Eure Besorgnis, Euren Ekel und Eure Wut via Mail mit Euren Freunden, Euren Bekannten und – ganz wichtig – mit Euren Wahlkreisabgeordneten von CDU, CSU und SPD – diejenigen, die letztendlich über TTIP abstimmen. Es kann und darf nicht unterzeichnet werden.

Von unserem Gastautor Peter Grohmüller

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    Spitze Feder – Spitze Zunge

    Diese Kolumne schreibt vorwiegend Peter Grohmüller seine Gedanken zur Welt und dem Geschehen unserer Zeit auf.
    Seine fein geschliffenen „Ergüsse“ – wie er selbst sie nennt – erfreuen sich großer Beliebtheit.

    Hin und wieder erscheinen in dieser Kolumne auch Beiträge anderer Autoren, die dann jeweils entsprechend genannt werden.

    Die Texte sind Satire, Kommentare und Kolumnen. Es handelt sich um persönliche, freie Meinungsäußerung.

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    Lesezeit ca.: 3 Minuten | Tippfehler melden | © Revision: 16. Januar 2024 | Peter Grohmüller 16. Januar 2024

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