Start ServiceWüste Mr. Wash und Mac Oil
  • Mr. Wash und Mac Oil

    Nach unserem Umzug sah mein Passat Variant aus wie ein Baustellenfahrzeug. Sand, Staub, Fusseln, Tierhaare, Kellerdreck und Rückstände von diversen BAUHAUS-Transporten hatten dem Wageninneren ordentlich zugesetzt. Der Neuwagenflair war so gut wie dahin.
    Besonders schlimm hatte sich der Transport von Ytong-Steinen ausgewirkt, die krümeln und sanden, daß es nur so eine „Pracht“ ist.
    Das Ein- und Aussteigen mit Baustellen-Bekleidung hatte auch den Polstern eine durchgehende sandige Staubschicht beschert.

    © Mr. Wash Autoservice AG
    © Mr. Wash Autoservice AG

    Auch außen sah der Wagen nicht gut aus. Wenn er innen so dreckig ist, hat man auch keine Lust, ihn außen zu waschen.

    Also hatte ich vor, eine professionelle Fahrzeugreinigung in Auftrag zu geben. Das kostet so an die 100 bis 150 Euro und dauert einen ganzen Tag.
    Um es gleich vorweg zu sagen: Das was ich im Folgenden beschreibe, kann mit einer solchen Fahrzeugaufbereitung natürlich in keinster Weise konkurrieren.

    Aber: Mein Sohn sagte dann: „Papa, laß uns doch zu Mr. Wash fahren, die machen das auch ganz ordentlich.“

    Okay, also probieren wir das mal aus. Mr. Wash unterhält an mehreren Standorten, unter anderem im benachbarten Mannheim, große Tankstellen mit einer fabrikähnlichen Waschanlage, Sofortölwechsel usw.
    Die junge Frau an der Einfahrt kassiert 15 Euro für die beste Fahrzeugwäsche und weitere 20 Euro für die Innenreinigung, also insgesamt 35 Euro. Dafür bekommt man einen Zettel, der an allen Stationen abgescannt wird.
    Allein schon die freundliche Begrüßung durch diese junge Mitarbeiterin ist eine Erwähnung wert.

    Mr. Wash und Mac OilMr. Wash und Mac Oil

    Der Typ am Druckstrahler druckstrahlt, das ist seine Aufgabe und die erledigt er gut. Auch der etwas muffelige Vorwäscher macht seine Arbeit gut.
    Dann geht es in die eigentliche Waschanlage, durch die man auf einem Förderband durchgezogen wird. Man muß sich also nicht in eine enge Transportkette einfädeln.
    So irgendwie etwa 5 Minuten später, wenn überhaupt, ist das Auto sauber und naja, so ziemlich trocken.

    Aber das kennt man ja, es bleiben immer noch Resttropfen. Das Waschergebnis kann sich aber sehen lassen. So sauber war mein Auto in noch keiner anderen Waschanlage geworden.
    Die 15 Euro haben sich gelohnt.

    Nun fährt man entweder in die Innenpflegehalle, wo man selbst die Matten und den Innenraum reinigen kann oder in die Halle, in der das Auto auf einem Riesenförderband steht und von 6 bis 8 Leuten im Akkord innen gereinigt wird.

    Auf’s Förderband, dann aussteigen und einen Kaffee trinken (1 Euro, super heiß, man kriegt ihn nicht getrunken, denn nach 8 Minuten ist das Auto schon fertig!).

    In diesen acht Minuten werden die Fußmatten gewaschen (sehen aus wie neu!), die Sitze und der gesamte Innenraum gesaugt, alle Verkleidungen, das Armaturenbrett und die Ablagen abgewischt und die Scheiben geputzt.
    Außerdem geht noch ein Mitarbeiter mit einem Lappen über die Karosserie und beseitigt letzte Tropfen von der Waschanlage.

    Eigentlich eine Frechheit, denen so ein dreckiges Auto hinzustellen, habe ich gedacht. Aber die Jungs haben das hinbekommen! Alles sauber, alles einwandfrei und alles picobello!

