Start Allgemein Schlag der SCHUFA ein Schnippchen! OPENSCHUFA
  • Schlag der SCHUFA ein Schnippchen! OPENSCHUFA

    Du bekommst keinen Kredit, keinen Handy-Vertrag, und auch bei der Bewerbung um die schöne Wohnung ziehst Du dauernd den Kürzeren. Woran das liegt? An der SCHUFA natürlich! Wirklich? Benachteiligt die SCHUFA eine Gruppe von Menschen gegenüber einer anderen? Verstärkt sie Ungerechtigkeiten? Das wollen wir herausfinden. Und dazu brauchen wir Dein Geld (wenig) – und Deine Daten (möglichst viele)!

    Das sagen die Macher von www.openschufa.de

    Um was es genau geht, wird in diesem Video erklärt:

    Der Schufa kannst Du nicht entgehen

    Der SCHUFA kannst Du nicht entgehen. Wann immer Du irgendetwas auf Kredit kaufen möchtest, steht irgendwo ganz klein dabei „Bonität vorausgesetzt“. Und das bedeutet, dass der Anbieter sich garantiert vorher bei der SCHUFA oder einer Kreditauskunftei wie CREDITREFORM über Dich erkundigen wird.

    Ich habe gar keine Kredite? Ein Irrtum

    Du meinst, Du nimmst gar keine Kredite in Anspruch?
    Doch, das tust Du, wenn Du beispielsweise Dein niegelnagelneues Smartphone für weniger bekommen hast, als es normalerweise kosten würde.
    Denn dann finanziert der Anbieter Deines Handyvertrags dieses Handy vor und Du zahlst es über ein oder zwei Jahre mit den hohen Grundgebühren ab. Ein klassischer Kredit, der nur nicht nach Kredit aussieht.

    Einen Kredit nimmst Du auch in Anspruch, wenn Du beispielsweise bei Conrad Elektronik etwas auf Rechnung bestellst. Der Versandhändler schickt Dir die Ware und gibt Dir bis zur Bezahlung durch Dich einen Kredit in entsprechender Höhe. Auch diese Ware wirst Du nur bekommen, wenn Deine Bonität in Ordnung ist.

    Einen Kredit in Anspruch zu nehmen, bedeutet also nicht, daß Du zu einer Bank gehst und Dir Geld leihst. Sondern immer dann, wenn ein Händler oder ein Anbieter mit irgendeiner Ware oder Dienstleistung in Vorleistung tritt, gewährt er Dir quasi einen Kredit.

    schufa openschufa

    Was ist denn überhaupt Bonität

    Das Wort Bonität kommt von lateinisch bona, „Vermögen“.
    Es bedeutet synonym Deine Kreditwürdigkeit. Ganz einfach gesagt beschreibt Deine Bonität, ob Du willens und in der Lage bist, Schulden zurückzuzahlen.
    Nehmen wir an, Du gehst in Deiner Lieblingskneipe ein Bier trinken. Anschließend stellst Du fest, daß Du kein Geld dabei hast. Der Wirt macht Dir einen Deckel und Du kannst beim nächsten Mal bezahlen.
    Er gewährt Dir also den Preis eines Bieres als Kredit. Daß er das tut, liegt daran, daß er Dich kennt und weiß, daß Du schon ein paar Mal einen Deckel gemacht hast und immer anschließend ordnungsgemäß bezahlt hat.
    In diesem Fall hast Du also eine gute Bonität. Du bist für den Wirt kreditwürdig.

    In einem anderen Beispiel will sich Olaf von Dieter 50 Euro leihen.
    Da Dieter Olaf nicht so gut kennt, schreibt er seiner Freundin Melanie eine SMS und fragt sie, was sie dazu meint. Sie kennt Olaf schon länger.
    Melanie antwortet: „Der schuldet allen Leuten Geld und zahlt das nie zurück.“

    In diesem Beispiel hat Olaf also eine schlechte Bonität, er ist nicht kreditwürdig.

    Melanie nimmt in diesem Fall die Funktion der Schufa ein. Melanie ist Bankangestellte und kennt sehr viele Leute und weiß über jeden genau Bescheid. Weil sie beruflich mit Finanzen zu tun hat, erzählen ihr sehr viele Leute von ihren Geldsorgen.


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    Genau wie die SCHUFA schnüffelt sie den Leuten nicht hinterher. Stattdessen erzählen Melanie eben viele Leute, wer wem was schuldet und wer wem was geborgt hat.

    Wie arbeitet denn die SCHUFA?