    Und besonders erwähnenswert: Die beiden Herren, die mein Auto angenommen und mir wieder übergeben haben waren von absoluter Freundlichkeit. Ein nettes Lächeln, ein paar freundliche Worte, das macht Spaß!


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    Da war ich ganz bestimmt nicht zum letzten Mal.

    Beim Wegfahren sah ich dann, daß es dort auch Mac Oil, einen Ölwechselschnelldienst gibt. Aber es war Wochenende und es standen sicherlich 15 Autos und warteten…
    Deshalb bin ich am vergangenen Montag hingefahren und war sofort dran.

    Reinfahren, nicht aussteigen, KFZ-Schein abgeben und zuschauen!
    Zwei Typen werkeln vorne, einer unterm Wagen in der Grube. Und den kann man über einen großen Monitor beobachten.
    Es wird einem alles gezeigt, der alte und der neue Ölfilter, das Öl und der Ölstand am Peilstab. 12 bis 15 Minuten hat es gedauert, dann war das Auto mit neuem Shell-Helix-Öl versorgt.
    Es gibt noch einen Eintrag ins Service-Scheckheft und die Service-Anzeige wird auch zurückgestellt.

    Kosten 49,90 €.

    Hm…

    Auf den Reklamezetteln stehen folgende Preise:

    10W-40 – 29,90 €
    5W-40 – 49,90 €
    0W-40 – 69,90 €
    5W-30 UE – 89,90 €

    Effektiv angeboten wurde mir mündlich dort: „Wollen Sie das billige Öl für 50 Euro oder das gute für den Winter für 90 Euro, das ist ein Langzeitöl. Das günstige hält 15.000 km, das andere 30.000.“
    Ich habe mich für 5W-40 für 49,90 € entschieden.
    (Auf der Mac Oil-Homepage gibt es insgesamt 14 Ölsorten im Angebot bis hin zu „Ultra Racing“ usw.)

    Freundlichkeit: Na, sagen wir, es war eine sachliche Ruckzuck-Aktion. Und ausgesprochen unfreundlich waren die drei Jungs nicht.
    Das was ich wollte, haben sie gemacht, ordentlich, günstig und vor allem superschnell.
    Man bekommt Shell Helix-Öl, das kostet normalerweise richtig viel und einen typgerechten MANN-Filter, also keine Billigware.

    Insgesamt hat mich das Konzept von Mr. Wash und Mac Oil überzeugt.


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    4 Kommentare

    1. Olli

      20. November 2013 at 11:19

      Bei solchen Firmen steht übrigens meistens auch eine Kaffeekasse für die Mitarbeiter rum. Falls nicht, kann man auch einfach die Initiative ergreifen. Die Bezahlung dort ist nämlich meistens grottig (na klar bei den Preisen) und die gute Laune kommt größtenteils vom guten Team, in dem es Spaß macht gemeinsam zu arbeiten.

      Antwort

      • Peter Wilhelm

        21. November 2013 at 11:45

        In der Innenpflege-Halle steht eine Plexiglassäule für Trinkgeld, da habe ich was reingeworfen.
        Den Jungs beim Ölwechsel habe ich einen 5er extra gegeben.

        Zur Bezahlung: Ich weiß nicht, was die Leute dort bekommen. In einem Fernsehbericht über eine andere Waschanlagenfirma habe ich mal etwas von sehr, sehr geringen Stundenlöhnen, Akkordlöhnen usw. gehört.
        Bei Mr. Wash steht an der Einfahrt ein Schild, daß Mitarbeiter dort 12 Euro bekommen und Aushilfen mindestens 10 Euro.
        Das wäre für diese Branche doch ein ganz guter Lohn, oder?

        Antwort

        • Olli

          22. November 2013 at 09:21

          Das klingt doch gut, ein guter Zug von Dir. Ich fühlte mich angesprochen, habe ich doch selbst fast zwei Jahre in so einem Betrieb gearbeitet, in dem die Löhne deutlich unter 10€ für Festangestellte Autopfleger lagen. Und das in Süddeutschland.

          Antwort

    2. Big Al

      4. Dezember 2013 at 00:12

      Lasse meine Ölwechsel nur noch außerhalb der Markenwerkstatt durchführen. Rein-raus-fertig.

      Antwort

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