    Genauso arbeitet die SCHUFA. Alle möglichen Unternehmen haben in ihren Geschäftsbedingungen die sogenannte SCHUFA-Klausel.
    Dort wird dem neuen Geschäftspartner/Kunden mitgeteilt, daß dieser Geschäftsvorfall der SCHUFA gemeldet wird.
    Die SCHUFA wird also beispielsweise benachrichtigt, wenn Du einen Handyvertrag abschließt.
    Einerseits sagt die SCHUFA dem Handyprovider Bescheid, ob gegen Dich schon etwas vorliegt. Andererseits nimmt die SHUFA in ihren Datenbestand auf, daß Du jetzt bei diesem Handyprodiver einen Vertrag laufen hast.
    Allein das ist nichts Schlimmes. Wenn Du aber Deine Handyrechnung nicht bezahlst, wird auch das der SCHUFA mitgeteilt. Zahlst Du dann mehrmals nicht, wird Dein Handyvertrag gekündigt. Auch das erfährt die SCHUFA.

    Versuchst Du nun bei einem anderen Anbieter einen neuen Vertrag zu bekommen, hast Du schlechte Karten. Denn der neue Anbieter wird auch wieder erst bei der SCHUFA nachfragen und er wird erfahren, daß Du schon vorher einmal einen Handyvertrag nicht bezahlt hast. Du bekommst dann keinen neuen Vertrag.

    Die SCHUFA sammelt nicht nur Daten, sie schafft auch neue

    Die SCHUFA hat 864 Millionen positive und negative Daten von 67,5 Millionen Menschen Personen und 5,3 Millionen Unternehmen gespeichert.
    Zwei Drittel der Bevölkerung sind also dort verzeichnet.
    Daraus lassen sich natürlich weitere Daten ableiten.

    Ein Beispiel:
    Die SCHUFA muss gar nicht viel tun, um herauszufinden, in welchen Gegenden besser und in welchen schlechter bezahlt wird.
    Durch einen einfachen Adressenabgleich kann sie z.B. einen Stadtteil herausfinden, in dem eine schlechtere Zahlungsmoral herrscht.
    Das geht so weit, daß sie auch Straßen benennen kann, in denen viele Menschen mit schlechter Bonität wohnen.

    Daraus kann die SCHUFA einen Wert berechnen. Sie kann beispielsweise sagen, daß die Wahrscheinlichkeit, dass jemand seine Rechnungen nicht bezahlt, in der Poststraße um 10% höher liegt, als in der Schloßallee. Vereinfacht gesagt bedeutet das, dass zwei Personen mit gleicher Bonität (beide haben immer anständig bezahlt), einen unterschiedlichen Score bei der SCHUFA haben.

    Der Score ist sozusagen eine Art Schulnote, mit der Menschen zusätzlich zu ihrem persönlichen Verhalten auch noch gemessen werden.
    Die zwei Personen aus unserem obigen Beispiel haben also einen unterschiedlichen Score. Der Mensch aus der Poststraße bekommt keine 100% oder keine Note 1, sondern nur 90% und damit vielleicht nur eine Note 3. Er wohnt im falschen Viertel.

    Das könnte so weit gehen, dass auch der Nachname einer Person ein negatives Merkmal sein kann. Bestellt eine Frau Misemusemaselmann immer Waren und bezahlt dann nicht, haben andere Menschen mit dem Namen Misemusemaselmann es möglicherweise schwerer, Waren auf Rechnung zu bekommen.

    In den Score, in Dein persönliches SCHUFA-Ranking fließen noch viel mehr Daten ein. Das ist der geheime SCHUFA-Algorithmus.

    Du bekommst kostenlos Auskunft über das was die SCHUFA über Dich weiß

    Du kannst jederzeit auf die Seiten der SCHUFA gehen und dort eine Anfrage starten. Das kann aber Geld kosten.
    Außerdem versucht die Schufa, Dir zusätzlich zu den wichtgsten Daten noch eine detaillierte Aufstellung zu verkaufen, die Du eigentlich nicht benötigst.

    Aber Du hast 1 x jährlich Anspruch auf eine kostenlose Auskunft.
    Die kannst Du unter diesem Link recht bequem einfordern: https://selbstauskunft.net/schufa

    Und genau um diesen Algorithmus geht es in diesem Projekt

    Mit welchen Methoden genau die Schufa die Bonität von Menschen ermittelt – das soll im Crowdfunding-Projekt OpenSCHUFA zumindest teilweise offengelegt werden.
    Dafür bitten die Macher auf der Plattform Startnext sowohl um Geld- als auch um Datenspenden. Ziel ist sei es herauszufinden, ob die Ermittlung des Schufa-Scores, der zum Beispiel beim Abschluss von Mobilfunk- oder Mietverträgen herangezogen wird, „systematische Fehler“ beinhaltet.

    Hier gibt es Infos zu diesem Projekt bei heise.de
    Hier findest Du die Crowdfunding-Kampagne

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    2 Kommentare

    1. Haeschen89

      17. Februar 2018 at 12:51

      Super Informationen.
      Ich mache da mit. Jawohl. 10 Euro kann ich verschmerzen und wenn das Projekt mal läuft haben alle was davon.

      Antwort

    2. Peter Wilhelm

      17. Februar 2018 at 12:54

      Das meine ich auch. Danke für das Lob.

      Antwort

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